Mimis Krimis

Andrea Tillmanns
Mimis Krimis

(sfbentry)
Wurdack Verlag, Nittendorf, 011/2014
PB, Aachen-Krimi
ISBN 978-3-95556-009-6
Titelgestaltung von Ernst Wurdack unter Verwendung eines Fotos von Arman Zhenikeyev/Shutterstock

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„Mimis Krimis“ heißt die Buchhandlung der Aachenerin Mechthild „Mimi“ Berger. Nicht nur ist der Laden auf Krimis spezialisiert, seine Besitzerin, angespornt durch ihre Lieblingslektüren – denn „ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ -, steckt selbst ganz gern die Nase in so manche ungereimt klingende Angelegenheit, im vorliegenden Band insgesamt sieben Mal (als Ebook sind die einzelnen Fälle im Satzweiß Verlag, Saarbrücken erschienen). Beispielsweise versucht die Titelfigur in „Mimi und das gestohlene Foto“ herauszufinden, wieso jemand nach einer Vernissage in das benachbarte Café ‚Sowieso‘ eingebrochen ist und bloß ein Bild gestohlen hat. Auch der betroffenen Fotografin ist die Angelegenheit unerklärlich. Die Antwort auf die Frage, was auf dem Foto zu sehen ist, bringt die Lösung.

„Mimi und das chinesische Rätsel“ rücken das Restaurant ‚Bambusblüte‘ in den Fokus der Ermittlungen. Nur weil Mimis Angestellte Roswitha hofft, dort den Mann wiederzusehen, mit dem sie unlängst nett geplaudert hatte, erfährt Mimi, dass den Gästen seit einer Weile immer wieder ungenießbare Speisen vorgesetzt werden. Dem Koch ist kein Fehler unterlaufen – was mag dann die Ursache sein? In „Mimi und die tote Katze“ sieht es ganz so aus, als ob jemand das Tier vergiftet habe, um die Rentnerin für eine Weile aus dem Haus zubekommen, damit er dort einbrechen kann. Der Verdacht fällt auf einen Freund des Enkels, der sowohl eine Katzenallergie als auch einen wertvollen Erbring gesehen hat. Zusammen mit der Polizei stellt Mimi dem Dieb eine Falle.

Mehr möchte man aus dem Inhalt gar nicht verraten, denn schon diese Beispiele machen deutlich, dass die Fälle in der Nachbarschaft, mit denen sich Mimi befasst, sehr bodenständig sind und ohne unnötigen Mord und Totschlag auskommen. Ganz klar: Es müssen nicht ständig Superirre eine Atombombe klauen und die ganze Welt bedrohen oder pathologische Psychopathen harmlose Bürger entführen und in allen Details einer blutigen Folter unterziehen – dem wäre die gute Mimi auch gar nicht gewachsen. Gerade wer Lokalkrimis schätzt, fühlt sich wohler mit nachvollziehbaren Konflikten, mit kleinen Delikten und persönlichen Dramen, die allein durch Köpfchen aufgeklärt werden.

So funktioniert das auch bei Mimi. Sie hört den Menschen in ihrem Umfeld zu, beobachtet, forscht nach und zieht irgendwann die richtigen Schlüsse. Durch ihr Eingreifen kann sie so manchen Schaden von jemandem abwenden und anderen aus der Patsche helfen. Dabei gerät sie hin und wieder sogar selbst unter Verdacht, weil die Polizei prinzipiell in jedem einen Täter sieht und gern eine schnelle, simple Aufklärung vorlegen möchte. Die Untaten klingen ganz alltäglich. Reichliche Vorlagen liefern die Meldungen in den Tageszeitungen. Ähnliches, wie z. B. in „Mimi und die fehlenden Spuren“ oder „Mimi und der Hund im Wald“, hat man dort gewiss schon entdeckt. Gelegentlich hilft das Glück weiter, wenn die Nachforschungen in der Sackgasse stecken, doch das nimmt man der Autorin nicht übel, da sich die Entwicklungen stets ins Gesamtbild einfügen und man auch im realen Leben einfach zur rechten Zeit am rechten Ort sein muss.

Andrea Tillmanns erzählt die Episoden flüssig, ohne Längen und unnötiges Beiwerk. Die Geschichten sind unterhaltsam und überhaupt nicht grausig, sodass man sich bei der Lektüre gut entspannen kann. „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ – dieses Buch kann sie getrost mitnehmen und anschließend ohne Albträume schlafen.

Copyright © 2014 by Irene Salzmann (IS)

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