Die Biene Maja und ihre Abenteuer

Waldemar Bonsels, Frauke Nahrgang
Die Biene Maja und ihre Abenteuer

cbj, 2012
ISBN: 978-3-570-15440-3
Kinder & Jugend
Umfang: 96 S., mit fbg. Illustrationen – 24,0 x 17,0 cm; Hardcover
Illustratorin: Verena Körting

www.randomhouse.de/cbjugendbuch
www.waldemar-bonsels-stiftung.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Frauke_Nahrgang
www.verena-koerting.de

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Die Autoren

Waldemar Bonsels (1880-1952) bereiste nach einer Ausbildung zum Missionskaufmann Indien, später Europa, Ägypten sowie Amerika und war zeitweise als Verleger in München tätig. Seine Leser begeisterte er nicht nur mit „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“, dem weltweit erfolgreichen und vielfach verfilmten Kinderbuchklassiker, sondern auch mit Reise- und Naturschilderungen. Das Gesamtwerk Waldemar Bonsels ist bei DVA erschienen.
(Quelle: cbj)

Frauke Nahrgang ist Grundschullehrerin, Autorin und ein leidenschaftlicher Fußballfan. Ideale Voraussetzungen also, um eine Fußballserie für Kinder im Grundschulalter zu schreiben. Als ihre eigenen Kinder klein waren, hat sie ihnen immer gern vorgelesen und schließlich eigene Geschichten für sie erfunden. Inzwischen sind ihre Kinder groß und sie selbst ist mittlerweile eine erfolgreiche Autorin zahlreicher Kinderbücher.
(Quelle: cbj)

Die Illustratorin

Verena Körting, geboren und aufgewachsen in Köln, studierte an der Fachhochschule Düsseldort. Seit sie ihr Diplom hat, lebt und arbeitet sie in Hamburg.
(Quelle: cbj)

Vorbemerkung

Die erste Auflage von Waldemar Bonsels’ “Die Biene Maja und ihre Abenteuer” erschien 1912. Zum 100-jährigen Jubiläum wurde das Buch von Frauke Nahrgang neu bearbeitet.

Das Buch

Kaum ist die kleine Biene Maja aus ihrem Ei geschlüpft, fängt sie schon an zu nörgeln, ist neugierig und naseweis. Ihre Amme, eine ältere Bienendame namens Kassandra, kann ihr nicht mehr viel mit auf den Weg geben, bevor Maja bei Tagesanbruch mit den Honigsammlerinnen aus dem Stock schlüpft – und auf und davon ist. Sie findet die bunte Welt, die Blumen und den Sonnenschein und die fremden Geschöpfe viel zu aufregend und spannend, als dass sie sich von der Bienengemeinschaft ihren Tagesablauf diktieren lassen wollte.

So macht sie die Bekanntschaft von Peppi, dem Rosenkäfer, der sie in sein Heim in einer Rosenblüte einlädt, erfährt von einem Brummer am Waldsee von den Wohnungsproblemen in der Gegend – kurz bevor dieser von der betörend schönen Libelle Schnuck genüsslich verspeist wird. Sie trifft den starken Kurt, den der Liebeskummer plagt, einen Grashüpfer, mit dem es besonders mühsam ist, eine Unterhaltung zu führen, und viele andere Tiere. Mit ihrer freundlichen, aufmerksamen Art kommt sie bei allen gut an und erfährt auf diese Weise einiges über das Leben der anderen Parkbewohner. Aber es gibt nicht nur Sonnenschein und freundliche Zeitgenossen, überall lauern Gefahren und Tod: die Libelle und die Spinne, der die hilflose Maja ins Netz gegangen ist und der sie nur mit knapper Not entkommen kann, und auch die Hornissen, die einen Raubzug gegen Majas Stock planen. Jetzt ist es an ihr, ihre eigenen Interessen zurückzustellen, sich erst aus den Fängen der Hornissen zu befreien und schließlich den Plan der Räuber zu vereiteln.

Die Neubearbeitung der “Biene Maja” ist ein wunderschönes Buch. Frauke Nahrgang hat hervorragende Arbeit geleistet und Waldemar Bonsels Original so adaptiert, dass der Text ohne Mühe von Kindern verstanden werden kann. Es gibt keine umständlichen Formulierungen und keine ausufernden Beschreibungen mehr, der Text präsentiert sich in einer selbst für erwachsene (Vor-)Leser angenehmen und bilderreichen Sprache.

Ein klein wenig gibt es für die Kinder schon zu überlegen, wenn Hans Christoph, dem Brummer, der Kopf abgebissen wird, oder die geduldige Spinne Thekla einen günstigen Zeitpunkt abwartet, zu dem sie die gefangene Maja verspeisen wird. Aber das ist der ganz normale Lauf der Welt, wenn auch im richtigen Leben die Opfer nicht so menschlich sind, wie sie hier dargestellt werden.

Die Illustrationen

Eine einzelne rote Kleeblüte unten rechts, der Text über Kleeblättern und Gräsern, dann auf der Wiese zwischen Brennnessel und Windröschen, umschwärmt von Bienen, Majas Zuhause – ihr Bienenstock. Löwenzahnsamen, die über die Ränder einer Doppelseite schweben; Text, der sich zwischen die eingesponnene Maja und die haarigen Beine der lauernden Spinne duckt. Ganzseitige Bilder wechseln mit Illustrationen an den Seitenrändern; hier markiert ein kleiner Marienkäfer das Ende eines Kapitels, dort muss sich die Beschreibung der Geschichte den Konturen des Tausendfüßlers anpassen. Die herrlichen Illustrationen von Verena Körting geben dem Buch nicht nur den letzten Schliff, sondern verleihen ihm eine zusätzliche farbige Dimension.

Fazit

Der Originaltext der “Biene Maja“ von Waldemar Bonsels ist heutzutage eher für das erwachsene Publikum interessant. “Die Biene Maja und ihre Abenteuer” in dieser Jubiläumsausgabe dagegen ist eine klare Empfehlung für Kinder ab fünf Jahren zum Vorlesen und zum Selbstlesen ab sieben Jahren.

Copyright © 2012 by Michael Bahner

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