Hexenwald und Zaubersocken

hexenwald-und-zaubersockenJutta Richter
Hexenwald und Zaubersocken

Carl Hanser Verlag
ISBN 978-3-446-23517-5
Kinder- und Jugendbuch
Hardcover, 2010
Umschlag und Illustrationen: Jörg Mühle, Franfurt
Umfang 90 Seiten

www.hanser-literaturverlage.de
www.juttarichter.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Jutta Richter, geboren 1955, lebt auf Schloss Westerwinkel im Münsterland. Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Preise, darunter 2001 den Deutschen Jugendliteraturpreis für „Der Tag, an dem ich lernte, die Spinnen zu zähmen“ (2000), 2005 den Katholischen Kinder- und Jugendliteraturpreis für „Hechtsommer“ (2004) und 2007 den Italienischen Kinderbuchpreis für „Die Katze oder Wie ich die Ewigkeit verloren habe“ (2006).

Zum Illustrator:

Jörg Mühle, geboren 1973, studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und an der Ecole Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris. Er lebt als freier Illustrator in Frankfurt.

Zum Buch:

Tief im Wald, neben den drei Eichen, gegenüber vom Froschteich, da, wo im Frühling die ganz gelben Dotterblumen wachsen, lebt in einem kleinen schiefen Haus Karlotta Ingwer Loretta, genannt Karla. Karla ist eine Hexe, aber keine Hexe im üblichen Sinne. Sie ist jung, blond und hübsch. Sie kocht gerne und liebt den Frieden, sie zaubert ihn sogar jeden Samstag. Leider ist Karla auch einsam. Sie liebt Geschichten, aber niemand ist in der Nähe, der ihr Geschichten erzählen könnte. So lebt sie jeden Tag in ihrem blauen Kleid und mit ihren roten gestrickten Socken vor sich hin und manchmal bekommt sie auch Besuch vom armen Dier, das ganz viel Traurigkeit über sie bringt.

In der nahe gelegenen Stadt wohnt Robert. Robert ist Kohlenträger und auch sehr einsam. Er sehnt sich nach einer Freundin, aber alle Mädchen, die er kennen lernt, laufen weg, weil Robert sich wegen seiner schwarzen Fingernägel schämt, die er nicht mehr sauber bekommt. Der junge Mann liebt Geschichten und sammelt sie. Deshalb bringt er besonders gerne Kohlen zur alten Frau Schlott, die wunderbare Geschichten erzählen kann und auch manchmal ein Geschenk für Robert hat. Einmal, als Robert Frau Schlott besucht, purzeln aus einer Kiste im Keller Socken, darunter auch ein Paar rote Socken. Frau Schlott erzählt Robert die Geschichte von der Hexe Karla im Wald, die rote Socken strickt. Für Robert sind Geschichten ja eigentlich nur Geschichten, aber Frau Schlott ist da ganz anderer Meinung: „Was man weiß und was man glauben will“. Jedenfalls freut sich Robert über die roten Socken und zieht sie auch zu Hause gleich an und legt sich aufs Bett. Sofort verspürt er ein Kribbeln in den Füßen, schläft ein und träumt von der Hexe Karla.

Auch Karla verspürt ein Kribbeln in ihren Füßen und weiß gleich, dass irgendwo jemand ein Paar ihrer roten selbst gestrickten Socken angezogen hat. Gleich am nächsten Tag macht sich Robert auf den Weg in den Wald. Dies ist der Beginn einer wunderbaren Verbindung zweier Menschen, die sich gegenseitig Geschichten erzählen und die Erfahrung machen, dass man für eine wahre Liebe auch auf  Dinge verzichten muss. Eine große und viele kleine Hexengeschichten in einem Buch.

Ein schönes Buch, welches den ganz jungen Lesern Gefühle der besonderen Art näher bringt: Einsamkeit und Traurigkeit aber auch Freundschaft, Nähe und Liebe. Vor allem die bildliche Darstellung der Traurigkeit in Form des armen Diers möchte ich an dieser Stelle hervorheben. Die poetische Sprache der Autorin Jutta Richter verbindet sich hier auf wunderbare Weise mit den schönen Illustrationen von Jörg Mühle. 

Copyright © 2010 by Iris Gasper

….und eine weitere Rezension zum gleichen Buch:

von Noah, 9 Jahre

Es lebte einmal eine Hexe im Wald. Sie konnte sich eigentlich gar nicht beschweren, aber eines gefiel ihr nicht: Sie war die ganze Zeit alleine. Im Osten war eine Stadt, die war sehr groß. Dort lebte ein Junge namens Robert. Er war Kohlenträger. Einmal musste er zu Hermine Schlott und die erzählte immer die schönsten Geschichten. Einmal erzählte sie von einer Hexe im Wald. Da machte sich Robert auf die Suche nach der Hexe.

Was ich gut finde: Das die Hexe Karla gesagt hat, das dass mit den schwarzen Händen bei Robert nicht schlimm ist.

Was ich nicht gut finde: Das die Mädchen den Kohlenträger wegen der schwarzen Hände nicht mögen.

Titel erhältlich bei Buch24.de
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