Verliebt in einen Cowboy

Sandra Ziegler
Verliebt in einen Cowboy
My Story – Streng geheim! 5

cbj-Verlag, München, 02/2009
PB mit Klappbroschur, Jugendbuch, Romance, Pferde
ISBN 978-3-570-13489-4
Titelgestaltung von zeichenpool, München unter Verwendung
mehrerer Motive von Mauritius Images und Shutterstock

www.cbj-verlag.de
www.sandraziegler.de
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www.shutterstock.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Die vierzehnjährige Rike interessiert sich nicht für Jungen – ihr Herz gehört ganz allein ihrem frechen Pinto-Araber Painted Diamond, den sie nahezu jeden Tag besucht, um ihn zu versorgen, mit ihm auszureiten oder für ein Westernturnier zu trainieren. Oft wird sie von ihren Freunden Katha und Floh, die ebenfalls begeisterte Reiter sind, begleitet. Rikes Prioritäten ändern sich, als ein Neuer an die Schule kommt, der aussieht wie ‚Jimi Blue„ aus ihrem Lieblingsfilm. Und das Beste ist: Auch Nico besitzt ein Pferd und schließt sich schon bald den anderen bei ihren gemeinsamen Ausflügen an. Dabei lässt Rike keine Gelegenheit aus, mit Nico ins Gespräch zu kommen, aber irgendwie reagiert er weit weniger enthusiastisch, als sie es gern hätte …, vermutlich weil er schüchtern ist?

Ihm zuliebe versucht Rike, Gefallen an klassischer Musik zu finden und von Katha das Geigespielen zu erlernen. Sie sagt den Nachhilfeunterricht bei Floh ab, um sich von Nico helfen zu lassen. Aber was sie auch versucht, der Funke will nicht überspringen. Während sie sich um Nico bemüht, kühlt ihr Verhältnis zu Floh mehr und mehr ab und erreicht seinen Tiefpunkt, als sie einem Schulkonzert den Vorzug gibt, um Nico am Klavier zu sehen, statt Floh zum Auftritt ihrer Lieblingsband zu begleiten, für den er zwei der heiß begehrten Karten ergattern konnte. Dass er kurzerhand ein anderes Mädchen mitnimmt, gefällt Rike überhaupt nicht. Es kommt aber noch schlimmer: Auf dem Schulball erwischt sie Nico und Katha beim Knutschen …

Man merkt dem Buch deutlich an, dass Sandra Ziegler eine passionierte Pferde-Freundin und Reiterin ist (sie hat überdies zahlreiche weitere Pferde-Jugendbücher veröffentlicht), denn es fließen ungewöhnlich viele Fachtermini ein, die nur kurz oder gar nicht näher erklärt werden und für den Laien schon viel zu viel des Guten sind. In dieses Setting eingebettet ist eine bittersüße Liebesgeschichte, deren Ausgang erfahrene Leserinnen schon nach wenigen Seiten erahnen können, denn die Hinweise sind überdeutlich. Rike, die Hauptfigur, ist jedoch blind für alle Zeichen, dass Nico gar nicht an ihr interessiert ist, sondern sich ihrer lediglich bedient, um Katha näher zu kommen. Jeder andere bemerkt es, und wer Rike zu warnen versucht, stößt auf taube Ohren. Als sie ihre beste Freundin in den Armen ihres Schwarms entdeckt, fühlt sie sich grausam enttäuscht, blamiert, gedemütigt und hintergangen.

Obwohl sich alles so abspielte, wie man es vorhersah, und man mehr als einmal den Kopf über Rikes naive Aktionen schüttelte, hat man nun doch Verständnis für ihren Zorn, denn dass Nico und Katha ihr die Wahrheit so lange verschwiegen und sie sogar benutzt haben, ist gemein und unanständig. Echte Freunde sollten ehrlich zueinander sein, auch wenn es unangenehm ist, aber das Schweigen und Lügen macht es nur schlimmer und zerstört jegliches Vertrauen. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass Rike nichts mehr mit Katha und Nico zu tun haben will. Zum Glück hat sie noch Floh, der trotz der Probleme, die zwischen ihm und Rike gewachsen sind, immer noch zu ihr hält. Dass er schon lange ein Auge auf seine Sandkastenfreundin geworfen hat, ist bloß für Rike eine Überraschung. Aber unbewusst hatte auch sie angefangen, ihn mit anderen Augen zu sehen – Verliebtheit und Liebe ist nun mal zweierlei. Dass es ein Happy End gibt, steht außer Frage. Hinzu kommen noch einige kleine Überraschungen, die alle miteinander versöhnen und auch die Leserschaft zufrieden stimmen.

„Verliebt in einen Cowboy“ ist eine ‚Pferde-lastige„ Liebesgeschichte, die vor allem Mädchen zwischen 12 und 15 Jahre gefallen dürfte, die selber reiten. Die Story ist vorhersehbar, bietet aber genau das, was die Zielgruppe lesen möchte. Schade, dass es am Ende des Buchs kein Glossar gibt, das die Fachtermini übersichtlich listet und erklärt. Stattdessen findet sich der übliche Test, was für ein Typ man ist und welcher Titel aus der „My Story – Streng geheim!“-Reihe am besten zu einem passt.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

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