Wernievergibt

Friederike Schmöe
Wernievergibt

Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1135-9
Kriminalroman
1.Auflage 07.02.2011
Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart
unter Verwendung des Fotos „woman playing piano“
von © Netfalls/ fotolia.de
Umfang: 276 Seiten, Taschenbuch

www.gmeiner-verlag.de
www.friederikeschmoee.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Zur Autorin:

Friederike Schmöe wurde 1967 in Coburg geboren. Heute lebt sie in Bamberg. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit ist die habilitierte Germanistin als Dozentin an den Universitäten in Bamberg und Saarbrücken beschäftigt. „Wernievergibt“ ist der fünfte Band der erfolgreichen Krimiserie um die Münchner Ghostwriterin Kea Laverde.
 
Zur Handlung:

In diesem fünften Fall verschlägt es die engagierte Ghostwriterin Kea Laverde nach Vorderasien in das ihr noch unbekannte Land Georgien in die Stadt Tiflis. Sie wird von der Agentin Lynn Digas beauftragt, für eine Zeitung eine ausführliche Reportage über den Tourismus in Georgien zu schreiben und mit ihrer Reise Eindrücke und Informationen zu sammeln. Doch eigentlich fährt sie dorthin als Ersatz für Lynns Journalistin Mira Berglund, die sich nicht mehr in Deutschland gemeldet hat und in Georgien verschwunden scheint. Da ihr dies alleine jedoch zu gefährlich erscheint, reist Kea mit Ihrer mütterlichen Freundin Juliane nach Tiflis und recherchiert nicht nur in ihrer beauftragten Sache, sondern interessiert sich auch zunehmend für Miras seltsames Verschwinden.

Fast alle Sachen von Mira befinden sich noch immer im Hotelzimmer. Als zudem die bekannte Opernsängerin Clara Cleveland fast zeitgleich aus Tiflis verschwindet und dadurch ein dort angesetztes Konzert mit einem georgischen Kinderchor platzen lässt, wird Keas Argwohn immer größer. Zumal sie herausfindet, dass beide in Kontakt zueinander gestanden haben. Und was versucht Isolde, die Leiterin des Kinderchors zu verbergen? Kea und Juliane engagieren die junge Georgierin Sopo als Dolmetscherin und nehmen ihre Nachforschung nach Mira und Clara auf. Und stoßen hierbei auch auf Misstrauen und Widerstand in einem ihnen seltsam erscheinenden unbekannten Land zwischen Kaukasus und schwarzem Meer. Als in Keas Hotelzimmer eingebrochen wird und sie eine schriftliche Drohung erhält, weiß sie zumindest, dass sie jemandem schon zu nahe gekommen ist…    
     
Mein Fazit:

In diesem Krimi verlässt Kea Laverde ihre Heimat und ermittelt wieder auf eigene Faust in einem Land, das ihr zunächst in vielem sehr fremd erscheint. Die aus den vorherigen Büchern bekannte Figur Kea und ihre schräge 78-jährige Freundin Juliane bilden hierbei ein interessantes Gespann, dem es Spaß macht, an den Rand des Kaukasus zu folgen. Hierdurch lernt man ein wenig über dies scheinbar schöne aber sehr melancholische und einsam anmutige Land kennen, das durch die Vergangenheit mit allen Kriegswirren stark geprägt ist und noch nach eigenen Charakterzügen sucht, in Anlehnung an das europäische, aber noch stark geprägt von vielen politischen Konflikten wie den Kaukasus-Konflikt um Südossetien. Friederike Schmöe versteht es auch hier wieder sehr gut, verschiedene Handlungsstränge zusammen zustricken, eine spannende Geschichte aufzubauen und in diesem Band die Beziehung zwischen Kea und Juliane zu intensivieren. Leider bleibt hierbei zwar ihr Lebensgefährte Nero ein bisschen auf der Strecke, aber ich hoffe nach dieser Auszeit auf ein Wiedersehen mit Nero im nächsten Fall!

Daher meine Meinung: Ein toller Krimi, in welchem Kea wieder eigenständig ihre großen Wissbegierigkeit in den Vordergrund setzt und eine interessante Aufnahme vom politisch gebeutelten Georgien, die mein großes Interesse an diesem Land weckt. Ich würde dieses Buch gerne an Leser, die ohne großes Gemetzel auskommen weiterempfehlen und bin gespannt auf Keas nächsten Fall!     

Copyright © 2011 by Sandra Stockem

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