Poesie des Todes

J. T. Ellison
Poesie des Todes
Taylor Jackson 1

All The Pretty Girls, USA, 2007
MIRA Taschenbuch im CORA Verlag, Hamburg, 12/2010
TB, MIRA STAR Bestseller Autoren
Thriller 25484
ISBN 978-3-89941-791-3
Leseprobe aus J. T. Ellisons „Der Schneewittchenmörder“/895
Aus dem Amerikanischen von Ivonne Senn
Titelgestaltung von pecher & soiron, Köln
Autorenfoto von Chris Blanz/Harlequin Enterprises S. A., Schweiz

www.mira-tschenbuch.de
www.jtellison.com/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Lieutnant Taylor Jackson vom Nashville P. D. wird zu einem Mordfall gerufen, der offenbar nicht vom ‚Rainman‘ begangen wurde, nach dem sie und ihre Kollegen fahnden, sondern vom ‚Southern Strangler“, wie sie von ihrem Freund, dem FBI-Beamten John Baldwin, erfährt. Der Southern Strangler hat bereits mehrere junge Frauen ermordet und lässt dabei ein Muster erkennen:

Nachdem er ein Mädchen tötete und ihm die Hände abschlug, bringt er es in einen anderen Ort, in dem er das nächste Opfer auswählt. Diese haben in irgendeiner Form mit demselben Unternehmen zu tun, und Nashville scheint eine Schlüsselrolle innezuhaben. Besonders perfide ist, dass der Täter stets ein Gedicht und eine Hand von der vorherigen Toten zurücklässt. Lange tappen die Ermittler im Dunkeln, bis der Computer einer Journalistin, die bei einem Autounfall ums Leben kam, überraschende Hinweise liefert. Der Sothern Strangler schickte ihr dieselben Gedichte und schien erwartet zu haben, dass sie ihn erkennt. Aber wieso? Nach und nach wird ein Drama enthüllt, das seinen Anfang vor mehr als zwanzig Jahren nahm …

Vermutlich bringen viele Leser die MIRA-Taschenbücher mit Liebesromanen aller Couleur in Verbindung. Längst jedoch wurde die Bandbreite des Verlags um phantastische Titel und Krimis erweitert, in der romantische Beziehungen unterschiedlich gewichtet werden, so dass auch die Fans der spannenden Unterhaltung einen Blick in das stetig wachsende Programm werfen sollten. Gerade „Poesie des Todes“ von J. T. Ellison weiß sehr positiv zu überraschen, so dass man nach der Lektüre dem Erscheinen des zweiten in sich abgeschlossenen Romans, „Der Schneewittchenmörder“, der einen weiteren Fall von Taylor Jackson schildert, hoffnungsvoll entgegen fiebert.

Tatsächlich präsentiert J. T. Ellison einen waschechten, spannungsgeladenen Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Die Schilderungen, wie die Ermittler zu Werke gehen, wirken hieb- und stichfest – auf dem Klappentext wird erwähnt, dass die Autorin hierfür beim Metro Nashville Police Department und dem FBI Informationen einholte. Besonders reizvoll ist, dass an mehreren Fällen, die nicht zwangsläufig miteinander zusammenhängen, gleichzeitig gearbeitet wird (das kennt man z. B. aus Robert van Guliks „Richter Di“-Romanen). Ferner blockieren die Beamten einander nicht aus falschem Ehrgeiz, sondern arbeiten Hand in Hand. Dennoch sind die Anstrengungen nicht nur von Erfolgen gekrönt; dicht anbei befindet sich ein Abgrund, in den schon viele Ermittler stürzten, weil sie die Gräuel nicht ertragen konnten und wegen ihres belastenden Berufs auch privat scheiterten.

Von diesem Punkt ist Taylor Jackson, obwohl sie schon eine Menge erlebt und gesehen hat, noch weit entfernt. Eifrig nimmt sie sich ihrer Aufgabe an, während John Baldwin dem Burn Out-Syndrom schon näher steht. Das Privatleben müssen beide zurückstellen und haben damit keine Probleme. Zielstrebig folgen sie den Spuren, und als sie endlich die Identität des Southern Strangerls aufdecken, schüttelt er bereits den nächsten Trumpf aus dem Ärmel. Es kommt zu einem Showdown, nach dem das Buch langsam ausklingt. J. T. Ellison schreibt routiniert, realistisch und packend. Auf unnötige romantische Momente wird bewusst verzichtet, so dass Krimi-Freunde eine wahrlich mitreißende, verschlungene Handlung genießen dürfen, die keine Wünsche offen lässt.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

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