Laurins Schatten

laurins-schattenRebecca Hohlbein
Laurins Schatten
Indra-Zyklus 3

(sfbentry)
Egmont Franz Schneider Verlag, Köln, 01/2009, Originalausgabe: vgs Verlag, Köln, 2005
PB mit Klappbroschur, Jugendbuch, Mystery
ISBN 978-3-505-12434-1
Titelgestaltung von zeichenpool, Milena Djuranovic unter Verwendung eines Motivs von Ferenc B. Regös
Autorenfoto von N. N.

www.schneiderbuch.de
www.rebecca-hohlbein.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Die 16-jährige Indra und die Geschwister Zoe und Than wären als Kinder beinahe gestorben. Ein Landstreicher, der rechtzeitig den Unfallort erreichte, opferte sich, um die drei mit seiner Lebensenergie zu retten. Es gelang Indra damals, das schreckliche Ereignis zu ‚vergessen’, doch einige Jahre später setzen plötzlich Albträume ein. Diese bringen sie mit Zoe und Than zusammen, denen es ähnlich erging. Während die Mädchen ihre Gaben, in die Zukunft blicken zu können, ablehnen, genießt Than seine Macht, kann sie jedoch nicht kontrollieren und rastet aus. Nur knapp schaffen es Indra und ihre Freunde, ein großes Unheil abzuwenden und zu überleben – danach ist Than verschwunden. Ruhe finden Indra und Zoe auch weiterhin nicht. Plötzlich will die junge Frau fortziehen und verblüfft Indra mit den kryptischen Worten, dass sie die Freundin bald hassen wird. Indra versteht nicht, ist enttäuscht und fühlt sich allein gelassen, denn die Begegnung mit Laurin, einem Jungen, der ebenfalls eine Gabe besitzt, bringt alle Erinnerungen an Than wieder zurück.

Um Antworten zu erhalten, setzt sich Indra mit Laurins Familie in Verbindung und erfährt, dass es mehrere von ihnen gibt. Die Anführerin der Gruppe hat große Pläne, für die sie Indra benötigt. Auch Than taucht unverhofft auf, kann Indra jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass er erneut Übles im Sinn hat. Dennoch muss das Mädchen an dem bösen Spiel teilnehmen, denn ihr Freund Simon ist das Faustpfand dieser Leute …

Nach „Indras Traum“ und „Thans Geheimnis“ ist mit „Laurins Schatten“ der Abschlussband der „Indra“-Trilogie erschienen. Im ersten Buch lernte man die Hauptfiguren kennen und wurde in einen spannend-mysteriösen Konflikt hineingezogen. Der zweite Teil verriet, was vor Jahren passierte und was es mit den sonderbaren Fähigkeiten der Teenager auf sich hat. Die letzten Fragen beantwortet das vorliegende Buch, das sich die Option auf eine Fortsetzung offen hält.

Wirklich überraschen kann „Laurins Schatten“ nicht, denn das Wesentliche ist dem Leser bereits bekannt. Das ‚Problem Than’ hätte durchaus in Bd. 2 gelöst werden können, wurde jedoch vertagt, um den Hintergrund noch ein wenig auszuschmücken und weitere ‚Begabte’ einführen zu können. Wieder einmal geht es auch diesen um mehr Macht, angeblich um Gutes zu tun und die eigene Art zu erhalten, doch – wie nicht anders zu erwarten – hat sich die Gruppe überschätzt, und Than erfüllt seine Rolle als psychopathischer Bösewicht. Man muss die anderen Bücher nicht gelesen haben, um sich in der Story zurechtzufinden, denn was man wissen muss, wird nebenbei erwähnt. Es macht natürlich mehr Spaß, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da die Geschehnisse aufeinander aufbauen und sich die Beziehungen der Figuren weiter entwickeln.

Indra und Simon sind, nachdem sie sich lange neckten, ein Paar geworden, und der Wunsch einander zu helfen, bestimmt ihr Handeln und bringt sie in Gefahr. Ihre Freundschaft steht auf der Kippe zwischen Händchenhalten und mehr, wobei sich Indras strenge Eltern, die nur kleine, typische ‚Nerv-Auftritte’ haben, letztlich als doch recht tolerant erweisen. Rebecca Hohlbein offeriert mit den „Indra“-Romanen eine routiniert geschriebene Mystery-Trilogie für junge Leser ab 13 Jahren, die zwar nicht in die Tiefe geht, aber genau das bietet, was die Zielgruppe wünscht: Phantastik, Spannung, Romantik und etwas Humor.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)
 
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