Sturm: Die Hjaldinger-Saga 2

sturm-hjaldinger-saga-iiDaniela Knor
Sturm. Die Hjaldinger-Saga 2
Das schwarze Auge Band 109

Fantasy Productions, Erkrath, 07/2009
TB, Fantasy
ISBN 978-3-89064-245-1
Titelbild von Arndt Drechsler
Karten von Thorsten Bieder

www.fanpro.com
www.daniela-knor.de
http://arndtdrechsler.com/

Titel erhältlich unter Buch24.de
Titel erhältlich unter Booklooker.de

Anders als viele andere Autoren der „DSA“-Reihe hat sich Daniela Knor einer Vergangenheit angenommen, die Jahrtausende zurück liegt und dem heutigen Aventurier nur mehr aus heroisch verbrämten Legenden, Sagen und Balladen bekannt ist. Die Thorwaler stammen nämlich von einer eigenen ethnischen Gruppe ab, die nicht viel mit den Ureinwohnern und anderen Siedlern zu tun hat – einer Gruppe von Flüchtlingen, die vor langer Zeit ihre angestammte Heimat Hjaldingard auf dem Westkontinent Myranor, auch ‚Güldenland’ genannt, verlassen hat.

Die Autorin hat es sich zur Aufgabe gemacht, die wahre Geschichte der Flucht zu erzählen. „Die Hjaldinger-Saga“ begann in „Glut“, in der das friedliche Leben der Bewohner ihrer rauen Heimat erstmals gestört wurde, denn das mächtigste Reich des Kontinents schickt sich an, auch sie unter ihre Herrschaft zu bekommen. Im zweiten Band „Sturm“ spitzen sich die Ereignisse zu. Obwohl Jurga und andere Anführer ihres Volkes die Grenzen des Landes verteidigt haben und die erste Welle der Invasionsarmee besiegen konnten, rückt das Imperium dennoch immer weiter auf ihre Heimat zu und wirft neue Truppen ins Feld. Die Freiheitskämpfer sind zahlenmäßig stark unterlegen und wissen eines: Ihre Feinde werden leichtes Spiel haben, wenn die stolzen Sippen und Stämme weiterhin uneins und zerstritten bleiben.

Deshalb setzen Jurga und ihre Freunde alles daran, ihre Brüder und Schwestern aufzurütteln und ihnen deutlich zu machen, dass sie nur eine Chance haben, wenn sie sich zusammen raufen und zueinander stehen. Doch so einfach, wie sie sich das vorgestellt haben ist ihr Unterfangen leider nicht, denn immer wieder fallen ihnen vermeintliche Verbündete in den Rücken oder Absprachen werden nicht eingehalten. Derweil rückt der Feind zu Wasser und zu Lande vor, zeigt den Hjaldingern mit Schwert und Magie, dass sie keine Gnade kennen und walten lassen werden …

Mittelbände einer Trilogie haben eine undankbare Aufgabe, und das zeigt sich auch bei „Sturm“. Im ersten Band wurde nicht nur das Kriegszenario geschaffen, die Autorin hat auch die wichtigsten Charaktere eingeführt. Nun spinnt sie die einzelnen Handlungsebenen und Schicksale weiter, ohne jedoch zu einem Ergebnis zu kommen. Der Roman ist zwar spannend, da sie sehr viel Action einbringt und von einem Kriegsschauplatz zum anderen springt, Kämpfe und Schlachten beschreibt, aber dennoch ist man nach der Lektüre unzufrieden. Sie nimmt sich für keine der Figuren wirklich Zeit, selbst Helden wie Jurga bleiben mehr als blass und reagieren nur auf das, was ihnen entgegen schlägt, anstatt konkret zu handeln. Nichts kommt zu einem Ergebnis, die Lage scheint sich nur immer mehr zu verschärfen und hoffnungsloser zu werden. Zurück bleibt das Gefühl, nichts Halbes und nichts Ganzes gelesen zu haben, denn auch die Geschehnisse wirken nur aneinandergereiht und greifen nicht schlüssig ineinander.

Alles in allem ist „Sturm“ einer der enttäuschenden Roman der Autorin und der Reihe, der vielleicht wirklich erst einen Sinn ergibt, wenn man den dritten Band mit dem Titel „Eis“ in Händen halten wird.

Copyright 2010 © by Christel Scheja (CS)

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