Phobia

Wulf Dorn
Phobia

Heyne Verlag
ISBN 978-3-453-26733-6
Thriller
Erschienen am 09.09.2013
Druck und Bindung: GGP Media GmbH, Pößneck
Umfang: 395 Seiten, gebunden

www.randomhouse.de
www.wulfdorn.com

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Zum Autor:

Wulf Dorn, Jahrgang 1969, schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr. Seine Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Sein 2009 erschienener Debütroman Trigger wurde ein internationaler Bestseller. Auch seine weiteren Romane sind inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt. Nach zwanzigjähriger Psychiatrietätigkeit lebt er heute als freier Schriftsteller mit seiner Frau und einer Glückskatze in der Nähe von Ulm.

Zum Buch:

Der sechsjährige Harvey hat nachts einen Albtraum. Er hat angeblich einen Mann mit einer fürchterlichen Fratze gesehen, der an seinem Zimmerfenster gekratzt hat. Sarah versucht ihn zu beruhigen und zeigt ihm einen verirrten Ast, der im Wind gegen sein Zimmerfenster schlägt. Als Sarah wenig später Geräusche ihres zu früh nach Hause kommenden Mannes im Haus hört, eilt sie nach unten, um ihn zu begrüßen. Und dort steht ein Mann in der Küche vor dem Kühlschrank, der zwar Stephens Anzug trägt und seinen Koffer und Schlüssel im Flur abgelegt hat, aber nicht Stephen ist. Dieser sichtlich äußerlich sehr entstellte Unbekannte ist zudem der festen Überzeugung, ihr Mann zu sein. Sarah gelingt es zu flüchten und die Polizei zu verständigen, doch diese reagiert nicht kooperativ. Ihre wirre Geschichte klingt zu unglaubwürdig, auch die Angst nach dem Verbleib von Stephen wird nicht ernst genommen. So zieht sie zunächst aus dem eigenen Haus mit ihrem Sohn zu ihrer Freundin, doch sowohl Stephen als auch der Unbekannte bleiben zunächst verschwunden …

Mark Behrendt reist nach London, um an der Beerdigung seines ehemaligen Doktorvaters teilzunehmen. Er selbst ist Psychiater, kann aber nach einem tragischen Tod seiner Lebensgefährtin nicht mehr praktizieren. Auf der Beerdigung fängt die verzweifelte Sarah ihren Jugendfreund Mark ab und bittet um seine Hilfe. Selbst mit ausreichenden Problemen beschäftigt, windet sich Mark zunächst. Doch eine innere Stimme rät ihm, Sarah zu helfen, damit er sich selbst hilft. Die Suche nach dem entstellten Unbekannten beginnt. Doch niemand scheint diesen zu kennen, als wäre er nie dagewesen. Mit der Suche nach dem Motiv, dem Entführer und Sarahs Mann kommen immer weitere Puzzleteile ans Licht, die die scheinbare Familienidylle bröckeln lässt. Und der Zustand Angst bekommt bei allen Beteiligten eine ganz neue Betrachtung …

Fazit:

Ein scheinbar grausam inszeniertes Spiel, das Sarah aus ihrem gewohnten Leben herausreißt, sie jedoch in allen Facetten mit dem Thema Angst konfrontiert. Die Einleitung zur Geschichte ist sehr spannend und gruselig – wie reagiert man, wenn man einem Fremden im Haus begegnet, der behauptet, der eigene Mann zu sein? Ein psychisch gestörter und kranker Mann, der gerne an Stelle eines scheinbar glücklichen Familienvaters stehen würde. Doch auch er erkennt, dass der Schein trügt und will Stephen dafür bestrafen. Der weitere Verlauf der Story ist sehr interessant, ich war gespannt, was der Unbekannte bezweckt. Jedoch lässt die Spannung ab diesem Punkt des Wissens auch etwas nach, da  es dann natürlich auch bis zum Ende vorhersehbar wird.

Ein wenig unglaubwürdig erscheinen mir zudem bei diesem Fall das Desinteresse und der fehlende Einsatz der Polizei. Diese Reaktion ist eher unüblich. Im Gesamten jedoch ein tolles empfehlenswertes Buch mit einer Story, die mich sehr gut unterhalten hat. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Dies ist mein erstes Buch von Wulf Dorn, der Band “Trigger“ steht aber schon in meinem Regal. Ich freue mich hier schon auf ein Wiedersehen mit Mark Behrendt!

Copyright © 2013 by Sandra Stockem

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