Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spass

Christoph Wortberg
Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spass

BELTZ & Gelberg
ISBN 978-3-407-81158-5
Kinder & Jugend
Erschienen August 2014
Einbandgestaltung: Cornelia Niere, München
Klappenbroschur, 191 Seiten
Altersempfehlung ab 14 Jahren

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Der Autor:

Christoph Wortberg wurde 1963 in Köln geboren. Er studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte. Nach einer Ausbildung zum Schauspieler und einem Gaststudium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München arbeitete er als Regieassistent und übernahm diverse Rollen bei Theater- und TV-Produktionen. Er schreibt Drehbücher (u.a. „Doppelter Einsatz“, „Der letzte Zeuge“, „Soko Köln“) und lebt als freier Autor in Köln.

Das Buch:

Jakob hatte einen Unfall. Er ist beim Bergsteigen auf der Zugspitze abgestürzt. Nun liegt er im Koma und die Familie ist an seiner Seite als im Krankenhaus die lebenserhaltenden Geräte abgeschaltet werden. Mit dem Tod von Jakob zeigen sich die bereits länger vorhandenen familiären Probleme in aller Deutlichkeit. Die Mutter von Jakob hält sich an ihrer Tablettensucht fest, die der Vater als Apotheker durch die Bereitstellung der Medikamente noch unterstützt. Der Vater verliert mit Jakob seinen geliebten Sohn, der aus seiner Sicht strebsam und zielgerichtet durchs Leben ging und einmal sein Nachfolger werden sollte. Der Zweitgeborene Lenny ist aus der Sicht des Vaters ein Verlierer, der ewig Zweite, der dem Bruder niemals das Wasser wird reichen können. Die Familie steht vor einem Trümmerhaufen.

Lenny aber kann sich nicht erklären, warum sein Bruder als erfahrener Bergsteiger einen solchen Unfall überhaupt hatte und so beginnt er zu recherchieren und Fragen zu stellen. Während die Eltern in tiefer Trauer verharren und nichts von Lennys Vermutungen wissen wollen, wird immer deutlicher, dass Jakob nicht der war, der er nach außen schien. Sein Tod war kein Unfall, sondern ein Selbstmord.

„Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß“ ist eine sehr emotionale, tiefgründige Geschichte, die dem Leser tiefe Einblicke in eine Familie gewährt. Hier geht es um Erwartungen und Leistungsdruck und die Möglichkeiten damit umgehen zu können oder auch nicht. Und am Ende bleibt wohl die Erkenntnis, dass jeder Mensch für sich selbst zu entscheiden hat, wie er sein Leben lebt und wohin die Reise geht. Dabei aber muss man auch den äußeren Einflüssen gewachsen sein. Der wirklich Starke in dieser Geschichte ist damit Lenny, Jakob war dem äußeren Druck nicht gewachsen. Wer der wahre Held der Geschichte ist mag aber dennoch jeder Leser gerne für sich beurteilen.

Ein kurzes, wirklich sehr gelungenes Buch, das ich nicht nur jugendlichen Lesern, sondern auch erwachsenen Lesern, vor allem auch Eltern empfehlen möchte.

Copyright © 2014 by Iris Gasper

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