Rapunzelgrab

Judith Merchant
Rapunzelgrab

(sfbentry)
Knaur
ISBN 978-3-426-51463-4
Kriminalroman
Erschienen September 2015
Covergestaltung: ZERO Werbeagentur, München
Coverabbildung: © Peter Wenz / FinePic, München
Taschenbuch, 416 Seiten

www.knaur.de


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Die Autorin:

Judith Merchant studierte Literaturwissenschaft und unterrichtet heute an der Bonner Universität Creative Writing. Für ihre Kurzgeschichten wurde sie zweimal mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet.  2014 erschien „Die Lügen jener Nacht“, Judith Merchants erster psychologischer Spannungsroman. „Rapunzelgrab“ ist der dritte Kriminalroman in der Serie um Kommissar Jan Seidel aus Königswinter,

Das Buch:

Die Leiche einer jungen Frau wird am Fuße des Hexenturms in Rheinbach gefunden. Sie trägt eine Perücke mit blonden Zöpfen, der Schädel darunter ist kahl. Was hat das zu bedeuten?

Es stellt sich heraus, dass am Abend zuvor im Hexenturm eine Lesung des Bestsellerautors Niklas Schreck zu seinem Debüterfolg „Rapunzelmord“ stattgefunden hat. Anwesend war nur ein kleiner Kreis an Gästen, insbesondere Mitglieder eines ortsansässigen Literaturzirkels, dem auch die Tote angehörte. Ist der Täter unter ihnen zu finden? Von der Hand zu weisen ist das nicht, denn das Opfer litt, wie sich schon bald herausstellt, unter einer schrecklichen Erkrankung, dem Rapunzelsyndrom. Genau diese Krankheit spielt auch in Schrecks Kriminalroman eine entscheidende Rolle.

Der ermittelnde Kriminalhauptkommissar Jan Seidel taucht bei seinen Ermittlungen zwangsläufig in die Welt der Schriftsteller, Verlage, Agenten und Möchtegernschreiberlinge ein und sieht sich dort vielfältigen Problemen und möglichen Tätern gegenüber. Eigene Probleme lassen ihn dabei oft den Blick für die richtigen und wichtigen Details verlieren, aber hierfür darf der Leser auch durchaus Verständnis haben. Auch Jan Kollegen sind hin und wieder durch private Dinge etwas abgelenkt. Dennoch schreiten die Ermittlungen voran.

Als Leser darf man hier wirklich eintauchen in die Welt der Autoren, die wohl vielen schillernder erscheint, als sie wirklich ist und für manchen wohl so erstrebenswert ist, dass er dafür sogar sehr weit gehen würde. Gerade die Mitglieder des Literaturzirkels stehen daher im Visier der Ermittler.

Die Autorin präsentiert in ihrem Roman vielschichtige Charaktere und wirft einen kriminalistischen Blick auf eine Welt, in der sie sich als Autorin sicher gut genug auskennen dürfte. Da muss der Leser wohl hoffen, dass es unter Schriftstellern auch anders zugehen kann und ein Mord nicht immer das Mittel der Wahl ist oder aber nur dann, wenn er Teil einer Geschichte werden soll.

„Rapunzelgrab“ ist kein Märchen, aber eine gelungene Inszenierung eines märchenhaften Mordes. Lesenswert!

Copyright © 2015 by Iris Gasper

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