Töchter des Nordlichts

Christine Kabus
Töchter des Nordlichts

Bastei Lübbe
ISBN 978-3-404-16884-2
Frauenroman
Erschienen: 14.02.2014
Titelillustration: © shutterstock/Pictureguy; © shutterstock/Conny Sjostrom;
© shutterstock/Pi-Lens; © shutterstock/BMJ; © shutterstock/Strahil Dimitrov
Umschlaggestaltung: Tanja Ostlingen
Taschenbuch, 559 Seiten

www.luebbe.de
www.christine-kabus.com

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Die Autorin:

Christine Kabus, 1964 in Würzburg geboren, arbeitete nach ihrem Studium der Germanistik und Geschichte als Dramaturgin und Lektorin bei verschiedenen Film- und Theaterproduktionen, bevor sie sich 2003 als Drehbuchautorin selbstständig machte.
Schon als Kind zog sie der hohe Norden, den sie zunächst durch die Bücher von Astrid Lindgren und Selma Lagerlöf kennenlernte, in seinen Bann. Vor allem die ursprüngliche, mythische Landschaft Norwegens beflügelte ihre Phantasie. Sie begann, die Sprache zu lernen und sich intensiv mit der Geschichte Norwegens zu beschäftigen

Das Buch:

In „Töchter des Nordlichts“ entführt die Autorin Christine Kabus ihre Leser nach Norwegen und das in zwei unterschiedlichen Handlungssträngen.

Da ist zum einen Nora, die in der heutigen Zeit lebt und als Erzieherin ihren Lebensunterhalt verdient. Vor einiger Zeit hat sie sich mit ihrer Mutter überworfen, doch dann nähern sich die zwei Frauen einander wieder an und Nora erfährt endlich wer ihr leiblicher Vater ist. Gemeinsam mit ihrer Mutter reist sie in die alte Heimat des Vaters und findet dort ihre Familie und ihre Wurzeln. Doch alles ist so fremd und gewöhnungsbedürftig und Land und Leute, aber auch ihre Gefühle beherrschen Nora stärker als je zuvor.

Zum anderen lernt der Leser die neunjährige Áilu kennen, die als Sami mit ihrer Familie 1915 in der Finnmark ein Nomadenleben führt und während der Wanderschaft mit den Rentieren durch norwegische Behörden der Familie entrissen und in ein Internat gesteckt wird. Das Mädchen hat fortan unter Hunger, Schlägen und Einsamkeit zu leiden und muss erfahren wie wenig die Norweger von der samischen Kultur halten. Ihre Herkunft holt sie immer wieder ein, auch wenn sie zwischendurch Phasen des Glücks erleben darf.

Natürlich hängen die beiden Handlungsstränge zusammen und der Autorin gelingt hier eine perfekte Verknüpfung. Auch ohne diese Verbindung sind beide Geschichten für sich über viele Seiten hinweg einfach nur lesenswert und dabei sehr emotional und aufwühlend. Als Leserin habe ich mich gefühlt als wäre ich selbst vor Ort und würde diese fantastische Landschaft bereisen dürfen. Die Weitläufigkeit und die Natur waren auf jeder Seite sehr deutlich spürbar. In diese Geschichte muss man einfach versinken. Sie ist von der ersten bis zur letzten Seite ein wahrer Lesegenuss. Und natürlich kommt hier auch die Liebe nicht zu kurz, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart.

Eine wundervolle Erzählung, die verdeutlicht wie schwer es die Urbevölkerung, die Sami, im Norden Norwegens gehabt haben und wie intensiv sich diese Konflikte auch noch in die heutige Zeit auswirken. Geschichte darf hier hautnah erlebt werden.

Copyright © 2014 by Iris Gasper

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