Schmetterlinge wollen fliegen

schmetterlinge-wollen-fliegenSandra Conze
Schmetterlinge wollen fliegen

Edition Heikamp 23
Crago-Verlag, Weikersheim, Originalausgabe/1. Auflage à 100 Ex.: 6/2009
Literaturheftchen im Kleinformat, Krimi
ISBN 9783937440415
Titelillustration von Iris N. Inge
Autorenfoto von N. N.

www.crago-verlag.de
http://heikamp.net/
www.edition.heikamp.net
www.SandraHenke.de

Sandra Conze, die unter dem Namen Sandra Henke schreibt, veröffentlichte bereits mehrere Bücher bei Verlagen wie Ueberreuther, Bastei und Mira. Der Crago-Verlag präsentiert in „Schmetterlinge wollen fliegen“ eine Sammlung Kurz-Krimis, in denen Kommissar Lassig ermittelt und durch Indizien oder auch Dank des glücklichen Zufalls den Täter überführt. Neun Storys, die zwischen zwei und fünf Seiten lang sind, schildern überwiegend Geschehnisse, denen ein längerer Ärger vorausging, der sich schließlich in einer Affekthandlung entlädt. In keinem Fall zeigt der Täter Reue; vielmehr reagiert er erleichtert und bemüht sich, alle verräterischen Spuren zu beseitigen. Er fühlt sich sicher, doch dann stellt sich heraus, dass er etwas übersehen hat.

„Gefährliche Rivalität“ herrscht zwischen zwei Kollegen, nach denen einer von ihnen durch sein gepflegtes Aussehen die Karriereleiter schneller nach oben fiel als der andere – und genau dieses Attribut bringt den Mörder auch noch zu Fall. In „Platinblond“ und „Unsichtbare Spuren“ überführt der Kommissar durch ein ähnliches Indiz den Täter. Die Titelstory erzählt von einem jungen Mann, der sich nicht länger von seinem Vater schikanieren lassen will, aber bei der Beseitigung der Spuren etwas vergisst. Auch „Kalter Kaffee“ führt zur Entdeckung von verborgenen Beweisen.

„Die Rache der Katzen“ trifft den Hausverwalter, der eine Mieterin tötet, weil er sich durch die Tiere und ihre allgegenwärtigen Hinterlassenschaften gestört fühlte. Und auch in „Gemacht für die Ewigkeit, bringt eine Katze das Verbrechen auf entsprechende Weise ans Licht. „Ein Hotel in Nöten“ macht einen ganz besonderen Trick erforderlich. Man sollte auch als Räuber nicht an der falschen Stelle sparen: „Femme Fatale“ ist der Name teurer Nylon-Strümpfe. Der Geizhals, der sich für ein Billigprodukt entscheidet, bekommt später die Quittung.

Manchmal – aber nicht immer – nimmt der Titel die Pointe vorweg, und einige der Geschichten warten mit vergleichbaren Lösungen auf. Hier hätten ein bisschen mehr Geheimniskrämerei und Abwechslung gut getan. Dennoch sind die Storys in der Tradition des Kurzkrimis, wie man ihn aus der Tageszeitung oder Illustrierten kennt, unterhaltsam zu lesen und werden zweifellos ihr Publikum in den Kreisen finden, die es kurz und präzise inklusive einer Portion Lokalkolorit mögen.

Irene Salzmann (IS)

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