Stoner McTavish

stoner-mctavishSarah Dreher
Stoner McTavish
Stoner McTavish 1

Stoner McTavish, USA, 1985
Argument Verlag, Hamburg, 5/2008,
TB, Ariadne-Krimi
ISBN 9783867540124
Aus dem Englischen von Else Laudan und Martin Grundmann
Titelbildgestaltung von Martin Grundmann
Neuauflage in kleinerem Format

www.argument.de
www.angelfire.com/sd/stonermom/
www.martingrundmann.de

„Stoner McTavish“ war einer der ersten Kriminalromane mit einer bewusst lesbisch dargestellten Hauptfigur, der 1990 auf dem deutschen Markt erschien und nicht auf männlich geprägten Klischees herum ritt, sondern aus einer feministisch-weiblichen Sicht erzählt. Sarah Dreher führte damit ihre Heldin ein, die sie noch in über fünf weiteren Romanen begleiten sollte. Stoner führt zusammen mit ihrer Freundin Marylou ein Reisebüro in Boston. Aber die Geschäfte laufen schlecht, und auch in der bisher innigen Beziehung kriselt es gehörig, denn die beiden Frauen, die seit Jahren eine eingefahrene lesbischen Beziehung führen, geraten immer öfter in Streit. Da kommt Tante Hermione auf eine Idee, um ihre gelangweilte Nichte auf andere Gedanken zu bringen. Sie bittet Stoner, sich um die Enkelin einer Bekannten zu kümmern und sie notfalls zu beschützen, denn die hübsche Gwen könnte unter Umständen einem Heiratsschwindler aufgesessen sein, der auch vor Mord nicht zurück schreckt.

So reist sie in ein Landhotel in Wyoming, das inmitten der Rockies liegt und muss feststellen, dass an den Vermutungen etwas Wahres sein könnte, denn Gwen gerät mehrfach in Gefahr. So beginnen aufregende Tage für Stoner, denn auf der einen Seite darf ihre Tarnung nicht auffliegen, damit der Ehemann nicht misstrauisch wird, zum anderen verliebt sie sich in die muntere junge Frau, die frischen Wind in ihr angestaubtes Leben bringt. Der Roman ist ein handfester Krimi, bei dem es darum geht, einen Verdächtigen zu überführen, bevor er eine weitere Tat begehen kann, aber auch eine romantische Liebesgeschichte, denn die Gefühle die Stoner für Gwen entwickelt, nehmen fast so viel Raum ein wie die dramatischen Ereignisse, die sich während der Flitterwochen des jungen Paares ereignen.

Spannend verweben sich die beiden Handlungsstränge immer wieder miteinander und führen schließlich zu einem dramatischen Höhepunkt, den sich erfahrene Leser zwar schon denken können, der aber sehr logisch und plausibel wirkt. Angenehmerweise schenkt sich Sarah Dreher jeglichen Kitsch, die Gedanken und Gefühle ihrer Heldin sind eher deftig und handfest. So kann man durchaus die eine oder andere leidenschaftliche Szene erwarten. Da sie darüber die Handlung nicht vergisst, fiebert man bis zum Ende mit, da einem die Figuren niemals unsympathisch werden, zumindest die Frauen nicht. Alles in allem ist „Stoner McTavish“ ein Klassiker der lesbischen Kriminalliteratur, der bis auf einige Kleinigkeiten sehr zeitlos ist und auch noch heute spannendes Lesevergnügen bietet. (5xPRT)

Christel Scheja (CS)

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Stoner McTavish

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