Schweigen ist Tod

Peter Märkert
Schweigen ist Tod

Brockmeyer Verlag
ISBN 978-3-8196-0872-8
Kriminalroman
Erschienen 2012
Umschlagentwurf: Jen Maerkert
Gestaltung und Layout: Helmut Granowski
Taschenbuch, 222 Seiten

www.brockmeyer-verlag.de
www.petermaerkert.de

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Zum Autor:

Peter Märkert, Jahrgang 1955, lebt und arbeitet in Bochum. Nach dem Abitur Studium in Informatik und Sozialarbeit, Tätigkeit als Taxifahrer, Techniker, Sozialarbeiter im Justizvollzug, Bewährungshelfer und Autor.

Zum Buch:

Alexander Windisch ist Bewährungshelfer. Er soll Menschen, die straffällig geworden sind, helfen, wieder Fuß zu fassen im Leben. Dies aber ist eine große Herausforderung und durchaus nicht immer so einfach umzusetzen, wie ein Außenstehender sich das vielleicht vorstellt. Oft fehlen die Zeit, der richtige Blick für den Menschen oder aber einfach auch der Wille des Gegenübers und schon ist die angebotene Hilfe nichts wert. Manchmal sogar entstehen Hass und Rachegefühle, so wie hier. Windisch wird zum Opfer, er wird getötet. Die Suche nach dem Mörder gestaltet sich schwierig, denn der Täter hat so manche falsche Fährte gelegt. Dem Leser ist der Täter bekannt unter dem Namen Engel, aber mehr erfährt auch er nicht gleich zu Anfang. Erst nach und nach stellt sich heraus wer Engel tatsächlich ist und was seine eigentlichen Tatmotive sind.

Der Autor Peter Märkert bleibt auch in diesem Kriminalroman seinem Schreibstil, der mich persönlich bereits beim Vorgängerbuch „Jeder Einzelne“ begeistert hat, treu. Mit kurzen, sehr prägnanten Sätzen und ohne große Ausschmückungen schildert er sehr realistisch einen Mord, die Motive und die Aufklärung der Tat. Der Fall bleibt nah am Leben, ist glaubwürdig und sehr real. Geschildert wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven. So gewinnt der Leser einen sehr guten Einblick in den Arbeitsalltag der Bewährungshelfer, deren Schwierigkeiten untereinander und mit den jeweiligen Kunden und in das Leben der Straftäter, die wie alle Menschen sehr unterschiedlich mit ihrer Situation umgehen und auch ihre Zukunft durchaus sehr unterschiedlich werten. So ist auch die Stimmung nicht immer gleichbleibend. Hier wechseln sich Trauer, Unzufriedenheit, Zuversicht und auch Glück immer wieder ab. Der Leser folgt dem Auf und Ab der Gefühle einzelner Charaktere und darf dabei ohne viel Blut eine wirklich spannende Geschichte erwarten.

Das Leben ist nicht immer nur gut oder schlecht, meist sogar ist es eben irgendwo dazwischen. Genau so ist es auch hier. Eines ist für mich ganz klar: Der Autor weiß worüber er schreibt. Er kennt diese Welt, denn er selbst hat Straffällige betreut, war als Bewährungshelfer tätig. Vermutlich konnte er einigen helfen, anderen nicht und hat mit seinen Klienten Höhen und Tiefen erlebt. Im gesamten Buch ist das spürbar und es lässt sich eigentlich auch auf die Ermittlungen der Polizei übertragen. Der im Fall ermittelnde Beamte Kramer ist sympathisch, hat aber selbst auch mit Schwierigkeiten zu kämpfen, beruflich wie privat.

„Schweigen ist Tod“ spielt im Ruhrgebiet, ist aber eben mehr als nur ein Regionalkrimi. Es ist eine gute Geschichte, ein spannender Fall und ein guter, bodenständiger Krimi ohne große Effekte.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

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