Dark Love

Lia Habel
Dark Love
Band 1

Dearly, Departed (2011)
Piper Verlag
ISBN 978-3-492-70219-5
Steampunk, Kinder & Jugend, Liebe & Romantik
Erschienen 2011
Übersetzer Diana Bürgel
Titelbild CPI
Umfang 512 Seiten

www.piper-fantasy.de
www.liahabel.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Autor

Lia Habel wurde in einer kleinen Stadt im Westen des Bundesstaates New York geboren. Sie trinkt viel zu viel Kaffee und besitzt drei Katzen, denen sie in ihrem Debüt ein Denkmal setzt. Die Idee zu »Dark Love« hatte Lia während einer Busfahrt nach New York, als ihr der Lesestoff ausging und sie sich fragte, warum die Monster in Büchern immer gut aussehen und warum sie noch nie eine Liebesgeschichte mit Untoten gelesen hatte.  (Quelle: Piper)

Vorwort

Der vorliegende Band “Dark Love” ist der erste Band einer Serie mit bisher unbestimmter Länge. Die Autorin arbeiten bereits an dem zweiten Band mit dem Titel “Dearly, Beloved” für den es noch keinen Erscheinungstermin gibt.
       
Zum Buch

Nora Dearly lebt im Jahre 2195 in einem Zeitalter voller Krieg und Zerstörung. Die Zivilisation wurde wieder aufgebaut und die Regeln der alten Aristokratie in Kraft gesetzt. Man erbt nun Wohlstand und Status, das Aufsteigen in eine andere Gesellschaftsschicht ist fast unmöglich geworden. Nora hat Glück gehabt geht auf eine Schule für reiche Mädchen und gehört zur gesellschaftlichen High Society. Sie hat nur das Problem, dass sie nicht dazugehören möchte. Ihr Vater hat sie zu einem Mädchen erzogen, das gerne selbst denkt und sich keinem Mann unterwerfen möchte. Des Weiteren neigt sie zu Sturköpfigkeit und liebt es Widerworte zu geben. Nach dem Tod ihres Vaters wurde sie in die Obhut ihrer Tante überstellt, die sie auf ein Internat schickte und nun von Nora verlangt reich zu heiraten, da sie das zu verwaltende Vermögen heruntergewirtschaftet hat. Doch dann kommt der Tag, der alles verändert. Nora wird von den Grauen, einer Zombiearmee von der die Zivilbevölkerung nichts weiß, angegriffen. Doch ein schöner Unbekannter eilt zu ihrer Rettung, der junge Soldat Bram. Nora beginnt den jungen Soldaten immer mehr zu mögen und vertraut ihm sogar ihr Leben und das ihrer Freunde an. Es gibt nur ein Problem: Bram ist bereits tot …

Fazit

Zuerst einmal möchte ich vorwegschicken, dass ich Zombies auf den Tod nicht ausstehen kann. Ich finde sie eklig, gruselig und wirklich abstoßend, auch wenn mir das Untotkonzept an sich gefällt. Mit entsprechenden Vorurteilen trat ich an diesen Roman heran und war wirklich positiv überrascht. Dies lag nicht daran, dass man hier nur eine romantisierte Darstellung des Zombiemythos verwendet hätte, sondern daran wie gut das Konzept ausgeführt war. Die eine Hälfte der Zombies tat schon, was Zombies im Allgemeinen tun: Die Lebenden verfolgen, ihnen das Fleisch von den Knochen reißen, sie infizieren und sich in ihre Bestandteile auflösen. Die andere Hälfte behielt aber einen Rest ihres Verstandes und konnte den Impuls unterdrücken, Menschen als lebende Snackbar zu verwenden. Schon allein durch diese differenzierte Darstellung der Seuche gewann der Roman viele Grauschattierungen, etwas was ich an einer wirklich guten Geschichte schätze.

Hinzu kam ein interessanter, wenn auch recht ungewöhnlicher Erzählstil, an den ich mich erst nach etwa einem Drittel des Buches gewöhnen konnte. Die Autorin wechselt während der Erzählung zwischen 5 verschiedenen Ich-Erzählern. Dies brachte zwar ab und an den Fluss der Story etwas ins Stocken, eröffnete aber wirklich interessante Perspektiven. Besonders gut gelungen war der Wechsel der Perspektiven zwischen den Figuren Zombie und Mensch und der sich durch den Wechsel eröffnenden neuen und mitreißenden Handlungsstränge. Die konstruierte Welt an sich wirkte auf mich äußerst faszinierend durch die Kombination von modernen und viktorianischen Elementen. Die Grenzen von Gut und Böse verschwammen regelmäßig und stellten ab und an mein Weltbild an sich infrage.

Die Handlung war abwechslungsreich, actiongeladen und herzanrührend romantisch. Die Liebesgeschichte über die Grenzen von Leben und Tod hinweg rührte mich immer wieder zu Tränen und ließ mich voll im Leid der Hauptcharaktere aufgehen. Der offene Schluss versetzte mir schon einen kleinen Stich, weil ich wirklich nur zu gerne gewusst hätte, wie es weitergeht. Zu meinem persönlichen Glück ist aber von der Autorin eine Fortsetzung geplant, die die Liebesgeschichte hoffentlich zu einem guten Schluss führt.

Ein Buch, das es schafft, alle Grenzen zu überwinden und eine fantastische neue Welt zu erschaffen.

Copyright © 2011 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Comments

  1. Ich lese es gerade, bzw. die letzten 100 Seiten sind angebrochen und ich bin jetzt schon traurig, dass es bald zu Ende ist!

    Ein wirklich tolles Buch, nicht zu seicht, athmosphärisch sehr dicht und nichts -wie viele andere Fantasytitel- zum mal eben weg lesen. Wunderschön einfach! Und das Cover…. ich kann nur in Lobeshymnen darüber sprechen, weil es bei Weitem das schönste Buch in meinem Regal ist! Wer kann, sollte es sich besorgen und lesen!

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