Gegen jede Regel

Sebastian Stammsen
Gegen jede Regel

GRAFIT Verlag
ISBN 978-3-89425-379-0
Kriminalroman
Erschienen: 2010
Umschlagfoto: Kim Czuma / photocase.de
Taschenbuch, 379 Seiten

www.grafit.de
www.sebastian-stammsen.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Autor:

Sebastian Stammsen, geboren 1976 in St. Tönis am Niederrhein, studierte Psychologie. Nach einem Abstecher zum Umweltministerium Baden-Württemberg ist er nun für die Förderung der psychischen Gesundheit an Schulen und Kitas in NRW zuständig. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Tönisvorst. Gegen jede Regel ist sein Krimidebüt.

Zum Buch:

Sebastian Stammsens Debüt beginnt mit einer Leiche. Der siebzehnjährige Schüler Tobias wird zu Hause im  Wohnzimmer tot aufgefunden, eine blutige Wunde im Rücken. Was ist geschehen? Jedenfalls sieht nichts nach einem Einbruch aus. Die Eltern des Opfers wirken sonderbar. Der Vater, ein Karrieremensch, scheint den Tod seines Sohnes nicht sonderlich schwer zu nehmen. Die Mutter ist verzweifelt, hat aber scheinbar keine Ahnung wie ihr Sohn zuletzt seine Freizeit tatsächlich verbracht hat.

Das Ermittlerduo Markus Wegener, aus dessen Sicht der Krimi in der Ich-Form geschildert wird, und Nina Gerling, starten so in eine Ermittlung, die viele Überraschungen für sie bereithält. Tobias war kein Musterschüler, sondern hatte so seine Schwierigkeiten. Allerdings war er in der Heavy Metal Band der Schule. Seine Musik war gut, richtig gut. Alle Bandmitglieder mochten Tobias, allerdings schien er mit allen Mädchen der Band eine sehr enge, teils auch sexuelle Beziehung zu pflegen oder gepflegt zu haben und auch mit dem männlichen Bandmitglied Jan pflegte Tobias eine sexuelle Beziehung. Könnte vielleicht Eifersucht ein Motiv sein?

Die weiteren Ermittlungen der Kriminalbeamten Markus und Nina bringen dann ans Licht, dass Tobias auch erotische Beziehungen der besonderen Art zu erwachsenen Frauen pflegte. Hier geraten eine Lehrerin, eine Verwandte und eine Nachbarin in das Visier der Ermittler. Mit seinem transportablen Computer war Tobias außerdem sehr häufig auf LAN Partys unterwegs. Schließlich stellt sich heraus, dass Tobias auch Mitspieler bei den deutschen Meisterschaften eines online Spiels, „Dominanz“, war.

So viele Ansätze, so viele mögliche Spuren in Richtung verschiedener möglicher Täter, nur wo liegt das wahre Motiv? Hier wird der Leser des Buches mehr als einmal in die Irre geführt und weiß nicht immer wirklich, ob diese Spur nun in die richtige oder die falsche Richtung führt. Und dann gibt es plötzlich einen weiteren Toten, aber immer noch scheinen die Motive nicht klar.

Trotz einiger Längen, die durch zu umfangreiche Beschreibungen des Internetspieles entstehen und einer zufälligen Aufklärung eines parallel laufenden Falles, die mir beim Lesen als etwas zu überzogen und falsch platziert vorgekommen ist, ist dieses Krimidebüt eine gelungene und herausragende Leistung des Autors. Die Geschichte zieht sich über einen Zeitraum von acht Tagen, von Montag bis Montag, und ist auch in einzelne Abschnitte, die jeweiligen Tage, eingeteilt.

In diesen 8 Tagen erfährt der Leser nicht nur wer die Morde begangen hat und wie dessen Motiv aussieht, sondern lernt auch die ermittelnden Kriminalbeamten Markus und Nina näher kennen. Zwei Ermittler, die man ins Herz schließen muss und die so normal daherkommen, wie man es bei Büchern dieses Genres kaum mehr gewohnt ist. Sie haben zwar ihre privaten Probleme, aber diese scheinen einfach nur normal zu sein.

Eine gelungene Story, sympathische Charaktere und damit ganz einfach spannende Krimiunterhaltung sind hier garantiert.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

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