Sohn der Verdammnis

Wendy Alec
Sohn der Verdammnis
Chronik der Erzengel 1

Son of Perdition, Zypern, 2009
Bastei Lübbe, Köln 1. Auflage: 04/2011
TB, Horror, Mystery, Urban-Fantasy, SF
ISBN 978-3-7857-6052-9
Aus dem Englischen von Helmut W. Pesch
Titelgestaltung von Guter Punkt, München unter Verwendung eines Motivs von Anke Koopmann

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Die drei De Vere-Brüder Jason, Adrian und Nick leben in der gehobenen Gesellschaft. Sie sind erfolgreich, haben Geld wie Heu und befinden sich in verschiedenen Machtpositionen. Jason ist ein Medienmogul und beherrscht das größte Medienimperium der Welt. Sein Bruder Adrian ist Präsident der Europäischen Union. Nick, der jüngste der drei Brüder, ist ein erfolgreicher Archäologe. Er gilt als Playboy und ist an einer sehr aggressiven Form von Aids erkrankt. Durch einen Zufall findet er heraus, dass eine mächtige Schattenorganisation seit Jahren darauf hinarbeitet, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Dazu erfährt er, dass einer seiner Brüder nicht der ist, der er zu sein scheint. Überirdische Mächte fechten einen Kampf aus um nichts Geringeres als die Herrschaft über die Erde. Lucifer, der gefallene Engel, kämpft gegen seine Brüder Gabriel und Michael. Um seinen Anspruch auf die Erde zu festigen, hat er einen perfiden Plan entwickelt. Einer der drei De Vere-Brüder wurde nach seiner Geburt getötet und gegen Lucifers Sohn ausgetauscht. Nick befindet sich plötzlich in immenser Gefahr und versucht nun alles, um die mystischen Ereignisse zu enträtseln. Doch Lucifers Sohn ist ihm verdammt nahe und bedroht alles, was ihm wichtig ist.

Wendy Alec gelingt es bravourös, eine Geschichte zu entwickeln, die den Leser von der ersten Seite an gefangen nimmt. Ihre charismatischen und sehr sympathischen Charaktere sind dabei nur eine von vielen Zutaten, die ihre „Chronik der Erzengel“ so interessant machen. Selbst Lucifer wird hier als Wesen mit vielfältigen Gefühlen dargestellt. Die Legenden, die sich um ihn ranken, hat sie sehr gut inszeniert und interpretiert. So wird dem gefallenen Engel oft nachgesagt, ein wahrer Virtuose auf der Geige zu sein. Das wird die Leser dazu veranlassen, auch diesem satanischen Höllenwesen eine Prise Mitleid entgegenzubringen.

Um ihre Geschichte auch auf der emotionalen Ebene wirken zu lassen, setzt Wendy Alec auf einen genialen Schachzug. Die drei Brüder legt die Autorin als Gegenpol zu Lucifer, Gabriel und Michael an. Dieses Konzept geht auf und wirkt sehr erfrischend. Zu den gut skizzierten Protagonisten kommt noch ein fantastischer Plot hinzu, dem man anmerkt, dass die Autorin ihr Herzblut in diese Erzählung gelegt hat. Auf brillante Weise schafft sie es, tatsächliche Ereignisse, wie den Anschlag auf die Zwillingstürme am 11. September 2001 und den kürzlich erfolgten Banken-Crash sowie verschiedene Verschwörungstheorien, in ihre Erzählung einzubinden. Aktuelle Geschehnisse bekommen dadurch eine ganz neue Bedeutung.

Zu der mit kriminalistischem Spürsinn erzählten Geschichte in der realen Welt erschafft sie noch eine andere Realität. Hier liefern sich himmlische Mächte und Geschöpfe der Hölle einen perfiden Machtkampf. Dazu lässt sie Erzählungen aus verschiedenen Büchern der christlichen, jüdischen und anderen Religionen einfließen. Sie gibt noch eine Prise eigener Fantasy hinzu, und fertig ist ein Werk, das gleichzeitig unterhält und sehr nachdenklich macht.

Leser und Leserinnen, die einmal in den Bann der „Chroniken der Erzengel“ geraten sind, werden sehnsüchtig die Fortsetzung erwarten.

Copyright © 2013 by Petra Weddehage (PW)

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Comments

  1. Hallo Detlef,

    aber auch eine Rezension zu einem älteren Buch ist informativ und kann sicherlich Buchkäufe nach sich ziehen. Ich finde eine gute Mischung perfekt. Sonst darf man ja nie mehr ein Buch vom SuB lesen und genau das möchte auch ich in nächster Zeit vermehrt tun.

  2. Du hast natürlich recht, sonst wären ja Michael D. Rezis sinnlos. Ich hatte nur mein Bedauern geäußert, weil ich das nicht zum Verlosen anbieten konnte. Ich bin ja selbst ein langsamer Leser. Anders aber bei Petra, die ist eine Schnelle, so wie auch du. Daher finde ich es schade wenn die Teile dann so lange rumliegen. Aber halb so schlimm. 🙂

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