Tod im Dünengras

Gisa Pauly
Tod im Dünengras
Sylt-Krimi mit Mamma Carlotta 3

Piper Verlag, München, 06/2009
PB, Krimi
ISBN 978-3-492-25345-1
Titelgestaltung von semper smile, München unter Verwendung eines Fotos von Angelika Frank

www.knaur-verlag.de
www.gisa-pauly.de
www.sempersmile.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Mamma Carlotta ist wieder einmal bei ihrem Schwiegersohn Erik Wolf und ihren beiden Enkeln Carolin und Felix auf Sylt zu Besuch. Carolin will Sängerin werden und ist dem Inselchor beigetreten – zum Entsetzen ihres Vaters und Bruders, die Volksmusik nicht sonderlich schätzen. Es hat aber noch einen weiteren Grund, warum Carolin Gefallen an dem Chor gefunden hat: Sie hat sich in Michael Ohlsen verknallt, der ebenfalls dort mitsingt. Auch Mamma Charlotta singt für ihr Leben gern und folgt daher allzu bereitwillig dem Ruf, ebenfalls ein Mitglied des Chors zu werden. Bei einem Strandspaziergang finden sie bei einem Familienausflug den schwer verletzten Henner Jesse, dessen Frau sich merkwürdig verhält, als Erik Wolf und sein Assistent Sören Kretschmer sie aufsuchen. Sören vermutet schnell, dass Henner Jesse ein Opfer von Mafiosi geworden ist. Mamma Carlotta fühlt sich natürlich sofort befleißigt ihrem Schwiegersohn auch in diesem Fall tatkräftig zu ‚helfen„.

Sie trifft außerdem alte Bekannte wieder: Tove Griess, der Kneipier, und Fietje Tiensch, der Strandwärter. Von Letzterem erfährt Mamma Carlotta, dass sich Henner Jesse in der Nacht, in der er überfallen wurde, mit zwei Typen am Strand getroffen hatte. Doch Mamma Carlotta lernt auch neue Menschen kennen. So z. B. Vera Ingwersen, die Chorleiterin, Utta, ihre Schwiegermutter und Solosängerin des Chors, und Arne, Veras Mann, und dessen Vater Harm. Erik Wolf erhält Besuch in der Polizeistation: Harm Ingwersen will Anzeige gegen einen italienischen Schutzgelderpresser erstatten. Er und sein Sohn Arne (sind beide in der Gastronomie) werden erpresst. Doch im Gegensatz zu seinem Sohn, der es vorzieht zu schweigen, will sich Harm Ingwersen nicht von den Erpressern einschüchtern lassen und sich ihnen widersetzen. Dann stirbt Henner Jesse, kurz nachdem er aus dem Koma erwacht ist.

Doch dabei bleibt es nicht: Auch Utta Ingwersen wird ermordet in ihrem Laden aufgefunden. Von Mamma Carlotta. Neben der Leiche befindet sich ein Zeichen: drei ineinander verschlungene Doppelkreise. Laut Harm Ingwersens Aussage trug einer der Schutzgelderpresser einen Ring mit einem solchen Emblem. Susanna Larsen, jung, hübsch, Kellnerin in Arne Ingwersens Restaurant, ist ebenfalls Mitglied im Chor und scheint ein Verhältnis mit Arne zu haben, der keinerlei Trauer über den Tod seiner Mutter zeigt. Dann sieht Mamma Carlotta zwei Italiener, die jede Woche bei Tove ‚Kassieren„ kommen. Damit nicht genug: Ihr Sohn bittet sie, bei italienischen Kollegen anzurufen und zu dolmetschen. Was ihr natürlich wunderbar in den Kram passt. Nun überschlagen sich die Ereignisse, als der ‚Schutzgelderpresser„ ermordet am Strand aufgefunden wird – und Mamma Carlotta ihn auch noch zu kennen meint, sogar weiß, woher dessen Ring mit den drei Kreisen stammt. Aber das ist noch längst nicht alles. Auch die Beziehungen zwischen den beiden Ingwersen-Männern zu ihren Frauen scheint mehr als fraglich. Welche Rolle spielen die junge, hübsche Susanna Larsen und der schöne homosexuelle Willem Jäger, in dessen Tanzschule die Chorproben stattfinden? Und dann taucht auch noch eine Verwandte von Mamma Carlotta auf …

Mamma Carlotta und die Mafia auf Sylt? Na, wenn das keine spritzige Krimikost verspricht! In diesem „Sylt“-Krimi von Gisa Pauly geht es um Liebe und Eifersucht – die klassischen Mordmotive, und die Charaktere zeigen deutlich: Nicht jeder Saubermann ist auch einer. Gisa Pauly weiß auch zum dritten Mal mit ihrer Serie gut zu unterhalten – mit Witz, Lebendigkeit und Charakteren, die den Leser sofort an die Hand nehmen und mit auf die Insel entführen. Aber auch an Spannung und Verwicklungen wird im Verlauf der Handlung nicht gespart. Somit ist man schon von der ersten Seite an erneut in Mamma Carlottas Fahrwasser und freut sich, sobald man das Buch zuklappt, schon auf deren nächsten Besuch auf der Insel und den kommenden ‚Fall„. Auch die Aufmachung des Titels weiß wieder zu überzeugen. Das Covermotiv, Papierqualität und der Satz sind ohne Fehl und Tadel. Somit ist auch dieser Krimi absolut empfehlenswert. „Mamma Carlotta und die Mafia auf Sylt“: Das ist spritzige Krimikost, die Lust auf mehr weckt!

Copyright © 2011 by Alisha Bionda (AB)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Comments

  1. Der Link zum Knaur Verlag ist hier aber falsch, da das Buch beim Piper Verlag erschienen ist. Ich habe es im Regal, daher weiss ich das! 🙂

    Vielleicht sollte man das überarbeiten, Herr Galaxy?

    Mir ist auch noch das merkwürdige Satzende im ersten Absatz aufgefallen, soll das so bleiben? :

    „Mamma Carlotta fühlt sich natürlich sofort befleißigt ihrem Schwiegersohn auch in diesem Fall tatkräftig zu ‚helfen„.“

    Da scheint Euch ja doch ab und zu was durchzurutschen, ne? 😉

  2. Hallo Karin,

    den Link habe ich korrigiert.

    Für die komplette Rezi samt allen Daten zum Buch und den Verlagen ist alleine der Rezensent verantwortlich. Ob sprachliche, grammatikalische oder andere Fehler sind jeweils die „Handschrift“ des Verfassers. Ich habe weder die Zeit, noch die Aufgabe, hier jedes Wort einer Prüfung zu unterziehen. Hab doch eh schon den Stempel als Korinthe abbekommen. Wenn also jemand einen mangelhaften Text abgibt ist das schade, aber sein persönliches Problem. Wir sind ja keine Schule.

    Wo ich aber rigoros einschreiten würde, wären diskriminierende oder sonst besonders radikale Äußerungen sexueller, politischer, religiöser oder anderer schädigender Art. Sollte ein Rezensent hier unbelehrbar sein, wird er einfach nicht mehr veröffentlicht. Und schon wieder ein Puzzlestück der Arbeit eines Chefredakteurs offenbart.

    Mit galaktischen Grüßen
    galaxykarl 😉

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