Engpass

engpassGabriele Diechler
Engpass

Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1042-0
Krimi
1.Auflage 2010
Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart
unter Verwendung eines Fotos von: © Dirk Suhm / PIXELIO
Taschenbuch, 276 Seiten

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

www.gmeiner-verlag.de

Zur Autorin:

Gabriele Diechler wurde 1961 in Köln geboren und lebt heute als erfolgreiche Drehbuchautorin in Seewalchen am Attersee. Neben ihrer Arbeit für ARD und ORF schreibt sie seit vielen Jahren Kinderbücher. Mit dem Krimi „Engpass“ gibt sie ihr Debüt im Bereich Erwachsenenroman.

Zum Buch:

Elsa Wegener wagt einen Neuanfang. Gemeinsam zieht sie mit Ihrer Tochter Anna von Köln kommend in das kleine beschauliche Unterwössen nach Bayern. Dort hat sie ein kleines Haus gemietet und kann auch gleich der örtlichen Kriminalpolizei bei den Ermittlungen zu einem neuen Fall helfen. Eine Leiche wurde gefunden, die Leiche einer Frau, die seit ca. 20 Jahren vermisst wird. Dies ist der Beginn interessanter Ermittlungen in deren Verlauf Elsa mehr als einmal sowohl bei ihren neuen Kollegen als auch bei den Bewohnern des Dorfes aneckt.

Elsa selbst ist mit vielen eigenen Problemen beschäftigt. Ihre Tochter Anna steckt mitten in der Pubertät und musste in Köln ihre erste große Liebe zurücklassen. Als der junge Mann ihr nun den Laufpass gibt, droht sie daran fast zu zerbrechen. Elsas Ehe steht kurz vor dem Ende, nachdem Elsa ihren Mann mit einer viel jüngern Frau in einer eindeutigen Situation erwischt hat. Und dann fehlt Elsa auch irgendwie die Großstadt. In Unterwössen kennt jeder jeden und man hat oft den Eindruck, dass Zugezogene es nicht gerade leicht haben.

Im Zuge der Ermittlungen kommt es zu einem weiteren Mordopfer. Die Protagonistin Elsa ermittelt wie ein Elefant im Porzellanladen. Sie verdächtigt Personen ohne konkrete Beweise und konfrontiert sie direkt mit ihren Vermutungen. Auch ihr engster Kollege Degenwald gerät ins Visier der Kriminalpsychologin, deren Auflösungsquote jedenfalls in Köln recht hoch war. Irgendwie aber passt Elsas Verhalten hier nicht ins Bild. Dies mag so manchen Leser merkwürdig anmuten und hat auch mich mehr als einmal entrüstet vom Buch aufsehen lassen. In Wahrheit aber spiegelt dieses Verhalten ganz eindeutig Elsas Gemütszustand wieder. Sie kann nicht hundertprozentig arbeiten, wenn sie sich selbst emotional in einem Tal der Tränen befindet. So gelingt es der Autorin hier eine neue Ermittlerin zu präsentieren, die menschlich ist. Eine Person wie du und ich, bei der es eben gerade nicht rund läuft.

Das Buch ist im Präsens geschrieben und die Sätze sind recht kurz gehalten. Wenn man sich an diese Erzählweise erst einmal gewöhnt hat, hat dieser Stil durchaus seinen besonderen Reiz.

Engpass ist ein Kriminalroman und verknüpft als solcher kriminalistische Ermittlungen mit Alltagserlebnissen der Protagonisten. Wer nur pure Spannung erwartet, dürfte hier enttäuscht werden. Wer aber auch in die Emotionen der Protagonisten abtauchen und deren Handeln verstehen möchte, der wird von diesem Buch fasziniert sein und demnächst sicher mehr erfahren wollen über Elsa, Degi, Dino und Anna.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

…und eine weitere Rezension zum gleichen Buch:

Zur Handlung:

Elsa Wegener – Kriminalpsychologin aus Köln – flüchtet mit ihrer pubertierenden Tochter Anna ins bayrische Unterwössen, um dort ihr Leben neu zu ordnen. Dort versucht sie, ihre derzeitige Trennungssituation sowohl im neuen Berufsumfeld mit offensiver Arbeit als auch defensiver privater Unnahbarkeit zu kompensieren. Dies wird ihr relativ schnell gewährt, findet man doch recht schnell im naheliegenden Moor eine tote Frau ? Silke Maihauser –  die seit 20 Jahren vermisst wird. Diese scheint damalig das idyllische Dorfleben durch ihre zahlreichen Affären mit diversen Männer sehr durcheinander gewirbelt zu haben. Die Zahl der Verdächtigen steigt, Silke Maihausers damaliger Mann oder mehrere gehörnte Ehefrauen kommen in Frage. Doch auch Degenwald, ihr neuer Kollege scheint ein Verhältnis mit Silke Maihauser gehabt zu haben. Als kurze Zeit später auch Aurelia Bramlitz, die Frau eines erfolgreichen Unternehmers und zudem damaliger Liebhaber Silkes, ermordet aufgefunden wird, verstrickt sich die Suche in verschiedene Richtungen…

Elsa versucht derweil, ihre privaten Probleme in ihrer Arbeit zu ersticken und merkt dabei fast nicht, wie ihr ihre Tochter entgleitet. Mit Liebeskummer und Trauer um den verflossenen Freund aus Köln versehen und ihrem nicht gewollten Umzug nach Bayern hadert auch Anna mit dem Sinn des Lebens. Als schöner Auftakt einer Krimireihe um Elsa Wegener führt uns die Autorin Gabriele Diechler  in prägnanten kurzen Kapiteln in das idyllische Bayern und findet hinter den schönen menschlichen Fassaden Verstrickungen und kleine Abgründe. Prägnant, treffsicher und spannend wird man aufgrund der Vielzahl der Möglichkeiten auch schon mal in die Irre geführt und freut sich am Schluss über eine Version, mit der man zuvor weniger gerechnet hatte.

Sehr amüsant entgegen wirkt zeitweise das Umfeld von Elsa, sprich: ihr Kollegenkreis. Der junge Kollege Ben, der verbissen versucht, Elsa ein Abenteuer aufzuhalsen; Degenwald, mit seiner doch eher verschlossenen abwartenden Natur und der witzige Gerichtsmediziner Dr. Horn, genannt Hörnchen.

Meine Meinung:

Elsa Wegeners erster Fall: Sehr viel Wert wird in diesem Krimi fast mehr auf das Privatleben der Charaktere gelegt, man erfährt sehr viel über die Gefühle und Gedanken der Kriminalpsychologin, deren eigene Problem sie jedoch sehr authentisch erscheinen lassen. Die charakterstarken Kollegen sowie eine noch unsicher heranwachsende Tochter runden Elsa Wegeners derzeitiges Leben ab.

Mir hat dieser erste Band von Gabriele Diechler gut gefallen, vielleicht auch, weil es ein guter Mix aus Krimi und Roman ist. Dies ist sicher auch eine gute Möglichkeit, den Leser an diese sehr eigenen Personen zu binden. Bei mir hat es funktioniert ? denn ich möchte gerne wissen, wie es im nächsten Band weitergeht ? insbesondere im Privatleben von Elsa und ihrer Tochter Anna. Insbesondere scheint die Verbindung von Elsa und Degenwald doch noch interessante Züge zu erlangen!

Fazit zum Schluss: Solider Krimi mit gutem Unterhaltungswert einer rheinländischen Stadtpflanze im beschaulichen Bayern. Und das Schöne daran ist: Fortsetzung folgt… (3xPRT)

Copyright © 2010 by Sandra Stockem

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