Seelenhüter

Laura Whitcomb
Seelenhüter

Originaltitel: The Fetch
PAN Verlag
ISBN 978-3-426-28332-5
Fantasy
Erschienen: 02.05.2011
Aus dem Amerikanischen von Sabine Thiele
Umschlaggestaltung: ZERO Werbeagentur, München
Umschlagabbildung: Gettyimages/Charlotte Nation, FinePic, München
Flex-/Hardcover,  368 Seiten

www.pan-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Laura Whitcomb wuchs in Pasadena, Kalifornien, auf. Bevor sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte, arbeitete sie als Englischlehrerin. Für Silberlicht, ihren ersten Roman, gewann sie fünf Literaturpreise und war für weitere sechs Awards nominiert. Heute lebt und arbeitet sie in Portland, Oregon.

Zum Buch:

Calder ist tot, bereits seit vielen Jahren begleitet er als Seelenhüter die Verstorbenen. Er holt ihre Seelen am Ort des Todes ab und bringt sie durch eine Passage bis zum Fluss. Was dann geschieht ist auch Calder nicht bekannt. Eines aber ist sicher: Ein Seelenhüter darf nicht eingreifen in die Welt der Lebenden und Sterbenden. Die Seelen müssen ihre Entscheidung von alleine treffen, sie müssen auf Erden bleiben oder diese verlassen wollen. Als Calder aber eines Tages auf der Erde einer wunderschönen Frau begegnet, verändert sich tief in seinem Inneren etwas. Er fühlt sich zu ihr hingezogen und ist froh, als deren Sohn, der im Sterben liegt, sich entscheidet bei den Lebenden zu bleiben. Ein weiteres Mal jedoch fällt Calder in diesem Hause eine Aufgabe zu. Ein Versehen muss das sein, denn für gewöhnlich geschieht so etwas nicht.

Wieder ist es der Junge, der im Sterben liegt und diesmal ist es Calder der ihm das Leben schenkt, obwohl der Junge um den Tod bittet. Calder will damit seiner „Geliebten“ helfen, die so verzweifelt scheint. Als sich dem Seelenhüter kurz darauf die Möglichkeit bietet in den Körper eines Sterbenden zu schlüpfen, der die Familie zu kennen scheint, nutzt er die Gelegenheit. Von diesem Moment an lebt er im Körper von Rasputin und erfährt, dass die Familie, bei der er nun mehrfach weilte, die Zarenfamilie Romanow ist und die Frau, in die er sich verliebt hat, die Zarin Alexandra. Im Körper Rasputins tut Calder sich schwer, fehlen im doch die Gepflogenheiten der damaligen Zeit und vor allem Kenntnisse aus Rasputins Leben. Calders Verhalten jedoch beeinflusst auch die Welt der Seelen und es scheint als gerate alles durcheinander.

„Seelenhüter“ ist vom Schreibstil her ein ungewöhnliches Buch. Dieser Fantasyroman verbindet historische Elemente mit fantastischen Ideen. Die Grundidee gefällt mir sehr gut. Ein Seelenhüter kommt vom rechten Wege ab, verliebt sich und hat keinen größeren Wunsch als mit der geliebten Frau verbunden zu sein. Leider schweift die Geschichte durch die vielen Details aus dem Leben der Zarenfamilie immer wieder ab und auch die menschliche Gestalt Calder als Rasputin überzeugt nicht wirklich. Eigentlich passt diese Gestalt nicht zu seinem Charakter und so entsteht ein andauernder Kampf zwischen den Beiden. Die Handlung plätschert ein wenig vor sich hin und richtige Spannung will nicht aufkommen. Auch die Liebesgeschichte, die man hier erwartet hat, kommt leider viel zu kurz.

Ganz im Gegensatz dazu steht die fantastische Aufmachung des Buches. Ein Flex-/Hardcover, in dezentem blau, weiß und silber gehalten mit der Abbildung eines jungen blassen Mannes passt hier sehr gut zur Geschichte und macht dieses Buch zu einem Blickfang in jedem Bücherregal.

„Seelenhüter“ ist ein besonderes Fantasybuch für den besonderen Leser. Angesprochen fühlen dürfen sich hier diejenigen, die einmal etwas anderes, ausgefallenes lesen wollen, das von üblichen Fantasybüchern abweicht. Hier geht es beschaulich zu, leise und ungewöhnlich und dennoch scheint die Welt durch das Fehlverhalten eines Einzelnen im Chaos zu versinken.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.