Schmetterlingsschatten

Veronika Bicker
Schmetterlingsschatten

Arena Verlag, Würzburg, 1/2008
PB mit Klappbroschur, Jugendbuch, Thriller, Drama, 978-3-401-06177-1, 206/895
Titelgestaltung von Frauke Schneider
Autorenfoto von W. Jünger

www.arena-verlag.de
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Vor einem Jahr ist Elenas Schwester Laura gestorben. Seither lässt die Mutter ihre verbliebene Tochter kaum noch aus den Augen. Nachdem eine Mädchenleiche im Wald entdeckt wurde, wird alles, was beide gern vergessen hätten, wieder nach oben gespült.

Dann bekommt Elena plötzlich anonyme Briefe. Jemand behauptet, dass Lauras Tod kein Unfall war, doch immer wieder verhindert etwas das Treffen mit dem Unbekannten.

Auch Lauras Tagebuch, das vielleicht Hinweise enthielt, ist mit einem Mal fort. Die Mutter zeigt sich noch besorgter, als sie herausfindet, dass Elena ihre Zeit mit älteren Schülern verbringt, die als Unruhestifter bekannt sind. Vor allem Elenas Freundschaft mit dem Mädchenschwarm Tristan ist ihr ein Dorn im Auge.

Nach und nach kommen Elena Zweifel, denn Tristan verwickelt sich in Widersprüche und vermeidet es, über Laura zu sprechen: Hat die neue Clique etwas mit dem Tod der Schwester zu tun? Gibt es eine Verbindung zu der anderen Leiche? Was verschweigt die Mutter so beharrlich?

„Schmetterlingsschatten“ ist eine Mischung aus düsterem Jugenddrama und Thriller.
Im Mittelpunkt der Ereignisse steht die Schülerin Elena, die ebenso wenig wie ihre Mutter den Verlust der Schwester bzw. Tochter verarbeitet hat.

Eine weitere Leiche, die offenbar schon ein ganzes Jahr im Wald lag, veranlasst die Polizei, die Ermittlungen wieder aufzunehmen, denn es könnte ein Zusammenhang bestehen. Auch Elena beginnt, Fragen zu stellen, doch die Antworten, die sie bekommt, helfen ihr nicht weiter und geben bloß neue Rätsel auf.

Etwas abgelenkt wird sie durch die neuen Freunde: Jungen und Mädchen, die etwas älter sind als sie und schon eine Menge angestellt haben. Um mithalten und Tristan beeindrucken zu können, lässt sich Elena auf gefährliche Mutproben ein, raucht, trinkt und belügt die Mutter, um die Treffen wahrnehmen zu können.

Dann geschieht etwas, das Elena Tristan und die anderen in einem neuen Licht sehen lässt. Fast zu spät begreift sie, dass sie und ihre Mutter in großer Gefahr schweben. Ist einer aus der Clique ein Mörder? Müssen noch mehr Menschen sterben, weil sie zu viel wissen?

Die Todesfälle liefern den Aufhänger für eine spannende Geschichte, die realistisch und ungeschönt schildert, was passieren kann, wenn man sich mit den falschen Freunden umgibt, sich von ihnen zu Handlungen verleiten lässt, von denen man genau weiß, dass sie nicht richtig sind – und plötzlich wird aus dem wilden Vergnügen bitterer Ernst. Die Jugendlichen versuchen prompt, sich ihrer Verantwortung zu entziehen, wodurch die Situation umso mehr eskaliert.

Elena ist zu jung und naiv, um frühzeitig er erkennen, in was sie hinein geschliddert ist. Stolz und Verliebtheit machen sie blind, sie heult bald mit der Meute und hat Spaß daran, über die Stränge zu schlagen. Ihr Beispiel verdeutlicht, wie schnell man auf die schiefe Bahn gerät und wie schwer es ist, aus dem Strudel wieder heraus zu kommen.

So hat der Roman nicht nur Unterhaltungswert. Das Hauptanliegen der Autorin ist aufzuklären und zu warnen. Leserinnen (und Leser) ab 13 Jahren können sich leicht in die Situation der Protagonistin versetzen, mit ihr leiden, bangen und hoffen – sie sehen bald das Drama kommen. Vielleicht wird der Blick junger Mädchen durch Lektüren wie diese geschärft, damit sie sich rechtzeitig zurückziehen können, falls sie selber einmal in schlechte Gesellschaft geraten.

Veronika Bickers „Schmetterlingsschatten“ ist eines jener realistischen Jugendbücher, die man nicht so schnell vergisst und die einen mit einem unguten Gefühl zurücklassen. Auch als Lektüre in der Schule ist der Titel bestens geeignet. (IS)

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Schmetterlingsschatten (Arena Thriller)

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