Papierschmuck – 55 Projekte aus verschiedenen Papiersorten

Barbara Baumann
Papierschmuck – 55 Projekte aus verschiedenen Papiersorten

(sfbentry)
Haupt Verlag, Bern (CH)/Stuttgart (D)/Wien (A), 03/2013
PB mit Klappbroschur
Sachbuch, Kunst & Handwerk, Modeschmuck
ISBN 978-3-258-60054-3
Titelgestaltung von Susanne Nöllgen/GrafikBüro, Berlin unter Verwendung von Fotos von Flurina Hodel
Fotos im Innenteil von Flurina Hodel
Zeichnungen von Susanne Nöllgen

www.haupt.ch
www.barbarabaumann.de

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Denkt man an Schmuck dann automatisch an edle Metalle, Perlen, Edelsteine oder zumindest ‚feste/haltbare‘ Materialien wie Plastik, Holz, Textilien u. ä. Barbara Baumann zeigt, dass auch „Papierschmuck“ seinen Reiz haben kann in „55 Projekten aus verschiedenen Papiersorten“.

Die Autorin empfiehlt, sich im Haushalt umzuschauen und die reichlich vorhanden Pappe- und Papierarten zu sammeln: die Papprollen von Küchenpapier, Telefonbücher, Packpapier, Zeitungen, Kataloge, Puzzleteile, Spielkarten, Servietten, Bonbonpapiere … – selbst Bücher und Comics, was vermutlich so manchen Buchfreund und Sammler zu einem Aufschrei veranlassen dürfte. Besser, man gibt diesen Titel keinem bastelwütigen Lebenspartner oder Sprössling in die Hand, der sich dann womöglich an den liebsten Schätzen vergreift …

Ist der häusliche Friede nicht (mehr) bedroht, kann man entspannt das Sachbuch durchblättern und staunen über die Ideen, die hier präsentiert werden. Beispielsweise lassen sich Armreifen und Ketten aus gefalteten (Himmel und Hölle, Hexentreppe) und aufgefädelten Papierstücken herstellen. Man kann auch Papierstreifen aufrollen, sie fixieren und unterschiedliche ‚Perlenformen‘ schaffen, die sich mit richtigen Perlen kombinieren lassen, u. a. für Ohrhänger und Broschen. Selbst aus Origami-Kranichen, Krepppapierblüten und Zigarettenfilter ist es möglich, interessante Objekte zu kreieren, aus bunten Buchseiten und bemaltem Papier außerdem Buttons und Haarspangen. Der Fantasie sind wirklich keine Grenzen gesetzt. Manches sieht wirklich hübsch und alltagstauglich aus wie die „Herzkette“ und die „Halskette aus gerollten Papierperlen“, während anderes eher kurios anmutet wie der „Bibel-Belt“ oder die „Pralinenstola“. Wahrscheinlich wird das eine oder andere Objekt beim Tragen kratzen.

Die Herstellung weist unterschiedliche Schwierigkeitsgrade auf und erfordert in einigen Fällen nicht bloß Fingerspitzengefühl und Geduld, sondern auch einiges an Equipment, angefangen bei zusätzlichen Materialien wie Haarspangenrohlingen bis hin zu Werkzeugen wie Japanmesser. Diese notwendigen Dinge und auch einige Techniken werden – im Gegensatz zu den meisten Büchern dieser Art – nebst Bezugsquellen und einem Verzeichnis weiterführender Titel am Ende erläutert. Das ist vielleicht sogar sinnvoll, da man gerade bei einem solchen Thema und dem ungewöhnlichen Werkstoff zunächst gern sehen würde, was überhaupt machbar ist und ob es auf der eigenen Wellenlänge liegt, bevor man sich durch langwierige Erklärungen und spezielle Hinweise liest. Tatsächlich wecken die farbenfrohen Fotos durchaus die Lust, die eine oder andere Idee auszuprobieren und sich nach ersten Erfolgen auch an die schwierigeren und aufwändigeren Projekte zu wagen.

„Papierschmuck“ ist ein interessantes Buch für kreative Menschen, die gern basteln und Neues ausprobieren. Eine Material- und Werkzeugliste gibt Auskunft darüber, was für jedes Projekt benötigt wird, und die leicht nachvollziehbaren Ausführungen und Zusatztipps verraten, wie es geht. Einige der Arbeiten lassen sich durchaus von Kindern und Jugendlichen durchführen, so dass der Titel auch für den Werk-/Handarbeits-Unterricht interessant ist.

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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