Osiris Ritual

George Mann
Osiris Ritual
Hobbes & Newbury 2

The Osiris Ritual, GB, 2011
Piper Verlag, München, 02/2012
PB mit Klappbroschur
Steampunk, Mystery-Thriller
ISBN 978-3-492-70259-1
Aus dem Englischischen von Jürgen Langowski
Titelgestaltung von Guter Punkt, München unter Verwendung einer Illustration von Bao Pham

www.piper-fantasy.de
www.guter-punkt.de
http://georgemann.wordpress.com
http://bao22.blogspot.com
http://thienbao.deviantart.com

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London 1902: Im Albion House wird von dessen Besitzer Lord Henry Wintrop (Forscher und Philantrop), der von einer Expedition aus Ägypten zurückgekehrt ist, der Öffentlichkeit seine bedeutendste Entdeckung vorgestellt: die Mumie eines alten thebanischen Priesters. Unter den Anwesenden sind sowohl George Purefoy (Reporter der Times), der über den Abend berichten soll, als auch Sir Maurice Newbury. Beide Männer sind sich auf Anhieb sympathisch. Als der Sarkopharg geöffnet und die Mumie ausgewickelt wird, was zu Newburys Missfallen sehr pietätlos von statten geht, wird anhand des zum Schrei aufgerissenen Mundes des Toten gewahr, dass der Verstorbene bei lebendigem Leib mumifiziert wurde.

Veronica Hobbes, Newburys hübsche und toughe Mitarbeiterin (und Agentin der Krone, was Newbury aber nicht weiß), recherchiert in einem Fall von vermissten Frauen, die verschwanden, nachdem sie den Auftritt eines Zauberkünstlers  – des ‚geheimnisvollen Alfonso‘ – besucht haben. Veronica und Newbury besuchen ebenfalls eine seiner Vorstellungen. Während dieser Vorstellung lässt der Zauberer wieder eine Frau verschwinden, die die beiden danach verwirrt und desorientiert im Nebel finden und nach Hause bringen. Was die Frage aufwirft: Was geschieht mit den Frauen, und warum verschwinden nur einige und andere tauchen verwirrt auf?

Weil ihn die Mumie gedanklich nicht mehr loslässt, kontaktiert Newbury Aldous Renwick, einen Fachmann für okkulte Literatur. Von ihm erfährt er die mögliche Identität der Mumie: Khemosiri, der schwarze Osiris, ein Priester, der ca. 1500 v. Chr. dem Pharao Thutmois, dem ersten in Theben, gedient hat. Er wurde angeklagt, das „Osiris Ritual“ entwickelt zu haben, das ihm seine Langlebigkeit sichern sollte.

Die Königin beauftrag Newbury, einen Agenten ausfindig zu machen und zum Palast zu bringen: William Ashford. Dieser wurde vor fünf Jahren getötet, aber von Dr. Fabian, der auch die Königin ‚betreut‘, als eine Art Waffe ‚wieder aufgebaut‘. Ashford ist somit kein Mensch mehr, sondern eine Anomalie, weder lebend noch tot. Und er steht im Verdacht, ‚übergelaufen‘ zu sein. Newbury erfährt von seinem Freund und Chief Inspector bei Scotland Yard, Bainbridge, mehr über Ashford und die mysteriösen Umstände seines Todes, in den Dr. Aubrey Knox involviert war, ein brillanter Mann, der von okkulten Wissenschaften fasziniert war und seit Ashfords Tod spurlos verschwunden und Newburys Vorgänger gewesen ist.

Dann wird Lord Wintrop im Salon seines Hauses tot aufgefunden. In dem Raum wurde fast alles zerstört, und eine ungewöhnliche Uschebti-Figur mit einer außergewöhnlichen Beschriftung ist verschwunden. Wintrops Leiche ist ähnlich der der Mumie in den äußeren Sarkophag gebettet worden, der Mund (auch wie bei der Mumie) im Todeskampf zu einem schrecklichen Grinsen erstarrt, mit präzise durchgeschnittener Kehle im Stile der Agenten der Krone. Ist Ashford, der abtrünnige Agent, der Mörder? Newbury hat Grund zu der Annahme, zumal ihn Ashford seit einiger Zeit verfolgt und Newbury erfahren muss, dass Ashford mittlerweile mehr Maschine als Mensch ist …

Amelia, Victoria Hobbes 19-jährige, hellseherische Schwester geht es in dem Sanatorium, in das ihre Eltern sie steckten, immer schlechter. Victoria Hobbes untersucht derweil weiter den Fall mit den verschwundenen Frauen. Sie sucht entgegen der Absprache mit Newbury alleine das Theater und Alfonso auf – gerät prompt in eine Falle und macht eine schreckliche Entdeckung …

Dann wird ein weiterer Anwesender  des „Mumien-Abend“ bei Wintrop ermordet – und das ist nicht die letzte Leiche in diesem spannenden Fall.

Das „Osiris-Ritual“ steht „Affinity Bridge“ in nichts nach. Mehr noch, es ist eine kurzweilige Steigerung, zumal dem Leser die Charaktere immer vertrauter werden und sie an Tiefe gewinnen. George Mann schreibt turbulent, ohne Längen und auf gleichbleibenden erzählerischen Niveau und lässt Bd. 2 mit einem geschickten Cliffhanger enden, der die Lust auf mehr professionell weckt. Der Autor ist definitiv eine Bereicherung für das Steampunk-Genre und kann  sich hoffentlich langfristig mit seinem Ermittler-Duo darin etablieren, denn die beiden haben Suchtpotenzial.

Auch die Aufmachung ist wie bei Bd. 1 tadellos. Leserherz, was willst du mehr? Ein Zitat aus dem Roman: „Der Zufall ist die letzte Zuflucht des unfähigen Detektivs“ – Newbury. Kein Zufall wäre es, wenn sich George Manns Romane als Bestseller entpuppen würden! „Osiris Ritual“ bietet ein Ermittler-Duo mit Suchtpotenzial vor atmosphärischer Steampunk-Kulisse.

Copyright © 2012 by Alisha Bionda (AB)

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