Der Kuss des Anubis

der-kuss-des-anubisBrigitte Riebe
Der Kuss des Anubis

cbj-Verlag, München, 1. Auflage: 4/2009
HC mit Schutzumschlag, Jugendbuch, Geschichte, Romance
ISBN 9783570136799
Titelgestaltung von Hauptmann & Kompanie, Werbeagentur München – Zürich,
Hanna Hörl unter Verwendung von Motiven von Shutterstock, Ilya Yakushev
Karte von N. N.
Autorenfoto von Jorinde Gersina

www.cbj-verlag.de
www.brigitteriebe.com/

Miu lebt mit ihrem Vater Ramose, einem Balsamierer, und ihrer Großmutter Raia in Waset. An die Mutter, die vor Jahren verstarb, hat sie nur vage Erinnerungen. Dank des angesehenen Berufs ihres Vaters wächst Miu relativ unbeschwert auf und genießt so manche Freiheiten. Zufällig belauscht das Mädchen das Gespräch zweier zwielichtiger Männer und entnimmt den Worten, dass ein Attentat auf den jungen Pharao geplant ist. Miu vertraut sich Raia an, die am Hof einige Leute kennt, die dafür sorgen, dass man ihre Enkelin anhört. Schließlich wird sie sogar vor Tutenchamun geführt, und beide erinnern sich, dass sie einander als Kinder schon einmal begegnet sind.

Tatsächlich verdankt es der Pharao dieser Warnung, dass er zwei Anschläge überlebt. Aber nicht nur deshalb lädt er Miu wieder und wieder in seinen Palast ein. Raia und Ramose gefällt das gar nicht, denn Anchesenamun, die schwangere Königin, kennt Mittel und Wege, um Nebenfrauen beseitigen zu lassen, die eine Bedrohung für sie sein könnten. Miu erkennt nicht die Gefahr, in der sie schwebt, denn sie lässt sich von dem nur wenig älteren jungen Mann bezaubern. Als sie sich ihm jedoch verweigert, verliert sie die Gunst, die sie so dringend braucht, um ihren Vater und Ani, ihren Cousin, zu retten. Beide wurden als Grabräuber angeklagt, und die Schändung wird mit dem Tod bestraft. Miu weiß, dass sie beiden unschuldig sind, aber ihr fehlen die Beweise. Die Spuren führen erneut zu den Attentätern, deren Auftragsgeber höchste Ämter bekleiden und immer noch Tutenchamuns Tod wollen…

Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin. Sie schreibt Krimis und Gesellschaftsromane, kann ihre Kenntnisse jedoch am besten im Bereich des historischen Romans einbringen. „Der Kuss des Anubis“ ist ihr erstes Jugendbuch und entführt die Leserschaft nach Ägypten und in das Jahr 1323/24 v. Chr. Die Wogen des Widerstands, die Echnatons Monotheismus hervorgerufen hatte, sind geglättet, doch Tutenchamun, unter dem die alten Götter wieder zu Ehren kamen, hat viele Feinde, von denen sich einige in seiner unmittelbaren Umgebung aufhalten. Dass er Miu, die ihn vor einem Mörder warnt, Gehör schenkt, ist sein Glück. Er möchte sich revanchieren, doch trotz ihrer Verliebtheit bleibt Miu realistisch, nicht zuletzt deshalb, weil sie auch das andere Gesicht des freundlichen jungen Pharao erlebt. Außerdem ist da noch Ani, mit dem sie schon immer gern ihre Zeit verbrachte, der sich aber verändert hat, seit er verwundet aus dem Krieg gegen Kusch zurückkehrte. Durch ihre Einmischung gerät Miu in große Gefahr, und auch die Menschen, die ihr nahe stehen, bekommen die Macht jener zu spüren, die für ihre Ziele über Leichen gehen.

Die Geschichte nimmt – im Rahmen der historischen Fakten – ein gutes Ende, wie man es sich wünscht, wie es vor allem von Jugendbüchern erwartet wird. Für Miu gibt es eine große Überraschung, die Intrigen und Geheimnisse, die das Leben ihrer Angehörigen und Freunde beeinflusst haben, werden endlich aufgelöst. Drei Männer interessieren sich für sie (auch der Gehilfe von Ramose umwirbt sie), und schließlich trifft sie ihre Entscheidung. Auf diese Weise wird die spannende Geschichte, deren Ausgang man erahnt, um romantische Momente ergänzt, die jedoch ‚clean’ bleiben. Dadurch werden bereits Leserinnen ab 12 Jahren angesprochen, die sich mit der sympathischen Miu leicht identifizieren können. Die Protagonistin ist selbstbewusst und gewitzt, schwankt wie viele Pubertierende zwischen kindlichen Reaktionen und bedachtem Handeln, sie schwärmt für einen Traummann, begreift dann aber doch, dass es einen gravierenden Unterschied zwischen Verliebtheit und Liebe gibt.

Das Buch erfüllt die Erwartungen bestens und spricht ein All Age-Publikum an, das historische Romane schätzt, die in farbenfrohe Hintergrundbeschreibungen eine Romanze und Krimi-Elemente einbinden. Die Autorin erzählt flüssig und mitreißend. Man merkt auch, dass sie sorgfältige Recherchen betrieben hat, um auf aktuellen Fakten aufbauen und Lücken mit Phantasie ausfüllen zu können. Im Anhang findet man ein informatives Nachwort, eine Zeittafel und ein Glossar, ferner passende Literaturempfehlungen (Sachbücher). Alles in allem kann das Buch Genre-Fans aller Altersgruppen überzeugen. Wer Titel wie Ulrike Schweikerts „Die Maske der Verräter“ oder Michelle Zinks „Die Prophezeiung der Schwestern“ mag, wird auch viel Spaß an „Der Kuss des Anubis“ haben. (IS) (3xPRT)

Titel bei Amazon.de:
Der Kuss des Anubis

BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
.
www.buchrezicenter.de veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon* gestellt haben, die richtig beantwortet werden mussten.
.
Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
.
Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!
.
Die Gewinner der Preisrätseltitel:
.
1. Gerhard Wiesmann
2. Anja Krebs-Hochmuth
3. Phillip Schäfer
.
Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.