Yelena und die Magierin des Südens

Maria V. Snyder
Yelena und die Magierin des Südens

Yelena 1 Poison Study
USA, 2005
MIRA TASCHENBÜCHER im CORA Verlag
Hamburg, 03/2011 TB
Fantasy
ISBN 978-3-89941-824-8
Leseprobe aus Maria V. Snyders „Yelena und der Mörder von Sitia”/795
Aus dem Amerikanischen von Rainer Nolden
Titelgestaltung von fredebold&partner, Köln/pecher und soiron, Köln unter Verwendung eines Motivs
von Harlequin Enterprises S. A., Schweiz/Henry Steadman, London/Lott Representatives, New York

www.mira-taschenbuch.de
www.mariavsnyder.com

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Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei ebook.de

Yelena droht die Todesstrafe, weil sie nach den Gesetzen der militaristischen Ixia ein schweres Verbrechen begangen hat. Kurz vor ihrer Hinrichtung unterbreitet ihr der Sicherheitschef Valek ein Angebot, das kaum mehr ist als die Wahl zwischen Pest und Cholera. Die junge Frau entscheidet sich dafür, nach dem Strohhalm zu greifen, ihr Leben zu verlängern und die Vorkosterin von Commander Ambrose zu werden. Valek höchstpersönlich macht Yelena mit den unterschiedlichen Giften vertraut und sichert sich ihre Loyalität durch ‚Schmetterlingsstaub‘: Sollte sie fliehen und das Gegengift nicht rechtzeitig erhalten, wird sie unter Qualen sterben. Yelena passt sich ihrem neuen Leben schnell an, muss jedoch ständig auf der Hut sein, denn General Brazell will sie nicht so einfach davonkommen lassen. Auch Irys aus Sitia, „Die Magierin des Südens“, hat Pläne, für die sie Yelena braucht, denn diese verfügt über große Kräfte – in Ixia ein weiterer Grund, sie zu töten …

Die MIRA-TASCHENBÜCHER stehen in erster Linie für romantische Gegenwartslektüren, aber auch für Paranormal Romances, schon seltener für Krimis und waschechte Fantasy – wie sie die „Yelena“-Trilogie offeriert. Befürchtete man schon, mit einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte konfrontiert zu werden, die von der Autorin durch vage fantastische Elemente aufgepeppt wurde, so wird man schon nach wenigen Seiten angenehm überrascht. Die Handlung beginnt unmittelbar vor der Hinrichtung der Titelfigur, der eine zweite Chance gegeben wird, wenngleich sie nicht weiß, wann sie als Vorkosterin das Opfer eines Giftanschlags auf ihren Herrn oder zum Ziel der Rache ihrer eigenen Widersacher wird. Eine Fluchtmöglichkeit gibt es nicht; dafür sorgte der vorausschauende Valek, der Yelena wider Willen fasziniert. Durch Rückblenden erfährt man, wodurch sich Yelena Brazells Hass zuzog und warum sie gehenkt werde sollte.

In die Geschichte eingeflochten sind Informationen zum Background: Das nördliche Ixia wird seit einer Generation von einer Militärdiktatur beherrscht, die das Volk durch harte Gesetze kontrolliert. Das Töten ist genauso verboten wie der Einsatz von Magie, und es gibt keine Gnade für jene, die dieser Vergehen überführt werden. Das südlich gelegene Sitia hingegen ist die Heimat der Magier. Nicht nur wird Yelena in die Intrigen des Palastes hineingezogen, sondern auch in Ereignisse jenseits der Grenze. Sie muss viel lernen, auch wer ihre Freunde und Feinde sind. Die Beziehung zu Valek ist zunächst rein zweckmäßig, doch ahnt man früh, dass die beiden einander näherkommen werden. Allerdings bleibt die Romanze schmückendes Beiwerk, denn die spannenden, abwechslungsreichen und lebendig erzählten Ereignisse stehen von Anfang bis Ende im Vordergrund.

Obwohl Yelena einige Probleme lösen konnte, ist ihre Geschichte noch nicht vorbei: In „Yelena und der Mörder von Sitia“ sowie „Yelena und die verlorenen Seelen“ werden weitere Fragen beantwortet, die jetzt noch offen geblieben sind. Schätzt man packende Fantasy mit einer sympathischen Protagonistin, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen will, wird man von diesem Auftaktband sehr gut unterhalten und gespannt auf die Fortsetzungen warten.

Copyright © 2013 by Salzmann, Irene  (IS)

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