Die Wolfsfeder

die-wolfsfederChristian Oehlschläger
Die Wolfsfeder
Mendelski/Schnur 3

Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 9/2008, 2. korrigierte Auflage: 2009
HC, Krimi
ISBN 9783788811945
Titelgestaltung von neue formen Werbeagentur, Kassel

www.neumann-neudamm.de
www.christian-oehlschlaeger.de

In der Nähe von Eschede wird während einer Drückjagd die Leiche einer jungen, sehr schönen Frau entdeckt. Auf dem Streckenplatz, wo das erlegte Wild hätte gesammelt werden sollen, wurde die Tote kunstvoll aufgebahrt. Yadira Martinéz stammte aus der Dominikanischen Republik und war als Au-pair-Mädchen nach Deutschland gekommen. Nachdem sie sich bei ihrer ersten Gastfamilie nicht wohl gefühlt hatte, fand sie Aufnahme bei den von Bartlings, deren Haushalt aus Vater, Sohn, Haushälterin und Gärtner besteht.

Robert Mendelski, Kripo-Kommissar und passionierter Jäger, hätte nicht gedacht, dass sein freier Tag auf diese Weise enden würde. Sogleich beginnt er, der zu den wenigen zählt, die Yadira nicht kannten, zu ermitteln. Nur wenig später finden sich auch Kommissarin Maike Schnur und die Kollegen am Streckenplatz ein. Wie sich herausstellt, ist die Tote ertrunken, obwohl es in unmittelbarer Nähe keine Gewässer gibt. Außerdem wurde ein Zeichen hinterlassen – doch was mag die ‚Wolfsangel’ in diesem Zusammenhang bedeuten?
Mendelski und Schnur tappen lange im Dunkeln, denn so mancher aus Yadiras Bekanntenkreis scheint etwas zu verbergen. Weitere Hinweise lenken den Verdacht auf einen Lehrer, der von der jungen Frau in der Öffentlichkeit blamiert wurde. Doch auch der Gärtner der von Bartlings zieht die Aufmerksamkeit der Beamten auf sich, da er die Haushälterin einsperrt, sich vor der Polizei verbirgt und die Flucht ergreift, als Kai, der Sohn seines Arbeitgebers, und Finn, ein Freund von Kai, ihn aufstöbern – mit schlimmen Folgen.

Aber wer hat nun wirklich Yadira getötet, wie und warum?

„Die Wolfsfeder“ ist nach „Der Schwanenhals“ und „Der Kohlfuchs“ der dritte Kriminal-Roman von Christian Oehlschläger über die Fälle der Kommissare Robert Mendelski und Maike Schnur. Der Autor wartet mit sehr viel Lokalkolorit auf – die Geschichten sind im Großraum Hannover/Celle angesiedelt – und verbindet die Geschehnisse gelungen mit dem Jäger-Milieu.

Es ist keineswegs notwendig, etwas vom Jagdwesen zu verstehen, um der Handlung folgen zu können, denn das Wesentliche erklärt sich aus der Handlung, und ein hilfreiches Glossar ist angehängt. Mit den Fachtermini folgt der Autor der Regel so viel wie nötig und so wenig wie möglich – und das Resultat ist ein spannendes Buch, das die Waidmänner unter den Krimi-Freunden genauso gut unterhält wie die Laien.

Es agieren keine verkappten „James Bonds“ sondern sympathische Beamte, die Beweise sammeln, aus Verhören und Beobachtungen Schlüsse ziehen, sich irren und manchmal auch Dank des Zufalls wieder auf die richtige Spur finden. Sie bekommen es mit ganz normalen Bürgern zu tun, die mehr oder minder in den aktuellen Fall verwickelt sind. Geschildert werden Verbrechen, wie sie sich überall in der Nachbarschaft ereignen könnten, und die Täter entpuppen sich als Personen, die oft in die Enge getrieben wurden, im Affekt überreagierten und ein Unglück verursachten, das sie gar nicht gewollt hatten.

Man mochte den Ausgang vielleicht ahnen, aber sicher war man sich nicht, da der Autor durch Ausschluss der möglichen Täter lange offen ließ, wer Yadira tötete. Die Auflösung erfolgt auf den letzten Seiten und gibt Antworten auf alle noch offenen Fragen.

Christian Oehlschläger schreibt routiniert und versteht es, seine Leser neugierig zu machen, so dass sie dem Roman gern bis zum Finale folgen. Man merkt zwar, dass er mehr der Jagd als der Polizeiarbeit zugetan ist, aber ihm gelingt der Balanceakt – und das macht auch „Die Wolfsfeder“ zu einem ‚etwas anderen’ Krimi, der vor allem jene reizen dürfte, die in der Region leben oder die Kombination aus Krimi und wenig verbrauchten Motiven wie dem Jagdwesen zu schätzen wissen. (IS) (3xPRT)

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