The Fountain

Darren Aronofsky & Ari Handel
The Fountain

Vertigo/DC, USA, 2005
Panini Comics, Stuttgart, 01/2007
PB mit Klappbroschur, vollfarbige Graphic Novel im Comicformat
auf Kunstdruckpapier
SF, Fantasy
ISBN 978-3-86607-337-1
Aus dem Amerikanischen von Bernd Kronsbein
Titelillustration und Zeichnungen von Kent Williams

www.paninicomics.de
www.darrenaronofsky.com
www.kentwilliams.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

In „The Fountain“ begleitet der Leser Tomas auf seiner Odyssee durch drei verschiedene Epochen: als Conquistador, der im 16. Jahrhundert auf der Suche nach dem Baum des Lebens auf Mayas trifft, als Mediziner der Gegenwart auf der Suche nach einem Heilmittel für die tödliche Krankheit seiner Frau und als Forscher in einer fernen Zukunft, der das Geheimnis eines sterbenden Sterns ergründen will. Letztlich handelt es sich ‚nur„ um eine Liebesgeschichte, die chronologisch korrekt im 16. Jahrhundert beginnt.

Dass es zu diesem Beginn noch eine weitere Vorgeschichte gibt und dass es nach einigen Seiten zu einem ständigen Wechsel zwischen den Epochen kommt, macht auch die Faszination dieses Comics aus. Die Storys an sich und die Personen bewegen sich in einem für derartige Geschichten üblichen Rahmen. Da gibt es keine großen Überraschungen oder dem Leser unklare Motivationen. Von den Epochenwechseln abgesehen verläuft die Erzählung gradlinig und strebt einem Ende entgegen, das dann zum einen chronologisch sauber in der Zukunft stattfindet, aber zum anderen auch wieder in die Gegenwart zurück führt.

Der Zeichenstil ist gewöhnungsbedürftig, unterstützt allerdings die phantastische Geschichte durch seine ‚Unsauberkeit„. Perspektiven und Proportionen sind häufig nur annähernd korrekt, Gesichter leicht verzerrt gezeichnet, und die Farbgebung geht in Richtung Aquarellmalerei ohne dessen ineinanderlaufende Farben zu imitieren. Interessant sind die Panels in denen Nebenfiguren nur durch Strichzeichnungen vor den einfarbigen Hintergrund gestellt werden. Tiefe bekommen bloß die jeweils Handelnden, was eine ganz eigene Wirkung hat.

Die Gegenwart wird mit eher tristen Farben und Farbtönen gestaltet, während Vergangenheit und Zukunft zum Großteil mit kräftigen Blau und Rottönen dargestellt werden. Metailreichtum findet hier nicht statt, die Geschichte wird durch angedeutete Mimik und wenig Text voran getrieben und weiß durchaus sowohl auf inhaltlicher, textlicher als auch auf der grafischen Ebene zu unterhalten. Wem die Lust nach einer Geschichte über Leben, Liebe und Tod steht, dem kann dieses Album durchaus empfohlen werden. Zum Vergleich zwischen Comic und Film sagt Autor und Regisseur Aronofsky: „Sie haben dieselbe Mutter, dieselbe Geschichte, aber die Kinder sind völlig einzigartig.“

Copyright © 2010 by Thomas Folgmann (ft)

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