Werkstatt Holz – Techniken und Projekte für Kinder

Antje Rittermann (Text, Zeichnungen) und Susanne Rittermann (Idee, Konzept)
Werkstatt Holz – Techniken und Projekte für Kinder

Haupt Verlag, Bern (CH), 09/2014
PB mit Klappbroschur
Kinderbuch, Sachbuch, Basteln & Werken
ISBN 978-3-258-60080-2
Titelgestaltung von Grams undfreunde, Marbach/Neckar
Fotos im Innenteil aus verschiedenen Quellen
Zeichnungen im Innenteil von Antje Rittermann

www.haupt.ch
www.haupt.ch/werkstatt-holz
http://antje-rittermann.de
www.hetkinderatelier.com

Titel erhältlich bei Amazon.de
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Das vorliegende Bastelbuch beschäftigt sich mit dem vielseitigen Werkstoff Holz und den verschiedenen Bearbeitungsmethoden: natürlich dem „Schnitzen“, im Rahmen des allgemeinen „Holzwerken“ mit „Sägen“, „Bohren“, „Raspeln, Feilen, Schleifen“, „Leimen“, „Nageln“, „Schrauben“ und schließlich noch mit „Holzbildhauen“ – also Bastelarbeiten, für die sich vor allem Jungen interessieren, was man auch an den Projekten erkennen kann, darunter ein „Kanu“, ein „Weihnachtsbaum“, ein „Namensschild“, ein „Rennauto“, eine „Hindernisbahn“, ein „Nagelbild“, eine Halfpipe“, eine „Planierwalze“ und eine „Schleifstein-Dose“.

Auch wenn man inzwischen bestrebt ist, von nach Geschlechtern getrennten traditionellen Spielen und Spielzeugen abzurücken, so ist es immer noch in den Köpfen drin, dass Mädchen Handarbeiten machen (Stricken, Häkeln, Schmuckstücke fertigen …) und Jungen beim Werken gefördert werden (Holzarbeiten, mit Metallbaukästen Objekte konstruieren, Papa beim Reparieren vom Auto zur Hand gehen …). Dementsprechend wirkt die Zusammenstellung der Ideen, die Bastlerinnen stärker mit einbeziehen, bemüht und vor allem bemüht, auch halbwegs interessant für Jungen zu sein wie das „Mäusehaus“ und „Wohnzimmer“ (früher wäre es eine Puppenstube gewesen), die „Schatzkiste“ (als Alternative zum Schmuckkästchen) etc. Dass das Bestreben nicht wirklich realisiert werden kann, belegt die Tatsache, dass doppelt so viele Jungen wie Mädchen in „Werkstatt Holz“ mit ihren Werken vertreten sind, welche auf den zahlreichen Beispielfotos zu sehen sind.

Schiebt man all das beiseite und konzentriert sich ganz auf das Wesentliche des Buchs, findet man sehr gute Erklärungen zu dem Werkstoff, den genannten Techniken und natürlich auch zu den empfohlenen zusätzlichen Materialien und Hilfsmitteln einschließlich wichtiger Sicherheitshinweise. Sinnvoll sind auch die Liste der Bedarfsartikel, die keinen unnötigen Schnickschnack enthält, und die Ratschläge zur Einrichtung einer (kleinen) Werkstatt.

Die Beschreibungen sind sehr kurz gehalten, denn gerade kleinere Kinder, die sich für die vorgestellten Projekte begeistern können, sind meist keine Leseratten und wollen am liebsten sofort loslegen. Infolgedessen stellen die Zeichnungen und Fotos eine gelungene Ergänzung dar, doch wirklich selbsterklärend sind sie nicht. Es ist schon besser, die Texte zu lesen, sich vorlesen zu lassen oder einen Erwachsenen/ein älteres Geschwister dabei zu haben, der anfangs ein wenig hilft, damit es keine Verletzungen gibt und sich erfreuliche Erfolge einstellen.

Die leicht verständlichen Ausführungen sind auch für größere Kinder und Erwachsene, die sich bislang nicht viel mit Holzarbeiten befasst haben, sehr interessant und lehrreich. Sicherheitshinweise, besondere Tipps, Texte für Erwachsene – empfohlen auch den Jüngeren -, Querverweise zum Glossar und die QR-Codes, die zu kurzen, nützlichen Filmen auf der Site www.haupt.ch/werkstatt-holz führen, sind durch Symbole gekennzeichnet. Ob man aufmerksam gelesen und/oder sich das Wichtigste gemerkt hat, kann man mittels kurzer Tests selber überprüfen.

Jedes Projekt ist so aufgebaut, dass es sowohl eine Material- als auch eine Werkzeugliste gibt. Darauf folgt die Beschreibung, in welcher Reihenfolge und mit welchen Arbeitsschritten man das Objekt bzw. die einzelnen Teile erstellt. Oft gibt es einen guten Extra-Tipp. Ergänzt wird mit Zeichnungen (Bauplan, Einzelteile, Arbeitsgeräte) und Fotos vom fertigen Objekt (wenigstens Diagröße bis maximal eine Seite).

Für die Zielgruppe – Grundschüler bis einschließlich Unterstufe der weiterführenden Schulen – sind die Projekte durchaus reizvoll und inspirierend für eigene Projekte. Die Erklärungen sind kindgerecht, nicht zu lang und sehr interessant, sogar für Erwachsene. Ein hilfreiches, anregendes Buch für Eltern, Pädagogen und selbständig werkende Kinder!

Copyright © 2014 by Irene Salzmann (IS)

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