Verliebt in einen Vampir

Lynsay Sands
Verliebt in einen Vampir

Argeneau-Serie 1
Love Bites, USA, 2004
Egmont LYX, Köln, 10/2008
TB mit Klappbroschur, Romantic Fantasy, Mystery-Krimi, 978-3-8025-8171-7, 334/995
Aus dem Amerikanischen von Regina Winter
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendung eines Motivs von Shutterstock

www.egmont-lyx.de
www.lynsaysands.net
www.hildendesign.de
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Auf dem Obduktionstisch der Pathologin Rachel Garrett landet zweimal dieselbe Leiche eines überaus attraktiven Mannes – wie kann das sein? Allerdings ist ihre Erinnerung getrübt, teils durch eine Grippe, teils durch eine gedankliche Manipulation, die das Bild des Toten auslöschte. Als dann auch noch ein Unbekannter, Axt schwingend, in das Labor eindringt und die Leiche enthaupten will, versucht sie, ihn aufzuhalten. Die Folgen sind fatal. Sterbend bricht Rachel über dem Toten zusammen…

… und erwacht unverletzt in einem fremden Haus. Auf der Suche nach jemandem, der ihr verraten kann, was geschehen ist, betritt sie ein Arbeitszimmer, in dem ein Sarg steht. Aus diesem erhebt sich niemand anderes als jener gut aussehende Tote. Zu gern würde Rachel glauben, dies wäre lediglich ein Traum, denn Vampire gibt es gar nicht, und die Zähne, die ihr wachsen, können gar nicht echt sein.

Es bleibt ihr jedoch nichts anderes übrig, als die erstaunliche Tatsache zu akzeptieren, dass sie nun ein Vampir ist – ohne die Wandlung hätte der Axthieb sie getötet. Nach und nach beginnt Rachel, die Vorteile ihres neuen Lebens zu sehen, vor allem wenn sie in den Armen von Etienne Argeneau liegt.

Allerdings ist der Verrückte immer noch frei und will Etienne töten. Unglücklicherweise kennt er das Geheimnis der Argeneaus…

Romantische Fantasy-Romane, in denen die Kreaturen der Nacht die Helden und begehrenswerte Liebhaber sind, faszinieren nun schon seit einer geraumen Weile die Leserinnen zwischen 15 und 30 Jahren. In diesen Büchern stehen weniger harte Action oder gar Splatter-Szenen im Vordergrund, stattdessen geht es um die Irrungen und Wirrungen des Herzens, wie sie nicht anders in Arzt-, Heimat- und ähnlichen Romanen geschildert werden.

„Verliebt in einen Vampir“, der erste Band der „Argeneau“-Serie, fällt ebenfalls in diese Kategorie. Inhalt und Stil lassen sich am ehesten vergleichen mit den Büchern von Katie MacAlister, die im gleichen lockeren, flotten Ton mit einer dicken Prise Humor die Beziehungen zwischen Menschen und Vampiren aus weiblicher Sicht thematisiert und auch der Erotik einen angemessenen Platz einräumt.

Der Zufall will es, dass eine junge Frau einen Vampir vor dem endgültigen Tod bewahrt. Dafür revanchiert er sich, indem er ihr Leben rettet und dabei pikanterweise die einzige Wandlung durchführt, die ihm erlaubt ist. Normalerweise spart sich jeder Vampir diese für den Lebensgefährten auf, doch Etienne fühlt sich Rachel verpflichtet, so dass er bereit ist, sein persönliches Glück für die Fremde zu opfern.

Zunächst kann Rachel es kaum fassen, was mit ihr passiert ist, doch zunehmend gewöhnt sie sich an das Dasein als Vampir, denn die Vorteile machen die Nachteile mehr als wett. Vor allem der Sex ist aufgrund der gesteigerten Wahrnehmungsfähigkeiten einfach grandios, und Etienne hatte gut 300 Jahre Zeit zum Üben. Entsprechende Szenen würzen die humorige Handlung.

Einzige Wermutstropfen für das Paar sind das Familienoberhaupt Lucian, der zu drastischen Maßnahmen bereit ist, um die Vampire vor der Entdeckung zu schützen, sowie Etiennes Möchtegern-Mörder, dem Rachel in die Hände fällt. Dadurch kommt am Schluss sogar noch etwas Spannung auf: Kann Etienne die Frau, die er liebt, retten? Ist Rachel stark genug, dem Hunger zu widerstehen und ihren Entführer nicht zu wandeln? Kann dieser den Vampir-Clan durch sein Wissen in Gefahr bringen?

Lynsay Sands peppt eine gängige Liebesgeschichte mit so vielen phantastischen Elementen auf, wie gerade nötig sind, um der Story immer wieder eine unerwartete Wende zu verleihen. Dabei modifiziert sie den Vampir-Mythos ein wenig und macht die Argeneaus zu Nachfahren der Atlanter, die durch ein missglücktes Experiment zu Blutsaugern mit allen positiven und nahezu keinen negativen Eigenschaften des klassischen Vampirs wurden. Sie sind nicht böse und töten i. d. R. auch nicht aus Blutlust, schließlich gibt es inzwischen Blutbanken, und es ist angenehmer, unerkannt unter den Menschen zu leben, als von ihnen gejagt zu werden.

Da sie jedoch relativ unsterblich sind und darum ihre Population stabil bleiben sollte, dürfen sie nur ein einziges Mal jemanden wandeln, was Etienne einen großen Verzicht auferlegt – doch Bücher wie dieses verlangen ein Happy End, und der Ausgang ist schon früh absehbar.

Nebenbei werden die Weichen für weitere Romane gestellt, die unabhängig voneinander zu lesen sind und sich mit den weiteren Familienmitgliedern der Argeneaus beschäftigen.

Der Roman erfüllt die Erwartungen der Zielgruppe, die von schönen, faszinierenden und sympathischen Protagonisten lesen will, eine zeitgenössische, flotte Sprache bevorzugt und auch erotischen Momenten nicht abgeneigt ist, in der die Dinge beim Namen genannt werden.
Den Freunden der klassischen Gothic Novel oder des Splatters dürfte der Titel allerdings zu viel Romantik und zu wenig Phantastik bieten. (IS)

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Verliebt in einen Vampir

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