Ephesos – Eine antike Metropole in Kleinasien

Dr. Wolfram Letzner
Ephesos – Eine antike Metropole in Kleinasien
Türkei – Westküste

Verlag Philipp von Zabern, Mainz, 03/2010
PB mit Klappbroschur, Sachbuch
Kulturführer zur Geschichte und Archäologie, Reiseführer
ISBN 978-3-8053-4090-8
Titelgestaltung von Max Bartholl, b3K text und gestalt GbR,
Frankfurt am Main und Hamburg; Celsus – Bibliothek Ephesos
60 Farb- und 7 SW-Abbildungen vom Autor und aus verschiedenen Quellen

www.zabern.de
http://didaktik.textus.de/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Dr. Wolfram Letzner studierte Klassische Archäologie, Alte Geschichte, Ur- und Frühgeschichte und ist gegenwärtig als Autor, Fotograf und Reiseleiter tätig. In „Ephesos – Eine antike Metropole in Kleinasien“ verbindet er Kenntnisse und erlebte Erfahrungen gelungen zu einem Buch, das geschichtliche Hintergrundinformationen, architektonische Erläuterungen und Besichtigungstipps bietet.

Ephesos liegt im Westen der Türkei. Funde weisen darauf hin, dass die Region bereits im 5. Jt. v. Chr. besiedelt war. Spuren griechischer Einwanderer finden sich erst im 14. Jh. v. Chr. Etwa im 11. Jh. v. Chr. begannen die Griechen im Zuge der Ionischen Wanderung, die einheimischen Kulturen zu verdrängen. Der Bezirk der Artemis, deren Tempel zu den sieben Weltwundern der Antike zählt und durch den Ephesos Berühmtheit erlangte, wurde im 9. Jh. v. Chr. angelegt, der Tempel im 7. Jh. v. Chr. von dem Tyrann Pythagoras gestiftet. Unter den Lydern wurde die Stadt zerstört und ebenso wie der Tempel neu aufgebaut. Ephesos bemühte sich um eine neutrale Politik, um nicht zwischen den Persern und den Griechen zermalmt zu werden und schloss sich erst nach der Schlacht bei Salamis, die den persischen Vormarsch stoppte, dem Delisch-Attischen Seebund an, wurde dann jedoch unter Dareios II im 5. Jh. v. Chr. ins Perserreich eingegliedert. In Konsequenz entwickelte sich die Stadt, die vor allem von Lydern, Griechen und Persern bewohnt wurde, zu einem multikulturellen Schmelztiegel.

Im Jahr 356 v. Chr. wurde das Arthemision durch Brandstiftung zerstört und befand sich noch zu Lebzeiten von Alexander des Großen im Wiederaufbau. Die Diadochenkriege und die Ausdehnung der Interessenssphäre Roms nach Osten sorgten für eine wechselvolle Geschichte, auf die erst unter Augustus eine neue Blütezeit für Ephesos folgte. Mitte des 1. Jh. n. Chr. war die Hauptstadt der Provinz Kleinasien die zweitgrößte Metropole des Orients. Im Laufe des 2. Jh. n. Chr. begann der Niedergang durch Seuchen, Erdbeben und die Versandung des Hafens, der vorübergehend aufgehalten wurde durch die Ansiedelung einer christlichen Gemeinde, deren Arbeit Ephesos zu einem wichtigen religiösen Zentrum machte. Nach vehementen Angriffen der Araber wurde die Stadt im 7. Jh. vom Byzanthinischen Reich aufgegeben, ihr endgültiger Untergang erfolgte im 11. Jh.

Die Blütezeiten und Wirren, die Ephesos über Jahrhunderte durchmachte, hinterließen auch am Artemision ihre Spuren. Die aktuellen Kenntnisse, die die Archäologen bei ihren Ausgrabungen und aus belegten Quellen gewinnen konnten, fasst der Autor hier zusammen. Darüber hinaus beschreibt er auch andere Baudenkmäler und Funde, die zu Unrecht im Schatten des Artemis-Tempels stehen. Dabei geht er nicht alphabetisch vor, sondern entschied sich bewusst für eine bei einer Besichtigung sinnvolle Reihenfolge.

Zitate, spezielle Informationen und Reisetipps sind blau unterlegt und heben sich dadurch von den allgemeinen Erklärungen ab. Ergänzt wird mit sehr vielen, wunderschönen Farbfotos der beschriebenen Bauwerke, Zeichnungen und Grundrisse. Hinzu kommen am Ende des Buchs ein Glossar und ein Literaturverzeichnis, das vor allem für jene interessant ist, die nach dieser Einführung ihr Wissen erweitern wollen.

„Ephesos – Eine antike Metropole in Kleinasien“ ist ein sehr schönes und informatives Buch, das durchaus schon Bildbandqualität erreicht. Es wendet sich an interessierte Laien, Schüler und Lehrer, Studenten und Fachkreise, sowie an Bildungsreisende. Wie schon die anderen Titel aus dieser Reihe des Verlags Philipp von Zabern ist der Band sehr zu empfehlen!

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

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