Silenus

Robert Jackson Bennett
Silenus

The Troupe (2012)
Piper Verlag
ISBN 978-3-492-26870-7
Fantasy, Thriller
Erschienen 2012
Übersetzer Frauke Meier
Titelbild mauritius images/Trigger Image
Umschlaggestaltung Guter Punkt, München
Umfang 575 Seiten

www.piper.de
www.robertjacksonbennett.com

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Autorenporträt

Robert Jackson Bennett wurde in Baton Rouge, Louisiana, geboren und wuchs in Katy, Texas, auf. Heute lebt er zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn in Austin und schreibt preisgekrönte Horrorromane, darunter sein Debüt »Mr. Shivers« und »Silenus«. Bennett wurde mit dem renommierten Shirley Jackson Award ausgezeichnet und für den Philip K. Dick Award sowie für den Edgar Award nominiert.                        

Zum Buch

George ist ein zarter, dürrer Junge von gerade mal sechzehn Jahren. Sein ganzes Leben hat er bisher im Haushalt seiner Großmutter verbracht, da seine Mutter bei seiner Geburt verstarb. Seinen Vater hat George nie kennenlernen dürfen. Deshalb beschließt er, von Zuhause fortzugehen und seinen Vater zu suchen. Sein einziger Anhaltspunkt ist eine alte Eintrittskarte mit dem Bild seines Vaters darauf, denn dieser gehört einer reisenden Künstlertruppe an. Er tritt in die Fußstampfen seines Vaters und wird Hauspianist eines kleinen Theaters, in dem sein Vater schon einmal aufgetreten ist. Doch seine Hoffnung wird vollkommen zerstört, als sein Vater beschließt, auf dieser Tour nicht in diesem Theater aufzutreten. Deshalb tut George, was er tun muss: Er kündigt seinen Job und reist seinem Vater hinterher. Auf dieser Reise begegnet er seltsamen Gestalten und der Stille. Als George seinen Vater endlich eingeholt hat, ist der Empfang nicht so, wie George ihn erwartet hat. Schnell kommt für ihn das böse Erwachen …

Fazit

Den Leser erwartet bei diesem Roman eine wirklich abwechslungsreiche Story mit vielen überraschenden Wendungen. Die Inhaltsbeschreibung lässt zunächst altbekannte Motive vermuten, wie etwa die Findung der eigenen Identität, der Roman ist aber auf den zweiten Blick vollkommen anders gestrickt. Schnell taucht der Leser nicht nur in die Welt des Theaters, sondern auch in eine ihm unbekannte Parallelwelt zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein, in deren Ecken dunkle Schatten lauern. Die Charaktere sind sehr ambivalent und lassen sich nicht in eine Schublade stecken. Wer hier nach Archetypen sucht, sucht sie vergebens. Schnell findet man im Bösen etwas Gutes und die Motive der guten Figuren erscheinen einem auf einmal eigennützig.

Interessanterweise war überall im Roman die irische Mythologie verwoben und konnte sogar mit längst vergessenen Göttern aufwarten. Die Storylinie war dabei nicht besonders vorhersehbar und wechselte häufig die Schauplätze und schuf so eine zweite Realität, die einem so manchen Schauer über den Rücken laufen ließ. Auch Elemente des subtilen Horrors waren in dem Roman verbaut, die in der Lage waren menschliche Urängste anzusprechen. Schattenmänner, wandelnde Tote und Mörderpuppen gehörten genauso zu dieser Welt wie zauberhafte Feen und vergnügungssüchtige Elfen. Das Ende war die Krönung des Unerwarteten und lichtete zu meinem Leidwesen die Reihe der Hauptcharaktere stark. Auch scheint das Ende hier wirklich das Ende zu sein, denn es lässt nicht viel Raum für eine mögliche Fortsetzung.

Ein etwas anderer Roman, der den Leser zwar herausfordert, ihm aber dafür auch vieles Neues und Interessantes bieten kann.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

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