Online wartet der Tod

Alafair Burke
Online wartet der Tod

Originaltitel: Dead Connection (2007)
dtv
ISBN  978-3-423-21314-1
Krimi
Erscheinungsjahr: 2011
Übersetzer Susanne Wallbaum
Umfang 464 Seiten

http://www.dtv.de/
http://alafairburke.com/

Titel erhältlich bei buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Zum Autor:

Alafair Burke lebt in New York City und ist Dozentin für Strafrecht an der Hofstra Law School. Sie war lange als Deputy District Attorney in Portland, Oregon, tätig.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch:

Ellie Hatcher hat eine rasante Karriere bei der Polizei hingelegt und wird nun im Fall von zwei toten Frauen, zwischen deren Toden genau ein Jahr liegt und die beide bei der Online-Partnerbörse „First Date“ registriert waren, hinzugezogen. Noch kann Ellie sich nicht erklären, warum gerade sie an dem Fall arbeiten soll, wo sie doch beim Raubdezernat eigentlich eingesetzt ist und nur ausgeliehen wird.

Sie ermittelt gemeinsam mit Flann McIllroy und so legen die beiden einen Fake-Account bei First Date an, weil sie glauben, dort eine Spur zum Mörder zu finden, denn dieser hatte bei beiden Morden auf diese Online-Plattform verwiesen. Und dann wird eine dritte Frau ermordet und für Ellie zieht sich die Schlinge immer enger zu, denn sie könnte die nächste sein.

Fazit:

Online wartet der Tod scheint zunächst ein leicht zu durchschauender Krimi zu sein. Auch die Protagonisten scheinen nach bewährtem Muster „gestrickt“ zu sein. Doch die ganze Geschichte entwickelt sich zu einem Strudel, dem sich der Leser einfach nicht entziehen kann. Dies liegt daran, dass die Hauptfigur, Ellie Hatcher, sehr sympathisch daher kommt. Mit einer nicht allzu leichten Vergangenheit, die sie noch nicht aufgearbeitet hat und die selbstverständlich auf ihren Schultern lastet.

Und dann ist da ein sehr geschickter Täter, der mit allen Wassern gewaschen zu sein scheint, die Ermittler lockt und ihnen immer wieder das Gefühl gibt, als wären sie auf der richtigen Fährte. Doch dann kommt doch wieder eine Wendung, ein neues Moment ins Spiel, was alles verändert.

Das aktuelle Thema, Online-Dating und generell Online-Kontaktbörsen und der Umgang damit, finde ich hochinteressant. Und so finde ich es gar nicht schlimm, dass das Buch schon mit einem erhobenen Zeigefinger daher kommt, nicht zu leichtfertig zu sein, mit dem, was man von sich online preis gibt und wie sehr man sich auf diejenigen, die man dort antrifft, einlässt. Ich finde es wichtig, dass durch eine erfundene Geschichte ein Denkprozess angestoßen wird. Auf diese Weise erreicht man glaube ich mehr Menschen, als z.B. als Politiker in einer trockenen Runde.

Von daher finde ich, dass man den ganzen Hintergrund nicht auf die allzu leichte Schulte nehmen sollte. Und es hinterlässt einen Geschmack nach einem ernsthafteren Umgang im Netz, einem bedachteren Umgang. Wie schnell könnte tatsächlich jemand mit so krimineller Energie auf die Idee kommen, sich so seine Opfer zu suchen? Und wie oft ist es schon passiert? Wie gesagt, es regt zum Nachdenken an, wie ich finde.

Nichtsdestotrotz ist es ein Buch, dass durch seinen eingägen Stil und seine gut konstruierten Charaktere überzeugt. Ich bin sehr gespannt, wie der nächste Fall für Ellie Hatcher aussehen mag und welches Themas sich die Autorin dort annehmen wird.

Copyright © 2012 by Sabine Kettschau

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