Wie vier Schwestern

wie-vier-schwesternElizabeth Craft und Sarah Fain
Wie vier Schwestern

Bass Ackwards and Belly up, USA, 2006
cbj-Verlag, München, 02/2009
HC, Jugendbuch, Drama, Romance
ISBN 9783570132753
Aus dem Amerikanischen von Anja Galic
Titelgestaltung von Zeichenpool, München unter Verwendung eines Motivs von Shutterstock

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Eigentlich war den vier Freundinnen Harper, Sophie, Becca und Kate ganz klar, wie es nach der Highschool weiter gehen sollte. Sie alle würden an verschiedene Colleges gehen und sich mit dem Studienalltag herum schlagen. Dann verkündet Harper, dass sie stattdessen ein Jahr lang versuchen wird, einen Roman zu schreiben und damit ihren Traum zu leben, ehe sie ans College geht. Und nach dem ersten Sturm der Entrüstung entschließen sich auch die anderen, für diese Zeit ihren Sehnsüchten zu folgen und nicht das zu tun, was vernünftig wäre und von ihnen erwartet wird.

Während Harper also in den Keller ihrer Eltern zieht und feststellt, dass es viel schwieriger ist, eine Schriftstellerin zu sein, als sie gedacht hatte, lässt sich Sophie in Los Angeles nieder, um Schauspielerin zu werden. Becca geht tatsächlich aufs College, um bei einem berühmten Ski-Coach zu studieren, bekommt aber von ihren Freundinnen den Auftrag mit, sich zu verlieben. Und die besonders strebsame, Ziel orientierte Kate bricht zu einer Rundreise durch Europa auf, um überhaupt erst einmal heraus zu finden, was ihr Traum ist. Die vier unzertrennlichen Freundinnen sind somit weiter voneinander entfernt als je zuvor, bleiben aber über E-Mails und Telefonate in Kontakt. Und bei ihnen allen zeigt sich, dass ein Jahr reicht, um das Leben komplett zu verändern.

Die beiden Autorinnen, die ansonsten Drehbücher für Fernsehserien schreiben, haben mit „Wie vier Schwestern“ eine moderne, lebensnahe, wenngleich natürlich sehr amerikanische Erzählung über Träume und ihre Verwirklichung, über die damit verbundenen Ängste, Sehnsüchte und Freuden vorgelegt. Zwar geht es in dem flott geschriebenen Erstlingswerk viel um ‚süße Jungs’ und Partys, um stundenlange Vorbereitungen in Badezimmern und Markenklamotten, doch hinter den vordergründigen Geschehnissen verbergen sich auch tiefere Gedanken darüber, wie anstrengend, erschreckend und lohnend es ist, sich selber zu entdecken.

Dabei ist es gerade die Reise von Kate, die sie an ihre eigenen Grenzen und darüber hinaus bringt – und mit einer von den Freundinnen geschriebenen Liste von 100 Dingen, die sie in Europa machen soll, findet sich hier auch der vielleicht schönste Einfall des ganzen Buches. Die vier Erzählebenen und die Hauptfiguren sind unterschiedlich genug, um immer einen spannenden Wechsel zu garantieren, und auch wenn einige Geschehnisse ziemlich voraussehbar sind, passieren doch genug unerwartete Dinge.

Das macht „Wie vier Schwestern“ zu einem durchaus unterhaltsamen und lesenswerten Buch.

Copyright © 2010 by Britta van den Boom (BvdB)

Titel erhältlich bei: Buch24.de
Titel erhältlich bei: Booklooker.de

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