Freitags isst man Fisch

freitags-isst-man-fischBohnet Pleitgen
Freitags isst man Fisch

Argument Verlag
Ariadne Kriminalroman 1177
ISBN 9783867541770
Taschenbuch, Krimi
Deutsche Originalausgabe 2009
Umschlaggestaltung: Martin Grundmann
Foto: Vangardiner
Umfang: 248 Seiten

http://www.argument-verlag.de
http://www.stiftungzurrettungderwelt.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zu den Autoren:

Bohnet Pleitgen steht für das AutorInnengespann Ann-Monika Pleitgen und Ilja Bohnet, seit knapp vierzig Jahren Mutter und Sohn. Ann-Monika Pleitgen schrieb schon als Kind Kurzgeschichten und ging mit 16 zur Schauspielschule. Dort traf sie ihren ersten Mann Folker Bohnet, mit dem sie Sohn Ilja bekam. In zweiter Ehe lebt sie seit langem mit dem Schauspieler Ulrich Pleitgen zusammen, ist seine Managerin und an seinen textlichen Arbeiten beteiligt. Der Physiker Dr. Ilja Bohnet trat als Kind am Theater und im Kinderfernsehen auf. Er arbeitet am Deutschen Elektronen-Synchroton (DESY). Ihre Kriminalromane schreiben Mutter und Sohn gemeinsam, wobei sie gelegentlich die Rollen tauschen. Weitere Nikola Rührmann Krimis folgen bald.

Zum Buch:

Freitags isst man Fisch ist der erste Fall für die junge Physikstudentin und Spezialistin für Stehgreif-Zitate Nicola Rührmann.

Der Kriminalroman spielt in Hamburg. Wir befinden uns im Sommer des Jahres 1989. Ein junger Student namens Kai Orn wird in der Hafenrandstraße tot aufgefunden, überfahren, der Fahrer geflüchtet. Nicola, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, trifft zufällig auf  Julia, in die sie sich auf Anhieb verliebt. Nicola ist nämlich lesbisch. Julia jedoch ist rein zufällig die Freundin des verstorbenen Kai. Auf der Suche nach Annäherungsmöglichkeiten kommt Nikola da auf die Idee ein wenig Detektivin zu spielen um so eventuell das Herz der schönen Julia im Sturm zu erobern. Zur Bewerkstelligung dieses Planes bewegt sich Nikola in so manch abenteuerlicher Kneipe, bittet Freunde um Hilfe, deren Namen „Taxi-Christian“ und „Asphalt-Wilfried“ doch sehr merkwürdig anmuten. Dennoch sind sie hilfsbereit und stehen Gewehr bei Fuß, sobald Nikola um Hilfe bittet.

Ein Großteil der Handlung spielt in der studentischen Szene, was für das Jahr 1989 natürlich Hausbesetzungen, Demos, linke Szene bedeutet. Nikola hat damit nicht unbedingt etwas am Hut, bewegt sich nur in diesen Kreisen, da sie sich Details rund um Kais Tod erhofft. Bei Ihren Ermittlungen kommt sie einer großen Sache auf die Spur, die sie selbst in Gefahr bringt. Aber Nikola weiß sich zu helfen und so gibt es zumindest in puncto Ermittlungsarbeit ein offenes Happy-End.

Ein wenig gestört hat mich im ersten Drittel des Buches mein Gefühl nicht mit Sicherheit zu wissen, ob Nik, Niko, Nikola oder Nikolaus nun männlich oder weiblich ist. Auch wenn dies aus dem Klappentext eindeutig hervorgeht, so hatte ich doch zu Beginn des Buches mehr als einmal das Gefühl diesbezüglich vor eine Art Rätsel gestellt zu werden. Dies mag beabsichtigt sein um Nikolas sexuelle Neigung in den Vordergrund zu stellen, mutet aber etwas merkwürdig an. Dennoch ist diese Mischung aus Krimi, Liebesroman und gesellschaftspolitischer Meinung gut gelungen. Es kommt auf  keiner Seite des Buches Langeweile auf.

Nikola Rührmann macht sich als Ermittlerin ganz gut, so dass der Leser sich auf weitere interessante Fälle mit ihr freuen darf. Und vielleicht auf mehr Müll und /oder mehr Geld.

Copyright © 2010 by Iris Gasper


Anmerkung der Redaktion:

Der Kriminalroman „Freitags isst man Fisch“ von Ann-Monika Pleitgen und Ilja Bohnet ist von der Jury des Syndikats für den diesjährigen Friedrich-Glauser-Preis in der Kategorie „Debütroman“ nominiert worden. Es wurden nur 5 von 64 Kriminalromanen ausgewählt!

Zur Glauser-Nominierung.
Zu den Autoren.


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