Mr. Monk und die Feuerwehr

mr-monk-und-die-feuerwehrLee Goldberg
Mr. Monk und die Feuerwehr
Mr. Monk 1

Mr. Monk Goes to the Firehouse, USA, 2006
Panini Comics, Stuttgart, 4/2007
TB, Krimi, Comedy
ISBN 9783833215896
Aus dem Amerikanischen von Ralph Sander
Titelgestaltung von tab indivisuell, Stuttgart
Fotos von Universal Studios Licensing LLLP

www.paninicomics.de
www.leegoldberg.com/
(sfbentry)

Mr. Monks Haus wird von Termiten heimgesucht, und wer den panischen Zwangsneurotiker kennt, weiß genau: Das ist für ihn in etwa vergleichbar mit einer Kriegserklärung. Sein Heim muss ausgeräuchert werden, in der Zwischenzeit quartiert er sich – da kein Hotel seinen Ansprüchen genügt – bei seiner Assistentin Natalie ein. Da sind Katastrophen vorprogrammiert, denn mit einem Mann unter einem Dach zu leben, der lieber einen kompletten Geschirrsatz wegschmeißt, als ungerade Tellerzahlen hinzunehmen, der Spagetti abzählt und morgens ungefähr drei Stunden im Bad benötigt, ist eine Nervenprobe für alle Beteiligten.

Monk übernimmt spontan Ermittlungen für Natalies Tochter Julie: Ein Hund, Maskottchen der Feuerwehrwache, wurde getötet. Dieser scheinbar so harmlose Fall führt Monk und Natalie zu einem Sumpf von Mord, Betrug und Gier, wie man es nicht anders von diesen beiden gewohnt ist. Um den Täter zu überführen, muss Monk allerdings in extrem viel Dreck und Unrat stochern…

Der Plot ist vielschichtig konstruiert. Man weiß zwar schon ab der Mitte, wer der Täter ist, doch nun gilt es, ihn hieb- und stichfest zu überführen. Dazu entwickeln sich dabei Komplikationen, mit denen man nicht gerechnet hat. Monk weiß auf jeder Seite zu verblüffen, überführt ganz nebenbei noch eine Reihe weniger wichtiger Täter und löst im Vorbeigehen Rätsel, die normale Menschen nicht einmal als Problem erkannt hätten.

Sowohl sprachlich als auch von der kriminalistischen Hochspannung her ein Leckerbissen, den man sich nicht entgehen lassen sollte! Auch wenn es einige Logikfehlerchen gibt, einige Wendungen an den Haaren herbeigezerrt werden, es bleibt ein Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite. Alle Haupt- wie Nebenfiguren sind lebensecht gezeichnet, die Atmosphäre zu jedem Zeitpunkt stimmig. Besonders gelungen ist die Szene, als Monk tapfer in eine Mülldeponie marschiert; man leidet gemeinsam mit ihm und seinen Helfern. Der einzige wirkliche Abzug hat dann auch nichts mit Monk zu tun, der so tragisch, so bedauernswert und gerade dadurch so menschlich ist: Natalies romantisches Miteinander mit einem Feuerwehrmann ist vielleicht realistisch, aber unbefriedigend… Da es aber ein Krimi und keine Liebesgeschichte ist, fällt dieser Punkt aus der Wertung.

Also: Egal, ob man die Fernsehvorlage kennt oder nicht, das Buch lohnt sich auf jeden Fall. (alea)

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