Olympia – Archäologie eines Heiligtums

Helmut Kyrieleis
Olympia – Archäologie eines Heiligtums

Zaberns Bildbände zur Archäologie – Sonderbände der antiken Welt
Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz, 10/2011
HC mit Schutzumschlag
Archäologie, Geschichte, Kunst, Architektur
ISBN 978-3-8053-3421-1
Titelgestaltung von Melanie Jungels, scancomp GmbH, Wiesbaden unter
Verwendung von Fotos aus verschiedenen Quellen
109 Farb- und 30 SW-Abbildungen im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.zabern.de
www.antikewelt.de

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Olympia in Griechenland war der Austragungsort der antiken Olympischen Spiele, die alle vier Jahre zu Ehren Zeus‘ abgehalten wurden. An ihnen durften ausschließlich griechische Athleten teilnehmen, und es herrschte Waffenruhe selbst zwischen verfeindeten Stadtstaaten. Funde aus frühester Zeit belegen, dass es schon zuvor Siedlungen auf dem Gebiet des Heiligtums gegeben hat. Die Kultstätte selber wird auf etwa das 11. Jh. v. Chr. datiert, den Beginn regelmäßiger Spiele vermutet man um das 7. Jh. v. Chr. Der monumentale Ausbau erfolgte im 4. Jh. v. Chr. Danach fanden weitere Aus- und Umbauten unter den Römern statt, bis der oströmische Kaiser Theodosius II die Spiele verbieten ließ, da er die heidnischen Riten als Beleidigung des Christentums erachtete. Vermutlich konnte das Verbot nicht strikt durchgesetzt werden, doch nahmen die Spiele 551 n. Chr. nach einem Erdbeben und der Zerstörung Olympias ein Ende.

Im 18. Jh. begannen die Archäologen, sich für Olympia zu interessieren. Seit dem 19. Jh. arbeiten die Forscher an der systematischen Freilegung der Stätte, die noch nicht abgeschlossen ist. Seit 1894 finden die Olympischen Spiele weltweit an wechselnden Austragungsorten statt.

In „Olympia – Archäologie eines Heiligtums“ dokumentiert Helmut Kyrieleis anhand der Funde, wie das antike Olympia einst ausgesehen haben mochte, welche Bedeutung den einzelnen Bauten und Großplastiken zukam, welche Kulthandlungen vorgenommen wurden, wie die Athleten lebten und nach den Wettkämpfen geehrt wurden, welche Schlussfolgerungen die Wissenschaft aus allem aktuell zieht. Die sachlichen Texte werden durch zahlreiche Fotos und Abbildungen in Farbe und Schwarz-Weiß aufgelockert, die wenigstens die Größe eines Dias haben, mitunter auch eine Doppelseite belegen, so dass das Buch fast Bildbandqualität erreicht. Die solide Gestaltung – Hardcover in Alben-Format mit Schutzumschlag, Kunstdruckpapier – unterstützt den positiven optischen Eindruck.

„Olympia – Archäologie eines Heiligtums“ wendet sich an einen Personenkreis, der sich nicht nur für die Kultur des antiken Griechenlands interessiert, sondern auch für seine Architektur. Die Ausführungen des Autors gehen über das hinaus, was Laien wissen möchten, und setzen Grundkenntnisse voraus. Dem Rucksack-Tourist, der sich Olympia anschauen und nach Erfüllung des kulturellen Pflichtteils entspannt an den Strand legen will, dürfte das Buch zu theoretisch sein, doch Bildungsreisende werden viele interessante Details erfahren, die sie vor Ort überprüfen können. Auch für Studenten der Archäologie und der Altertumskunde bzw. der Architektur ist das Sachbuch eine nützliche Lektüre.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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