Letzte Schicht

Dominique Manotti
Letzte Schicht

Ariadne Kriminalroman
ISBN 978-3-86754-188-6
Kriminalroman, Wirtschaftskrimi
Deutsche Erstausgabe 2010
Aus dem Französischen von Andrea Stephanie
Umschlag: Martin Grundmann
Fotomotiv: © klikk – Fotolia.com
Taschenbuch, 252 Seiten

www.ariadnekrimis.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Dominique Manotti, 1942 geboren, kam erst mit fünfzig Jahren zum Schreiben und veröffentlichte seither sieben Romane. Ihre Bezugspunkte sind der amerikanische Schriftsteller James Ellroy, die neuzeitliche Wirtschaftsgeschichte und die 68er-Bewegung. Diese ungewöhnliche Kombination begründet Manottis dichten, unpathetischen Stil. Die Historikerin lehrte an verschiedenen Pariser Universitäten Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit, war als Gewerkschafterin in der CFDT aktiv und leitete als Generalsekretärin deren Pariser Sektion.

Zum Buch:

In einem kleinen französischen Städtchen, Pondange, in Lothringen gelegen, kommt es in einer kleinen Bildröhrenfabrik zu einem Arbeitsunfall.  Dieser Unfall der jungen schwangeren Fließbandarbeiterin Émilienne ist nicht der erste Unfall in der Fabrik, in der Arbeiter aus aller Herren Länder zu Dumpinglöhnen und unter schlechten Arbeitsbedingungen, Monat für Monat Leistung erbringen. Aber mit diesem Unfall und der Entlassung von Rolande Petite steigen Wut und Zorn der Arbeitnehmer und als auch noch bekannt wird, dass die in Aussicht gestellten Prämien wegen schlechter Wirtschaftslage nicht ausgezahlt werden sollen, gibt es kein Halten mehr. Die Belegschaft geht auf die Barrikaden, die Arbeit wird nieder gelegt und aus einigen kleinen Feuern entsteht plötzlich ein großer Brand. Wer ist dafür verantwortlich? Schnell fällt der Verdacht auf einen kleinen Arbeitnehmer, aber steckt er wirklich dahinter?

Dies ist die Ausgangslage für Manottis Wirtschaftskrimi rund um die Übernahme des Elektronik- und Rüstungskonzerns Thomson. Diesen wollen sowohl Alcatel als auch Matra übernehmen. Der Zuschlag fällt schließlich auf Matra und nun kommen die Gegner dieser Übernahme wieder auf den Spielplan, denn sie vermuten hinter dem Brand in der kleinen Fabrik, die zum Matra Konzern gehört, mehr als das, was an die Öffentlichkeit kommt. So macht sich die Gegenseite mit dem Privatermittler Charles Montoya auf in die Provinz um vor Ort Machenschaften aufzudecken, die jenseits der Legalität liegen.

Der Leser begleitet Montoya in die Welt der Arbeiter, in ihr Elend und ihre familiären Probleme, eine Welt voller Depressionen, Alkohol, Selbstmitleid und oft auch Brutalität. Darüber hinweg täuschen kann auch nicht die kurze Liebelei, die sich zwischen Montoya und Rolande entwickelt. Die Autorin vermittelt ein bedrückendes Bild und veranschaulicht ganz deutlich, dass der einzelne Arbeiter nur ein Spielball ist. Die Machenschaften der großen Wirtschaftsriesen sind grausam und undurchschaubar. Hier geht es nur um Wissen, Geld und Macht. Moral ist nicht gefragt.

Ein schonungsloser Kriminalroman, den man gelesen haben sollte.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
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