Mottentanz

Lynn Weingarten
Mottentanz

(sfbentry)
Wherever Nina Lies, USA, 2009
cbt-Verlag, München, 04/2011
TB, Jugendbuch
Thriller, Drama, Romance
ISBN 978-3-570-30741-0
Aus dem Amerikanischen von Violeta Topalova
Titelgestaltung von Hanna Hörl Designbüro, München unter Verwendung eines Motivs von plainpicture, Laurence Mouton
Illustrationen im Innenteil von Vicky Newman
Autorenfoto von Jena Cumbo

www.cbt-jugendbuch.de
http://lynnweingarten.com
www.vickynewman.com

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Zwei Jahre sind vergangen, seit Ellies ältere Schwester Nina spurlos verschwand. Die inzwischen 16-jährige hofft immer noch, dass die Vermisste eines Tages wieder auftaucht, und geht jedem noch so winzigen Hinweis nach, auch als sie in einem Karton voller Ramsch eine Zeichnung ihrer Schwester mit einer Telefonnummer findet. Da der Angerufene leugnet, Nina zu kennen, folgt Ellie der Einladung zu einer kruden Party, bei der ein Haus abgerissen werden soll. Es gelingt ihr, den jungen Mann zu finden, der den Ramsch verkauft hat, doch auch er erweist sich keineswegs als Hilfe. Ganz anders Ellies Zufallsbekanntschaft Sean, der ihr Verständnis entgegenbringt, weil er ebenfalls einen tragischen Verlust erlitten hat.

Gemeinsam fahren sie mit Seans Auto durch mehrere Bundesstaaten, und je länger sie zusammen sind, umso mehr verliebt sich Ellie in ihren Begleiter, obwohl ihre Freundin Amanda, die Nachforschungen anstellte, behauptet, Sean sei ein Freak und mit einer anderen zusammen. Davon will Ellie jedoch nichts hören, da sie an Sean glaubt. Als er ihr erzählt, er habe einen Detektiv eingeschaltet, der herausgefunden hat, dass Nina tot sei, bricht für Ellie eine Welt zusammen, und Sean ist ihr einziger Trost. Als ein mysteriöser Anrufer sie vor ihm zu warnen versucht und behauptet, dass Nina noch lebt, erwachen langsam Zweifel – und bringen sie in tödliche Gefahr …

Lynn Weingarten erzählt die spannende Geschichte aus Ellies Sicht. In kurzen Kapiteln, darunter auch einige Rückblenden, erfährt man nach und nach mehr über die Schwestern, über Ninas Verschwinden und Ellies unermüdliche Suche. Mit dem Auftauchen von Sean nimmt die Handlung die Züge eines Roadmovies an, denn die Teenager sind mehrere Tage unterwegs und finden – dem glücklichen Zufall sei Dank! – immer wieder Hinweise, die sie aus den Sackgassen, in denen sie regelmäßig landen, wieder heraus und immer näher an ihr Ziel führen.

Erfahrene Leser ahnen früh, dass mit Sean etwas nicht stimmt, denn sein Verhalten ist einfach zu selbstlos, um wahr zu sein. Hinzu kommt, dass die Autorin einige scheinbare Nebensächlichkeiten einbaut, die die Alarmglocken schrillen lassen. Zählt man Eins und Eins zusammen, kommt das Ende nicht ganz unerwartet. Trotzdem wird die Zielgruppe, Mädchen zwischen 13 und 15 Jahre, die sich leicht in Ellie hinein versetzen können, gut unterhalten. Die Charaktere wirken zeitgenössisch und realistisch, ihre Sorgen nachvollziehbar. Der Stil der Autorin liest sich angenehm und vermittelt den Eindruck, Ellie würde ihre Geschichte direkt erzählen. Hat man mit der Lektüre erst einmal begonnen, möchte man sie nicht aus der Hand legen, bevor die letzte Seite umgeblättert wurde.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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