Urgum der Barbar

Kjartan Poskitt
Urgum der Barbar

Urgum the Axeman, GB, 2006
cbj-Verlag, München, 2/2008
HC, Jugendbuch, Fantasy, 978-570-13382-8, 432/1495
Aus dem Englischen von Vanessa Walder
Titelillustration und Innenillustrationen von Philip Reeve
www.cbj-verlag.de
www.kjartan.co.uk/
www.mortalengines.co.uk/

Was zeichnet eigentlich Barbaren aus? – Sie sind laute und stinkende Raufbolde, die in einer Höhle wohnen, keine anderen Herrscher über sich anerkennen als ihre Götter und auch vor denen nicht unbedingt immer Respekt haben. Ihr Lebenszweck ist das Herumreiten und Kämpfen, damit sie am Ende auch jedes Recht haben, an der Tafel der Götter zu sitzen und ein Heldenmahl zu verschlingen.

Zu dieser Gattung gehört auch Urgum, der zusammen mit seinen sieben Söhnen die Gegend unsicher macht. Mit dem Wahlspruch Haben wir Schiß? Nö! Kümmert’s uns? Nö! Wir sind völlig IRRE! ziehen sie durch die Lande und arbeiten daran, über die Klinge zu springen. Vor allem Urgum sucht den Tod. Er möchte endlich den verdienten Lohn einfordern.

Was er aber nicht ahnt, ist, dass seine Götter gar nicht so erbaut darüber sind, wieder jemanden aus seiner Familie in ihrer Mitte zu haben. Immerhin sind sie gerade erst seinen Vater losgeworden. Und so ersinnen Tangal und Tangor, die unzertrennlichen Zwillingsgötter, einen Plan.

So wie er sich jetzt benimmt, wollen sie Urgum sicher nicht bei sich haben. Er soll erst mal ein wenig Vernunft und Verantwortung lernen. Und wie sollte das besser gelingen als durch ein Mädchen. Denn immerhin neigen Väter dazu, wie eine Glucke über ihre Töchter zu wachen.

Und so erlebt Urgum eine Überraschung, als er nach Hause zurückkommt. Seine Frau ist nicht nur wütend, dass er zehn Jahre weg geblieben ist – sie präsentiert ihm auch seine Tochter, ein hübsches Mädchen namens Molly, dass sie all die Jahre so aufziehen konnte, wie sie wollte.

Der Barbar ist zutiefst verwirrt, denn die Kleine ist ganz anders als seine Söhne und doch um einiges interessanter. Ohne es zu wollen, beschäftigt er sich mehr mit ihr als mit seinen anderen Kindern. Und so scheint der Plan aufzugehen. Die Götter sehen mit Wohlwollen, dass ihm plötzlich andere Dinge wichtiger werden, auch wenn er im Herzen ein Barbar bleibt…

Die Geschichte um den wilden Barbaren und seine recht eigensinnige Familie wird mit einem frechen Augenzwinkern erzählt, das Kinder ab zehn Jahren höchst lustig finden werden und auch noch den einen oder anderen Erwachsenen zum Schmunzeln reizen dürfte.

Kjartan Poskitt stellt so manches Klischee auf den Kopf, das man aus der Heroic Fantasy kennt. Wenn auch etwas vereinfacht, so findet man doch all die uns lieb gewordenen Helden und Bösewichter wieder – angefangen mit dem kernigen Barbaren, seiner selbstbewussten, wenn auch etwas Kultur beflissenen Frau bis hin zu der intriganten, adligen Hofgesellschaft der nahen Stadt und ihren lästigen Soldaten und Steuereintreibern.

Nur die Abenteuer dazu sind natürlich kindgerecht aufbereitet und für ältere und erfahrene Leser schneller zu durchschauen. Dennoch wird einem das Lesen nicht langweilig, denn die unzähligen Illustrationen sind genauso schräg wie der Text. Das Buch wäre jedenfalls ohne die humorvoll überspitzten Bilder nur halb so interessant, da sie die Inhalte der Erzählung noch auf die Spitze treiben.

So kann Fantasy auch sein – sie muss sich selbst nicht ernst nehmen und von großen Schicksalen künden; sie kann auch mit frechen Ideen und verrückten Begebenheiten zum Lachen anregen.

Genau das macht „Urgum der Barbar“ zu einem abwechslungsreichen Abenteuer für alle jungen und jung gebliebenen Leser. (CS)

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Urgum der Barbar

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