Tiamat – Liebe zwischen den Welten

Tanja Heitmann
Tiamat – Liebe zwischen den Welten

cbt-Verlag, München, 04/2013
HC mit Schutzumschlag
Jugendbuch, Fantasy, Romance
ISBN 978-3-570-16120-3
Titelgestaltung von Kathrin Schüler unter Verwendung von Motiven von
Istockphoto/Vladimir Piskunov; Shutterstock (Eliks, Anna Tyukhmeneva)
Autorenfoto von Stefan Kröger

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Die 16-jährige Anouk Parson lebt mit ihrem Vater und dem Stiefbruder Sander im alten Herrenhaus Himmelshoch. Von außen wirkt das unheimliche Gemäuer normal. Das ändert sich, wenn man es betritt. Unter dem Kellergewölbe lauert ein Tor zu einer anderen Welt: Tiamat. Der Maelstroem erwachte 11 Jahre zuvor. Die Mutter hielt dieses Dasein nicht aus und verschwand aus dem Leben ihrer Familie. Dafür blieb Sander zurück. Er kann sich an sein vorheriges Leben nicht erinnern. Da der Maelstroem aber einen Wächter braucht, Anouk aber keinerlei Fähigkeiten oder Interesse daran hat, ist es Sander, der seinen Ziehvater unterstützt. Der Wächterzirkel beobachtet die Geschehnisse in dem Haus mit Misstrauen. Eine Barriere trennt Tiamat von der restlichen Welt, die nur von Sander und den Parsons durchdrungen werden kann. Das stört vor allem die Wächterin Filippa, die Anouk schon als Kind Angst einflößte. Dann kommen Gefühle ins Spiel. Der Herzensbrecher der Schule scheint sich ernsthaft für das Mädchen zu interessieren. Das passt Sander gar nicht. So kommt es zu einem überwältigenden Kuss zwischen den in der Öffentlichkeit als Geschwistern geltenden jungen Menschen. Zudem lüftet Sander Anouk gegenüber ein großes Mysterium aus der Vergangenheit. Ein Geheimnis, das ihr alles nehmen soll, was sie doch gerade erst gefunden hat: ihre große Liebe Sander.

Tanja Heitmann legte mit ihrem Erstling „Morgenröte“ einen Überraschungshit hin, der wochenlang in den Bestsellerlisten vertreten war. Die „Schattenschwingen“-Trilogie bewies, dass sie durchaus mit Autorinnen wie Stephenie Meyer mithalten kann, ja, sie sogar überflügelt, wenn es um romantische Fantasy-Geschichten für Jugendliche geht. Sie versteht es hervorragend, ihre Leser zu fesseln.

Die Geschichte um „Tiamat“ handelt von einer außergewöhnlichen Familie, die unsere Dimension vor Parallelwelten schützt. Ab und an kommen Besucher von dort und richten heillose Zerstörung an. Die Wächter behüten die Tore und jagen und zerstören alles, was von der anderen Seite kommt. Damit wollen sie vertuschen, dass sie selber einst die Katastrophe auslösten und die Schuld daran tragen, dass es Tore zu verschiedenen Welten gibt. Vor allem Filippa, eine Gesandte des Wächterzirkels, versauert den Parsons das Leben. Mit unglaublicher Arroganz dringt sie in ihre Intimsphäre ein und durchsucht regelmäßig das Herrenhaus. Sie lauert nur auf ihre Chance, die Parsons zu vertreiben und Tiamat zu verschließen. Dass Beton nur wenig gegen magische Mächte hilft, scheint ihr nicht ganz klar zu sein. Sie ist der Typ, der erst schießt und dann Fragen stellt. Sie entpuppt sich im Laufe der Handlung als sehr unsympathische Person, der man die Pest an den Hals wünscht. Sander und Jakob Parson verbindet nur die Bewachung des Maelstroem, der Tiamat von der realen Welt trennt. Ansonsten herrscht zwischen den beiden Männern eisige Funkstille. Anouk ist dies gewohnt, hinterfragt die Gründe jedoch nicht, um das kleine bisschen Normalität, das sie in ihren Alltag gebracht hat, nicht zu zerstören. Sie selber streitet sich gerne mit Sander, und die beiden lieben es, ihre Wortgefechte auszutragen. Gute Freunde und eine Großmama, die Tarotkarten legen kann, helfen den jungen Leuten, wenn ihnen alles zu viel wird.

Diese Konstellation aus Normalität, Fantasy und Esoterik wird von Tanja Heitmann wunderbar miteinander verbunden. Sie würzt die romantische Story mit actionreichen Geschehnissen und stellt ihren Protagonisten gute Freunde an die Seite, die zu ihnen halten, wenn es mal brenzlig wird. Die Autorin beendet ihre Geschichte mit einem überraschendem Finale, das ein klein wenig Wehmut aufkommen lässt. Die Story gilt zwar als abgeschlossen, doch die Idee ist so hervorragend, dass sich Tanja Heitmann vielleicht wieder einmal dem Wächterzirkel zuwenden wird und so neue Geschichten über Parallelwelten und ihre Bewohner den Weg in ihre Bücher finden.

Wer von dem Schreibstil der Autorin und ihrer unglaublichen Fantasie fasziniert ist, sollte sich auch ihre Romane „Traumsplitter“ und die „Schattenschwingen“-Trilogie nicht entgehen lassen. Auch diese Geschichten haben einen fantastischen Hintergrund. Die Internetseite der Autorin ist sehr informativ gestaltet. In ihrem Blog können sich interessierte Leseratten jederzeit darüber informieren, an welchen Projekten gerade gearbeitet wird. Eventuell überrascht sie ihre Fans dort mit neuen Informationen über den Wächterzirkel?

Copyright © 2013 by Weddehage, Petra (PW)

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