Alles soll wie immer sein

Rose Lagercrantz
Alles soll wie immer sein
Dunne 3

Sist jagvar som lyckligast, Schweden, 2014
Moritz Verlag, Frankfurt am Main, 1. Auflage: 02/2015
HC
Kinderbuch, Drama
ISBN 978-3-89565-299-8
Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch
Titelgestaltung von Norbert Blommel unter Verwendung einer Illustration von Eva Eriksson
Zeichnungen im Innenteil von Eva Eriksson

www.moritzverlag.de
www.roselagercrantz.se

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Am vorletzten Schultag der 1. Klasse erreicht mitten im Unterricht eine schlimme Nachricht die kleine Dunne: Ihr Vater wurde auf dem Weg zur Arbeit angefahren und liegt im Koma. Da das Mädchen vor einigen Jahren bereits die Mutter verloren hatte, soll sie die nächste Zeit bei den Großeltern verbringen. Obwohl die beiden und Dunnes Cousin Svante sich große Mühe geben, sie zu trösten und abzulenken, kann sie nur an den Vater denken. Schließlich fährt der Opa mit ihr in die Klinik, und Dunne bittet ihren Vater aufzuwachen …

„Alles soll wie immer sein“ ist ein sehr ernstes Kinderbuch, das ein Tabuthema aufgreift: Wie geht eine Sechs- oder Siebenjährige, die bereits Verluste erfahren musste (der frühe Tod der Mutter, der Umzug ihrer liebsten Freundin), damit um, dass sie möglicherweise erneut einen Menschen verliert, der ihr sehr wichtig ist? Und wie verhält sich das Umfeld ihr gegenüber in dieser schweren Zeit? Die Geschichte beginnt ganz alltäglich, doch urplötzlich bricht das Unglück über Dunne und ihre Angehörigen herein, nichts ist mehr, wie es einmal war, alles, worauf sich das Mädchen freute wie die Abschlussfeier, tritt in den Hintergrund. Ihre Gedanken kreisen allein um den Vater, und sie wünscht sich: „Alles soll wie immer sein“. Lehrer und Schüler zeigen sich mitfühlend, ebenso die Großeltern, die ihre eigenen Sorgen zurückhalten, um Dunne nicht noch mehr zu verängstigen.

Glücklicher- und wunderbarerweise wird die Last von der Familie genommen, etwas, das man sich auch in der Realität für Betroffene wünscht. Für Dunne gibt es sogar eine große Überraschung, sodass auf den furchtbaren Schreck Freude folgt. Rose Lagercrantz erzählt die Geschichte in einfachen Worten und kurzen Sätzen, die für Leseanfänger leicht verständlich sind. Kinder zwischen fünf und acht Jahre können sich problemlos mit Dunne identifizieren und mit ihr fühlen. Die Schrift ist groß, und zahlreiche Schwarz-Weiß-Illustrationen von Eva Eriksson lockern die Erzählung auf.

„Alles soll wie immer sein“ ist ein stilles, aber eindringliches Buch, das Kindern Mut machen möchte, sich mit Themen zu befassen, die man ihnen gegenüber lieber ausblendet, denn nicht alle haben das Glück, an der Seite ihrer Angehörigen bis ins hohe Alter bleiben zu dürfen. Der Titel ist sehr empfehlenswert als Lektüre in Kindergärten und Grundschulen.

Copyright © 2015 by Irene Salzmann (IS)

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