Puppenspiele

Marina Heib
Puppenspiele

Piper Verlag
ISBN 978-3-492-25956-9
Thriller
3. Auflage Oktober 2010
Umschlagkonzept: semper smile, München
Umschlaggestaltung: Cornelia Niere, München
Umschlagmotiv: Artwork Cornelia Niere;
Clayton Basttiani/ tevillion images (Frau)
Umfang: 336 Seiten, kartoniert

www.piper-verlag.de
www.marinaheib.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Marina Heib, geboren in St. Ingbert/ Saarland, lebt als Schriftstellerin und Drehbuchautorin in Hamburg. Nach ihren Kriminalromanen „Der Bestatter“, (vormals veröffentlicht unter dem Titel: „Weißes Licht“), „Eisblut“ und „Tödliches Ritual“ und „Puppenspiele“ ist „Parasiten“ der fünfte Fall für die Sonderermittler um Christian Beyer.

Zur Handlung:

Wie würde man reagieren, wenn man bemerkt, dass die vermeintliche angelieferte Wachsfigur eine gut hergerichtete tote Frau ist?

Die Sonderermittlungseinheit von Kommissar Christian Beyer muss sich diesmal mit einem besonderen Serientäter befassen: Eine Frauenleiche wird als Geschenk in einer Holzkiste im Berliner Wachsfigurenkabinett angeliefert, kunstvoll drapiert, wie eine Puppe künstlich weiß gepudert und konserviert. Zudem scheint der Spiegel eine große Rolle zu spielen, den die Tote in der Hand hält. Nur das Herz wurde der jungen Frau entwendet. Eine ähnlich her- oder auch zugerichtete Leiche wurde schon zuvor in einen Zirkus geliefert. In einem weiteren Handlungsstrang lernen wir die Geschäftsfrau eines Kosmetikkonzerns kennen, die einen privaten Ermittler beauftrag, einen Mann zu finden, der ihrer Karriere sehr gefährlich werden könnte. Ob es sich hierbei um denselben Mann handelt, der auch als Serienmörder gesucht wird?

Christian Beyer selbst stürzt sich in die schwierigen Ermittlungen, erhält diesmal aber keine Unterstützung seiner Lebensgefährtin und Psychologin Anna Maybach, die sich zur Weiterbildung in den USA befindet. Er versucht die Beweggründe und Botschaften, die sich in der Inszenierung der Leichen darstellen zu entschlüsseln. Der Täter scheint überaus intelligent und verwischt seine Spuren sorgfältig. Zudem problematisch wird es, als die Mutter eines Opfers sich in die Ermittlungen einschaltet und auch die anderen Mütter aufwiegelt und sich eigenmächtig auf Informationssuche begibt. Und diese Dame ist dem Kommissar zudem sehr sympathisch…

Mein Fazit:

„Puppenspiele“ ist ein spannendes Buch um einen weiteren sehr geistesgestörten Serientäter, auf dessen Motive man nicht so einfach kommt. Marina Heib wählt in ihren Büchern häufig den Wechsel der Erzählstränge, mal aus Sicht der  Ermittler, mal aus Sicht der Handlung des Täters. Dies macht die Verfolgung und die Suche nach ihm natürlich insoweit interessant, dass man die Schritte auf beiden Seiten verfolgen kann. Ab und an ist diese Geschichte brutal dargestellt, gerade wenn es um die Herrichtungen der toten Frauen geht, aber auch in einem Fluss spannend inszeniert. Wie gewohnt präsentiert sich der Kommissar Beyer eigenwillig und mit Ecken und Kanten sowohl in seinem privaten als auch beruflichen Leben. Das macht ihn mir als Leser immer wieder sehr sympathisch. Obwohl ich in diesem Band Anna Maybach schon etwas vermisst habe!

Auch dieses Buch habe ich in einem Zug durchgelesen. Die Auflösung und Verstrickungen waren mir zwar stellenweise ein wenig unglaubwürdig, aber gut konstruiert im Ablauf und mit einem entsprechenden ?Show-down? am Ende versehen. Ich bin auf den neuen Band „Parasiten“ gespannt!   

Copyright © 2011 by Sandra Stockem

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