Schattenfreundin

Christine Drews
Schattenfreundin

Bastei Lübbe
ISBN 978-3-404-16746-3
Kriminalroman
Erschienen 14. März 2013
Titelillustration: © corbis/Fabrice Lerouge/Onoky; © missbehavior.de
Umschlaggestaltung: Pauline Schimmelpenninck, Büro für Gestaltung, Berlin
Taschenbuch, 287 Seiten

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www.lesejury.de
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Die Autorin:

Schon während ihres Germanistik- und Psychologiestudiums arbeitete Christine Drews für diverse TV-Produktionen. Nach ihrem Magisterabschluss schrieb sie für Clou Entertainment als feste Autorin für verschiedene Comedy-Serien, bevor sie sich 2002 selbständig machte. Seitdem hat sie Drehbücher für Movies, Familien- und Comedyserien geschrieben und als Autorin für zahlreiche Showformate gearbeitet. „Schattenfreundin“ ist ihr erster Roman.

Das Buch:

Ein Umzug bringt oft eine Menge Unruhe in den Alltag. So ergeht es auch der kleinen Familie Ortrup rund um Katrin, Thomas und den dreijährigen Leo. Noch lange ist im neuen Haus nicht alles an Ort und Stelle, die junge Mutter leicht überfordert mit ihrem Halbtagsjob, dem kleinen Kind und dem täglichen Einerlei. Das ist auch kein Wunder, denn ihr Mann Thomas ist kaum zu Hause, arbeitet übermäßig viel. Wie schön ist es da für Katrin als sie vor dem Kindergarten zufällig die Bekanntschaft von Tanja Weiler macht. Die zwei Frauen freunden sich an, die Kinder verstehen sich sehr gut. In Tanja glaubt Katrin eine wahre Freundin gefunden zu haben und das scheint sich zu bestätigen als Katrins Vater unverhofft verstirbt und Leo am Beerdigungstag einen Babysitter benötigt. Tanja ist sofort bereit sich um den Jungen zu kümmern. Doch dann geschieht das Unfassbare: Tanja bringt Leo nicht wie besprochen nach Hause zurück. Es stellt sich heraus, dass sie selbst gar kein gleichaltriges Kind hat, sondern nur als Kindermädchen in einer anderen Familie gearbeitet und deren Kind gegenüber Katrin als das eigene ausgegeben hat. Leo bleibt verschwunden und Katrin erhält eine sonderbare Nachricht.

Die Kommissarin Charlotte Schneidmann und ihr Kollege Peter Käfer werden eingeschaltet. Sie setzen alles daran den verschwundenen Leo schnellstmöglich zu finden und müssen dabei erleben, wie eine Familie zu zerbrechen droht. Die Entführung bringt Eheprobleme zwischen Katrin und Thomas ans Licht. Darüber hinaus scheint es aber in Katrins Familie noch einige Geheimnisse mehr zu geben. Katrins Leben gerät aus den Fugen.

„Schattenfreundin“, das ist Roman und Krimi zugleich. Diese Geschichte ist wirklich fesselnd geschrieben. Sie berührt und lässt den Leser nicht los. Gerade Mütter werden mit Katrin leiden und ihre Verzweiflung tief im Inneren spüren. Wie ist es, wenn dein Kind verschwindet und du dir selber die Schuld daran geben musst, weil du voreilig gehandelt hast, einfach zu unüberlegt warst?

Die Täterin ist hier klar, gerätselt werden darf um das warum und das ist gar nicht so offensichtlich. Gerade diese Tatsache hat für mich den Reiz der Geschichte ausgemacht. Der Autorin gelingt es sehr gut den Leser auf verschiedenen Fährten zu locken, obwohl die grundsätzliche Richtung von Anfang an vorgegeben ist.

Neben der Haupthandlung spielen auch das Leben und die Vergangenheit der Ermittlerin Charlotte eine nicht unerhebliche Rolle. Der Ermittlungsfall weckt in ihr Erinnerungen an ein schreckliches Erlebnis und löst in ihr etwas aus, von dem sie glaubte es überwunden zu haben. Dieser Handlungsstrang passt perfekt zur gesamten Geschichte und ist mit dieser in meinen Augen sehr gut verzahnt.

„Schattenfreundin“ ist ein schöner Krimi, der ohne viel Blut auskommt und ein wirklich guter Start für ein interessantes Ermittlerteam.

Copyright © 2013 by Iris Gasper

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