Wolfsinsel

wolfsinselTomasz Konatkowski
Wolfsinsel
2. Band der Reihe „Ein Warschau-Krimi“

Originaltitel Wilcza wyspa (2008)
List Taschenbuch
ISBN 9783548608600
Kriminalroman
1.Auflage März 2010
Aus dem Polnischen von Antje Ritter-Jasinska
Titelabbildung: Ian Cumming (Fotograf)
Umfang 475 Seiten

www.list-taschenbuch.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Autor:

Tomasz Konatkowski, geboren 1968, arbeitet als Programmierer und Analyst. Er ist Fußballfan, liebt dunkles Starkbier, gutes Essen und reist gerne. Konatkowski wohnt in der Nähe von Warschau. Wolfinsel ist der zweite Band rund um Kommissar Adam Nowak. In dieser Reihe der Warschau Krimis ist bereits der Debütroman des Autors „So sollt ihr sterben“ erschienen.

Zum Buch:

Das Buch beginnt spannungsgeladen. Ein junger Mensch wird hingerichtet. Hier ist die Neugier des Lesers geweckt.

Dann schwenkt die Handlung. Wir lernen den Kommissar Adam Nowak und einige seiner Kollegen kennen. Sie sind auf der Suche nach einem vermissten Inder, Herrn V. S. Srinivasan, der vor zwei Wochen spurlos verschwunden ist. Hinter dem Verschwinden vermutet man mehr als nur eine bloße Entführung, vor allem, da sich bislang niemand bei der Familie des Mannes gemeldet hat. Gibt es hier vielleicht Parallelen zu einem Fall aus dem Jahr 2004? In diesem Jahr hatte eine Bande, genannt die Abschneider, mehrere Personen u. a. auch einen Inder entführt und den jeweiligen Opfern drei Finger abgeschnitten, die in Flaschen aufgefunden wurden.

Dann findet die Polizei eine Leiche, eine Wasserleiche in der Weichsel. Dem Toten fehlen zwei Finger. Sie wurden amputiert. Todesursache: Hinrichtung durch Kopfschuss in den Hinterkopf. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um einen Schweden handelt, Gustav Rytterberg. Der Vater des jungen Mannes betreibt in Warschau seit einiger Zeit Geschäfte. Er wirkt sehr kühl und distanziert. Für ihn scheint das ganze Leben ein einziger Vertrag zu sein und so stellt sich auch die Beziehung zu seinem Sohn und zu weiteren Menschen aus seiner näheren Umgebung dar. Die Ermittlungen in beiden Fällen gestalten sich etwas schwierig. Kommissar Nowak und seine Kollegen stoßen auf Verbindungen ins Drogenmilieu, auf Anhaltspunkte des Menschenhandels, auf merkwürdige Geschäfte im Immobilienbereich und auf viele weitere dunkle Machenschaften, die alle mit den beiden Fällen in Zusammenhang stehen könnten. Aber tun sie das wirklich?

Neben den Ermittlungen ist Kommissar Adam Nowak aber auch in erheblichem Maße mit seinen eigenen Problemen beschäftigt. Sein Vater ist krank und muss sich einigen Untersuchungen unterziehen. Seine Beziehung zu Kasia, seiner Lebensgefährtin, ist problematisch. Es geht um das Thema Kinder und Zukunft. Als Kasia dann noch unfreiwillig in den Fall verwickelt wird, spitzt sich die Situation weiter zu. Die Beziehung der Beiden untereinander ist zwar interessant, nimmt aber einen zu großen Teil des Buches ein

Als besonders störend habe ich die vielen Orts- und Straßenbeschreibungen empfunden. Warschau selbst habe ich nie besucht und so ist es mir sehr schwer gefallen den Ausführungen des Autors in Bezug auf die Stadt hier zu folgen. Diese sind teilweise sehr detailliert und genau. Manchmal mutet das Buch daher mehr wie ein Reiseführer an. Die Krimihandlung an sich tritt mir zu sehr in den Hintergrund und wirkliche Spannung wollte daher auch beim Lesen des Buches nicht aufkommen. Einzig der Beginn und das letzte Drittel des Buches, konnten hier etwas überzeugen. Die Grundidee des Romans ist durchaus überzeugend, aber leider durch das viele Drumherum etwas zu langatmig geraten.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

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