Erebos

erebosUrsula Poznanski
Erebos

Loewe Verlag
ISBN 978-3-7855-6957-3
Jugendbuch
Erschienen 2010
Umschlaggestaltung: Christian Keller
Klappenbroschur, 488 Seiten

www.loewe-verlag.de
www.ursula-poznanski.at

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität und landete schließlich als Redakteurin bei einem medizinischen Fachverlag, für den sie immer noch tätig ist. 2005 wurde sie mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien ausgezeichnet.

Zum Buch:

Erebos ist ein Spiel.
Es beobachtet dich,
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.

Erebos hat ein Ziel:
Es will töten.

Dies ist der Klappentext des Buches, der in ganz knappen Worten den Inhalt der Geschichte eindeutig wiedergibt.

Nick Dunmore ist Schüler an einer Schule mitten in London. Er hat Freunde, geht aus und spielt in seiner Freizeit Basketball. Plötzlich jedoch scheint seine Umgebung sich zu verändern. Sein bester Freund Colin taucht nicht beim Training auf und geht auch zu Hause nicht ans Telefon. In der Schule scheint er müde und spricht mit Leuten, die ihn vorher absolut nicht interessiert haben. Überhaupt ist an der Schule irgendetwas anders. Alle tuscheln und tauschen heimlich DVDs. Nick fragt sich was wohl dahinter stecken mag. Er hat einerseits das Gefühl das es etwas Sonderbares sein muss, andererseits möchte er gerne mitreden können und so probiert er die DVD mit dem Spiel Erebos direkt zu Hause aus, als er sie von Brynne in der Schule angeboten bekommt. Er fragt sich zwar weshalb er mit niemandem über die DVD und das Spiel sprechen soll und weshalb er es nur alleine spielen darf, aber dies alles tritt in den Hintergrund nachdem das Spiel einmal begonnen ist.

Nick Dunmore ist fasziniert von Erebos. Tag und Nacht sitzt er zu Hause vor dem Rechner und vernachlässigt seine sozialen Kontakte bis auf die Momente in denen er Aufträge in der Wirklichkeit zu erfüllen hat und das Spiel in zu einer Zwangspause zwingt. Ja: Der Bote erteilt nicht nur Aufträge im Spiel selbst, sondern auch in der Realität. So muss Nick beispielsweise eine Kiste irgendwo abholen und anderswo deponieren, sich mit einem Mädchen verabreden, Fotos machen und schließlich soll er sogar einem Lehrer Tabletten in seinen Tee geben. Dies ist der Moment bei dem Nick zum ersten Mal wirkliche Zweifel an Erebos kommen. Was mag dahinter stecken? Wieso lebt das Spiel?

Man kann förmlich sagen: Das Spiel spielt mit seinen Spielern und nicht die Spieler spielen das Spiel.

Zwischen Barbaren, Vampiren, Zwergen, Werwölfen, Katzenmenschen, Echsenmenschen und Dunkelelfen tobt ein Kampf. Der Kampf um Ruhm und Ehre und einen Platz im Inneren Kreis. Aber was bedeutet das? Nick und seine neuen Freunde, zu denen auch seine heimliche Liebe Emily gehört, finden das Stück für Stück heraus. Ob sie es schaffen bevor der Innere Kreis auch in der wirklichen Welt Schaden anrichten kann?

Erebos greift ein Thema auf, das sehr aktuell ist. Viele Jugendliche sind heutzutage stark durch PC-Spiele beeinflusst und so könnte es ein leichtes sein sie oder sogar Erwachsene zu manipulieren. Ob es allerdings jemals möglich sein wird ein solches Spiel wie Erebos, eine künstliche Intelligenz, zu erschaffen? Die Gefahren, die hiervon ausgehen könnten, mag ich mir gar nicht ausdenken.

Dennoch ist das Spiel gut. Es ist wahnsinnig gut. Es macht süchtig. Genau wie das Buch.
Erebos sollte man gelesen haben.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

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