Tomis Krone

Werner Niederer
Tomis Krone

Grünkreuzverlag, Dotzingen (CH), 11/2011
HC im Alben-Format
Kinderbuch, Drama, Religion
ISBN 978-3-9523897-0-6
Titelillustration und 36 farbige Zeichnungen im Innenteil von Werner Niederer

www.grünkreuzverlag.com

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Der Grünkreuzverlag mit seinen Publikationen setzt sich für christliche Werte (Kreuz) und eine natürliche, naturverbundene Lebensweise (grün) ein. Der Autor und Zeichner Werner Niederer versucht, ethische Prinzipien, die Notwendigkeit von Glaube und Hoffnung in seinem Kinderbuch „Tomis Krone“ zu vermitteln. Die Bürgis sind eine Großfamilie mit Hund, die unverschuldet in die Armut abrutschte. Der Vater verlor seine Stelle als Hauswart des paläontologischen Museums, weil ihm das Verschwinden eines fossilen Knochens angelastet wurde. Notgedrungen zog die Familie in eine Baracke und muss seither jeden Franken dreimal umdrehen. Besonders leiden alle darunter, dass noch immer der Verdacht des Diebstahls auf dem Vater liegt und man sie teils mitleidig, teils verächtlich ob ihrer Not anblickt.

Trotzdem gibt die Familie die Hoffnung nicht auf – denn sie haben einander. Zwar bekommt an Weihnachten niemand Geschenke, aber man feiert zusammen bei einem guten Essen, nach dem der Vater die Weihnachtsgeschichte vorliest. An Dreikönig backt die Mutter einen Dreikönigskuchen, und alle spielen das Königsspiel, das Manuel gewinnt. Tomi ist sehr traurig, denn er war noch nie der König. Obendrein frisst Bobi Tomis Kuchenstück. Nun zeigt Manuel, dass er ein guter König ist.
Und das ist noch nicht die einzige Überraschung, die die Familie glücklich macht …

Beim Lesen der Geschichte hat man den Eindruck, als mische der Autor eine Gegenwartshandlung mit älteren Motiven:
Die Bürgis teilen das Schicksal vieler Familien, die aufgrund unverschuldeter Arbeitslosigkeit in Existenznot geraten und von anderen verurteilt werden, obwohl kein Außenstehender die Hintergründe kennt. Eines der Kinder ist behindert, kümmert sich aber rührend um die jüngeren Geschwister. Auf der Suche nach Arbeit erfährt der Vater, wie schwer es ist, eine Stelle zu finden, und oft bleibt ihm keine andere Wahl, als für einen kümmerlichen Lohn Aufgaben zu übernehmen, für die sich andere zu schade sind. In dieser schlimmen Zeit hält die Familie zusammen. Die Eltern und die Kinder spielen gemeinsam traditionelle Singspiele und lesen aus der „Bibel“, was in der heutigen Zeit kaum noch vorkommt, da Fernsehen, Playstation etc. das gemütliche Beisammensein abgelöst haben.

Die Weihnachtsgeschichte, die der Autor kurz zusammenfasst, liefert das Vorbild für Manuels selbstloses Handeln. Erst jetzt versteht man den Titel „Tomis Krone“, denn der Junge ist keineswegs die Hauptfigur, wird jedoch zum Anlass, dass der ältere Bruder über sich hinauswächst. Auch zeigt sich, wer ein wahrer Freund ist und nicht vorschnell urteilt. Am Schluss wendet sich alles zum Guten; Ehrlichkeit und Zuversicht werden belohnt. So sollte es auch im wahren Leben sein. Die Geschichte ist Kind gerecht erzählt, die Illustrationen passen zum Thema. Durch die große Schrift, die durch die vielen, teils doppelseitigen Bildern aufgelockert wird, eignet sich das Buch auch für Leseanfänger.

Hingegen dürften die Aussagen für Kinder von 6 bis 10 Jahre und der Bezug zur christlichen Lehre nicht so leicht zu verstehen sein. Hier müssen die Eltern das eine oder andere erklären. Leser im Alter von 9 bis 12 Jahre werden kaum Probleme damit haben, aber für sie ist die Geschichte schon wieder zu kindlich.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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