Zum Dahinschmelzen – Kleine Kuchen mit flüssigem Kern

Paul Simon
Zum Dahinschmelzen – Kleine Kuchen mit flüssigem Kern

Thorbecke Verlag
ISBN 978-3-7995-0231-3
Backbuch
1.Auflage Februar 2013
Umfang: 64 Seiten mit zahlreichen Fotos
Hardcover mit Schutzumschlag
Übersetzung: Christina Frauendorf-Mössel
Umschlaggestaltung: Finken & Bumiller, Stuttgart
Umschlagabbildung und Fotos: Akido Ida
Styling: Stéphanie Huré
Druck: Graficas Estella, Spanien

www.thorbecke.de

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei ebook.de

Zum Autor:

Paul Simon ist Franzose und kulinarisch ein Autodidakt. Er leitete ein Jahrzehnt lang ein restaurant und gibt seine Erfahrungen in der Küche heute in Kochkursen und Kochbüchern weiter.

Zum Buch:

Kennen Sie diese kleinen leckeren warmen Küchlein, aus denen die flüssige Schokolade so herrlich herausfließt? Nein? Dann sollten Sie sich dies einmal in einem Restaurant als Nachspeise bestellen. Und wenn man dann so richtig infiziert ist, kann ich dieses Buch mit den zahlreichen verschiedenen Varianten nur wärmstens empfehlen. Schon das Cover regt die Geschmacksnerven an. Und auch der Inhalt lässt sich sehen: Hier beginnt es zunächst mit einer übersichtlichen Inhaltsangabe mit Vorstellung des geeigneten Materials. Dann folgen die Rezepte mit unzähligen Varianten des klassischen „Malheur“-Kuchens, der dem Schokoladenliebhaber keine Wünsche offen lässt. Kuchen mit  schwarzem oder weißem Kern, mit Karamell oder Nüssen sowie diversen Fruchtfüllungen stehen zur Auswahl.

Ausgefallenen Sorten wie eigens hergestellte Fruchtkonfekte als flüssige Füllung oder auch das Ingwerküchlein mit Mangofüllung hat es mir persönlich angetan, ebenso wie der Klassiker mit einem Kern aus Bitterschokolade. Ergänzt werden die Ideen noch mit Rezepten zu Muffins und verschiedenen Cremes. Interessant ist auch die Idee, die Schlagsahne dazu mit aufgelösten Karamellbonbons zu verfeinern oder auch mit einem Sirup.

Mein Fazit:

Dieses Buch inspiriert mit tolle Rezeptideen und den entsprechenden Fotos, die kleinen Küchlein öfter auszuprobieren. Ich hätte nicht gedacht, dass dies so unkompliziert möglich ist und war daher sehr auf dieses Buch gespannt. Die Rezepte sind leicht verständlich und übersichtlich beschrieben. Die Fotos sind ansprechend und die süßen Köstlichkeiten gut in Szene gestellt. Die Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, waren sehr einfach und unkompliziert umsetzbar. Man muss daher kein Profi sein, um die Rezepte umzusetzen – jedoch sehen sie aus, wie von einem Profibäcker -oder, um es korrekt passend auszudrücken: von einem Patissier hergestellt. Hier findet jeder eine absolut raffinierte Nachspeise, um auch Gäste zu begeistern.

Dieses Buch ist daher von mir absolut empfehlenswert und erhält die höchst mögliche Punktzahl! Jedoch ist Vorsicht geboten: Der Suchtfaktor ist sehr groß!

Copyright © 2013 by Sandra Stockem

… und noch eine Rezi zu diesem Titel:

Mancher schmolz und schmilzt bei Hello darkness, my old friend oder Sounds of silence dahin. Immerhin war Paul Simon laut einem Artikel der Süddeutschen Zeitung anlässlich seines 70. einer der erfolgreichsten Liedermacher der 1960er und ein Meister frisch-optimistischer Melodien, mit denen der der Weltmusik zu einer völlig neuen Popularität verhalf. Doch STOP. Mit dem Musiker hat der Verfasser von Moelleux et Coeurs coulants soweit ich weiß gar nichts zu tun, außer eben, dass er einen mit den Ergebnissen der darin enthaltenen Rezepte dahinschmelzen lassen kann. Dieser Paul Simon leitete jahrelang ein Restaurant und verfasst heute Koch- und Backbücher. Die im Februar 2013 vom Jan Thorbecke Verlag herausgegebene Übersetzung von Molleux et Coeurs coulants liegt gerade vor mir. Dank der gebundenen Ausführung merkt man ihr den exzessiven Gebrauch der letzten Tage nicht an.

Seit einiger Zeit erfreuen sich die süßen Versuchungen aus Frankreich, die man dort unter verschiedenen Namen kennt (Moelleux, Coullants, Fondants, Mi-Cuits) auch hierzulande immer größerer Beliebtheit – ich sage nur warmen Schokoküchlein oder auch Schoko-Malheurs. Doch es gibt noch viel mehr Variationen. Ich selbst bin über einen Bekannten aus den Staaten auf den Lavakuchen gekommen und war sofort hin und weg.

Doch zurück zum Buch. Die mit einem Ausrufezeichen versehene Warnung (Vorsicht, schwierig zu berechnende Backzeiten) gleich eingangs des Buches ist zwar eindeutig richtig und wichtig, wirkt aber eventuell auf Küchenneulinge etwas abschreckend. Doch wenn man den ebenfalls dort platzierten Hinweis beachtet, die Backzeit genau zu überwachen, steht dem Genuss eigentlich nichts mehr im Wege.

Die Anleitungen sind jedenfalls einfach nachvollziehbar gestaltet, Zutaten leicht zu besorgen (sofern man sie denn nicht sogar schon im Haus hat), der Zeitaufwand ist allein schon wegen der kurzen Backzeit gering. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Egal ob man die ganz einfache Variante, durch Verwendung von Schokoladenstückchen oder ähnlichem im Teig, oder die etwas ausgefallenere mit vorheriger (ebenfalls sehr gut erklärter) Herstellung einer Ganachefüllung wählt.

Das Buch enthält zwar entgegen des Untertitels  Kleine Kuchen mit flüssigem Kern auch Rezepte, die sich der Zubereitung von Englischen Cremes, Schlagsahnecremes und Fruchtpürees als Ergänzung widmen oder solchen Küchlein, deren Kern allenfalls feucht und weich, aber keinesfalls flüssig ist. Doch der Großteil der Rezepte widmet sich tatsächlich Leckereien, die einem entgegenfließen, sobald man mit Gabel oder Löffel die äußere Hülle durchbricht. Bereits beim Durchblättern und Betrachten der Fotos läuft einem das Wasser im Mund zusammen, weshalb ich hier auch ein kleines Danke in Richtung der Stylistin Stéphanie Huré und der Fotografin Akiko Ida richten möchte.

Praktischerweise finden sich hinten im Buch Bezugsquellen, die auf Läden verweisen, in denen man Materialien (Förmchen, etc.)  erwerben kann. Die sind aber grundsätzlich praktisch überall sowohl in Haushaltswarengeschäften wie auch gut sortierten Supermärkten zu erhalten, womit allerspätestens jetzt klar wird, dass auch jemand mit kleinem Geldbeutel sich an den Rezepten versuchen kann.

Zum absoluten Dahinschmelzen finde ich persönlich bislang die Bitterschokoladenküchlein mit Pistazien-, Himbeer- oder Kaffeefüllung. Auch das Himbeerpüree und die Englische Creme Café haben es mir angetan. Wobei, das sind nur meine Favoriten. Das schlimme ist ja, wenn man die Qual der Wahl hat. Und die habe ich dank Paul Simon und seinen Rezepten jetzt wirklich …

Fazit:

Man muss kein Patisseur sein, um mit relativ einfachen Mitteln in sehr kurzer Zeit ein wunderbares Dessert und kleine Köstlichkeiten zu schaffen. Man braucht nur die richtige Anleitung. Deshalb: Einfach den Hinweis vorne im Buch beachten, sich an die Rezepte wagen und genießen. Es lohnt sich! Der Satz hat definitiv ein Ausrufezeichen verdient. Aber Vorsicht: Die Ergebnisse können süchtig machen. Für die Zusammenstellung der Rezepte, deren guter Aufbau und die leichte Umsetzbarkeit sowie die Fotos kann es trotzdem nur fünf von fünf Punkten geben.

Copyright ©, 2013 Antje Jürgens (AJ)

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei ebook.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.