Lust auf Vegan

Aine Carlin
Lust auf Vegan
100 einfache, gesunde und köstliche Rezepte

Keep it Vegan
Edition Michael Fischer
ISBN: 978-3-86355-262-6
Essen & Trinken, Gesundheit
1. Auflage 10/2014
Aus dem Englischen von Iris Halbritter
176 Seiten, Format 23 x 29 cm
Hardcover, 100% Naturpapier

www.edition-m-fischer.de

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Die Autorin

Aine Carlin bloggt seit 2009 auf www.peasoupeats.com über vegane Ernährung und nachhaltige Lebensweise, und arbeitet nach Beendigung ihrer Schauspielerlaufbahn als Kolumnistin und Autorin für diverse Magazine.
(Quelle: Edition Michael Fischer)

Das Buch

Vorausschickend eine Klarstellung: ich bin weder Vegetarier – oder gar Veganer! – noch hatte ich in der Vergangenheit irgendwelche Ambitionen, Grundlegendes an meinen Essgewohnheiten zu ändern. Allerdings besteht das Leben ausschließlich aus Veränderung. Beispielsweise macht nicht-vegetarisches Essen viel träger, da der Körper viel mehr mit Verdauen beschäftigt ist, was ich aus meiner Studentenzeit noch gut in Erinnerung habe: zähe Vorlesungen direkt nach dem Mittagessen, an deren Inhalte ich mich später nur schwer entsinnen konnte. Hatte ich mich in der Mensa für vegetarisches entschieden, fühlte ich mich danach sehr viel munterer und verspürte mehr Tatendrang. Vegan wird ein Gericht im Prinzip dann, wenn darüber hinaus auch keine Milchprodukte oder Eier mehr verwendet werden. Weder der im Allgemeinen geringere Energieinhalt vegetarischer – oder veganer – Speisen wäre ein Grund, sich dagegen zu entscheiden, denn klar ist, dass sich die meisten Leute weit mehr Kalorien einverleiben als sie tatsächlich benötigen, noch der Geschmack, was die zum Großteil einfachen, aber mitunter recht pfiffigen und kreativen Kreationen von Aine Carlin zeigen.

Spaß an der Zubereitung und Lust auf Genuss, das ist es, was Aine Carlin, Autorin von “Lust auf vegan”, den Lesern vermitteln möchte – keine ideologische Gehirnwäsche. Die meisten der 100 Rezepte sind relativ einfach zuzubereiten, wobei es sich oft um bekannte vegetarische Gerichte handelt, die durch Ersetzen von Milchprodukten (Milch, Joghurt, Sahne usw.) und Eiern mit den jeweiligen veganen Äquivalenten zu rein veganen Gerichten werden, beispielweise das Bircher-Müsli, das statt mit Milch mit Reismilch übergossen wird, oder die Zucker-Plätzchen aus einer Art Rührteig, dem einfach die Eier vorenthalten werden. Letztere funktionieren trotzdem tadellos – und schmecken klein und groß hervorragend! Tofu als Fleischersatz wird nur sehr wenig eingesetzt.

Die reiche Auswahl an Rezepten ist unterteilt in die Kapitel “Frühstück, Brunch & mehr”, “Mittagessen & schnelle Abendessen”, “Für besondere Anlässe”, “Beilagen & Soßen” und “Süße Leckereien”. Bilder gibt es leider nur zu etwa einem Drittel der Gerichte, allerdings, und das ist eher ungewöhnlich, hat die Autorin zu jedem(!) ihrer 100 Rezepte eine kleine Einführung geschrieben mit einer Anekdote oder einer Geschichte zu dessen Entstehung. Mit ihren herrlich selbstironischen Bemerkungen wirken diese kleinen Texte sehr authentisch und sympathisch. Zu ihren „Rum-Bananen“ bemerkt sie beispielsweise, dass diese Früchte, da sie auf den britischen Inseln nicht heimisch sind, zwar eine hohe Kohlendioxid-Bilanz aufweisen würden, aber einfach viel zu lecker seien, um darauf zu verzichten. Auch Veganer bräuchten schließlich ein Laster! Diese spritzigen, nur wenige Sätze langen Beitexte mit ihrem augenzwinkernden Witz machen mindestens genauso viel Lust auf’s Nachkochen wie Bilder mit appetitlich angerichteten Speisen. Zudem geht man zusätzlich mit einem fröhlichen Grinsen ans Werk. Pro Seite wird ein Rezept präsentiert inklusive Zutatenliste, gut verständlicher Zubereitung und gegebenenfalls Tipps oder Variationsmöglichkeiten, und am Ende des Buches gibt es ein sehr gutes Register.

Mir als Nicht-Veganer ist als allererstes der Erdbeer-Vanille-”Käsekuchen” aufgefallen. Wie soll die Masse auf dem Boden halten und nicht zerfließen, wenn nicht mit (tierischer!) Gelatine nachgeholfen wird? Die Antwort ist recht verblüffend: mit Cashewkernen, die richtig behandelt einen ähnlichen Zweck erfüllen. So ansprechende Kreationen wie “Makkaroni ohne Käse mit krossem Grünkohl”, die “Süßkartoffel-Kiwi-Suppe” mit Chips aus den Schalen der Süßkartoffel und viele andere warten noch auf ihre Premiere in meiner Küche.

Fazit

Aine Carlins 100 einfache, gesunde und köstliche Rezepte machen möglicherweise “Lust auf vegan”, auf alle Fälle macht das Durchlesen, Ausprobieren und Variieren eine Menge Spaß. Durch die nicht allzu schwierigen Zubereitungen sind die Rezepte voll alltagstauglich. Empfehlenswert ist das Buch für alle, die sich vegan ernähren oder die vegane Küche ausprobieren möchten.

Copyright © 2014 by Michael Bahner

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