Wieso macht die Tomate dick?

Strunz, Ulrich
Wieso macht die Tomate dick?


Verlag: Heyne Verlag
Medium: Buch
Seiten: 176
Format: Gebunden
Sprache: Deutsch
Erschienen: Januar 2011
ISBN-10: 3453179234
ISBN-13: 978-3453179233

Autorenporträt

Dr. med. Ulrich Strunz ist praktizierender Internist und Gastroenterologe. Er entwickelte das Forever-Young-Erfolgsprogramm für geistige und körperliche Höchstleistung und gehörte in seiner Altersklasse zur Weltspitze der Triathleten. In Vorträgen, Seminaren und TV-Auftritten begeistert er jedes Jahr Zehntausende von Menschen und bringt sie dazu, sich zu bewegen.

Inhalt & Fazit

Der Ernährungsratgeber “Wieso macht die Tomate dick?” präsentiert ein neues Diätkonzept in vier verschiedenen Kapiteln.

Das Buch wurde wie folgt unterteilt:

I. Thesen
1. Isst der Mensch, was er ist?
2. Macht die Tomate wirklich dick?
3. Ein Leben ohne Brot auf Rezept
4. Gute Laune & Super-Leistung
II. Praxis – Die No-Carb-Schnupperwoche
III. Tabelle – Die große Carb-Tabelle
IV Anhang

Die Thesen des Buches erscheinen grundlegen logisch. Diese Diät geht davon aus, erst einmal alle Kohlenhydrate konsequent aus der Ernährung zu streichen. Dank der gestrichenen Kohlenhydrate bleibt der Blutzuckerspiegel niedrig und das Hungergefühl bleibt aus. Hier ist man dann so radikal zu Gange, dass einem eigentlich nur noch ein Eiweiß-Pulver weiterhelfen kann, das wie es der Zufall so möchte, ebenfalls vom Autor des Buches vermarktet wird. Natürlich ist Bewegung ein Teil des Diätpakets. Sieht man einmal vom Eiweiß-Pulver ab, das einem zwanghaft verkauft werden soll scheint der grundlegende Ansatz: Kohlenhydratreduktion und Bewegung sinnvoll.

Am Ende des Buches ist dann eine ausführliche Kohlenhydrattabelle zu finden, die einem Helfen soll versteckte Kohlenhydrate zu umschiffen. Er begann der wahre Ärger mit diesem Konzept. Den auf einmal blieben nicht nur Kohlenhydrate verboten. So wurden alle Fleischsorten mit einem hohen tierischen Fettanteil als Kohlehydratfallen markiert – ohne das auch nur ein Gramm hiervon enthalten wäre. Hier hätte ich mir mehr Verbraucherinformation gewünscht. Ist man nämlich ehrlich, werden nicht nur die Kohlenhydrate gestrichen. So kann man Schwein gleich direkt aus dem Speiseplan verbannen, aber auch Doppelrahmfischkäse wird verboten, Schmelzkäse, Brathähnchen und vieles mehr. Durch die Kohlenhydratmarkierung schafft der Autor nämlich flugs auch alles mit einem hohen Fettanteil vom Tisch.

Zusammengefasst sind also die Faktoren Kohlenhydrate und Fett gleichermaßen gewichtet. Schon hat man fast das gleiche Programm wie man beim Abnehmen beim Arzt verschrieben bekommt: Essen sie hauptsächlich Gemüse und weißes Fleisch, achten sie darauf keine Transfette zu sich zu nehmen. Besonders ärgerlich war hierbei, dass nur wenige Rezepte enthalten waren. Hierzu vermarktet der Autor aber zum Glück gleich das passende Kochbuch, bei dem natürlich zu jedem Gericht Eiweiß-Pulver hinzugefügt werden muss.

Kurz um: Dieses Diätbuch schafft auch nicht mehr oder weniger als ähnliche seiner Art, mal abgesehen davon, dass der Geldbeutel dank nötigem Eiweiß-Pulver erleichtert wird.

Copyright (Texte) © 2017 by Yvonne Rheinganz / (grafische Präsentation) © 2017 by Detlef Hedderich

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